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GELIEBTE JANE

GELIEBTE JANE

Regie Julian Jarrold
Kinostart 03.10.2007

Kritiken • GELIEBTE JANE

05. Oktober 2007 | GELIEBTE JANE • Kritik • Berliner Zeitung

Dies ist ein Film für Erwachsene, die einen Sinn haben für die Unbequemlichkeiten der Verantwortung und für die Tragik, die nicht selten aus ihr erwächst, weiß Anke Westphal. "Ein pointenreicher Schlagabtausch aus Rede und Gegenrede dürfte den Zuschauer erfreuen. Wer geistreiche Dialoge liebt, die alte Kulturtechnik der Konversation mit ihren subtilen Andeutungen und dem so beredt Unausgesprochenen und wer sich zudem in der Kunst der Kränkung anderer vervollkommnen will, ist richtig in GELIEBTE JANE. Richtig ist auch, wer einen sensibel, nämlich intim und nicht pompös inszenierten Kostümfilm mit famosen Schauspielern zu schätzen weiß: Anne Hathaway und James McAvoy sind eine gute Wahl für die Hauptrollen."

04. Oktober 2007 | GELIEBTE JANE • Kritik • Die Tageszeitung

Sowohl visuell als auch erzähltechnisch hält sich GELIEBTE JANE ganz an die bekannten Vorbilder der anderen Austen-Verfilmungen, stellt Barbara Schweizerhof fest. "Anne Hathaways Jane ist eine großäugige, hochgewachsene Schönheit, der man die Schreibambitionen freilich nicht glaubt. Nur James McAvoys Mr. Lefroy darf komplexer auftreten: als ein junger Held, den erst die Abhängigkeit von einem reichen Gönner zur Unabhängigkeit im Verhalten und Denken anstiftet. In seiner Figur deutet sich an, was der Film hätte werden können, wenn er nicht so bedingungslos Anschluss an die Verwertungskette suchen würde, die das Label "Jane Austen" vermarktet."

04. Oktober 2007 | GELIEBTE JANE • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Wilfried Hippen bedienen sich die Filmemacher rechtverwegen bei der Biografie und den Romanen der britischen Schriftstellerin. "Nun ist die These, dass Autoren all das auch erlebt haben müssen, worüber sie schreiben, ja recht schlicht. Aber wenn man respektlos mit ihr herumspielt, können dabei sehr schöne Drehbücher entstehen, bei denen sich die Autoren jeweils reichlich bei den Werken ihrer Protagonisten bedienen. So hat Julian Jarrold den Ton und die Stimmung von Austen hier besser getroffen als Joe Wright vor zwei Jahren in seiner Adaption von STOLZ UND VORURTEIL, der die Ironie der Autorin völlig abging."

01. Oktober 2007 | GELIEBTE JANE • Kritik • critic.de

"So erfrischend es sein mag, Hathaways charmantem Porträt einer jugendlichen, gar nicht verstaubten Jane Austen zuzusehen, erfährt man doch denkbar wenig über die Einflüsse, die sie zu der Schriftstellerin machten, die sie war.", schreibt Katharina Stumm. "Obwohl Geliebte Jane über ein gutes Schauspielerensemble verfügt und seine elegante Bildwelt hübsch anmutet, ist der kinobegeisterte Austen-Fan besser mit den Roman-Adaptionen beraten. Ang Lees SINN UND SINNLICHKEIT (1995) und Douglas McGraths EMMA (1996) rufen sich hier besonders ins Gedächtnis. Diese meisterten nämlich nicht nur den Austen-Touch im Drehbuch außerordentlich gut, sie krankten auch nicht an Blutarmut."

24. September 2007 | GELIEBTE JANE • Kritik • film-dienst 20/2007

Für Esther Buss vermischen sich hier Romanwelt und Biografie aufs vorzüglichste. "Die beiden Sphären vermischen sich praktisch ununterscheidbar, und man vergisst zunehmend, dass es sich hier eigentlich um einen Film über Jane Austen handelt. Das sollte man auch. Als biografische Erzählung wird der Film seinem Thema nämlich bestimmt nicht gerecht. ... So reizvoll die Nähe von Romanwelt und Biografie ist, genau das macht GELIEBTE JANE insgesamt zu einer alten, zu vertrauten Bekanntschaft. Man bekommt das ganze Repertoire an Jane-Austen-Verfilmungen nicht aus dem Kopf, und das Gefühl, einen recycelten Film zu sehen, bleibt bis zuletzt."

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