| Regie | Lajos Koltai |
| Kinostart | 10.01.2008 |
Laut Carmen Böker unterfordert der Regisseur und Kameramann Lajos Koltai die Hollywood-Darsteller in SPUREN EINES LEBENS. Der Film "vollbringt das sonderbare Kunststück, einen zugleich ruckelnden und langatmigen Erzählfluss zu kreieren. Durch die simple Chronologie der Rückblenden enthüllt sich zudem nichts, was nicht von vornherein genau so erwartet werden kann. Ann geht nach dem Umglück fort nach New York, wird Sängerin, bekommt zwei Kinder, scheitert in ihren Ehen – und kann ihre Töchter lange nur raten lassen, warum sie stets ziemlich frustriert gewesen ist."
Es dürfte schwer werden, in diesem Jahr eine vergleichbar prominent besetzte Literaturadaption zu finden, behauptet Marcus Wessel. Auch weiß der Regisseur, den "Roman optisch ansprechend zu bebildern. Dass er sich als gelernter Kameramann der Ästhetik eines Films besonders verbunden fühlt, deutet bereits die erste Szene an. So scheinen die Aufnahmen vom Landsitz der Wittenborns aus einem Douglas Sirk-Drama oder den Gemälden Norman Rockwells herauskopiert worden zu sein. Prachtvoll erstrahlt die sorgsam herausgeputzte weiße Fassade inmitten der saftigen, grünen Wiesen. Indes können auch diese Bilder die inhaltliche Seichtheit nicht zu Gänze überdecken. Der Eindruck, hier sei schauspielerisches Potenzial ohne Not an ein bestenfalls durchschnittliches Melodram verschenkt worden, bleibt davon unberührt."