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DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD

DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD

Regie Nicolette Krebitz
Kinostart 27.12.2007

Kritiken • DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD

10. Januar 2008 | DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD • Kritik • critic.de

Als bemüht düster und angestrengt mystisch bezeichnet Birte Lüdeking einige Szenen des Films. "Krebitz verwurstelt wild Film- und Literaturzitate von Antonioni über Fellini bis hin zu "Hänsel und Gretel“ ohne eine persönliche Handschrift erkennen zu lassen. Ihre Versuche, die schwermütige Stimmung durch trockenen Witz aufzulockern, gehen nach hinten los. Wenn die spätere Kindsmörderin vor dem unehelichen Sohn ihres Mannes ein Handzeichen macht, als wolle sie ihm die Kehle durchschneiden, soll das wohl Galgenhumor sein. Im Angesicht des bitteren Endes zeugt es aber eher von einer mangelnden Sensibilität der Regisseurin."

27. Dezember 2007 | DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD • Kritik • Berliner Zeitung

Julia Teichmann mag den Film: "Die Regisseurin, die als Schauspielerin begonnen hat, setzt Maries schleichenden Irrsinn in Szene, einen Irrsinn, den man vielleicht nur auf diese surreale Weise angemessen zeigen kann - und in den dunkel-traumverlorenen Bildern der Kamerafrau Bella Halben, die das Innere nach Außen kehren. Nicolette Krebitz erzählt auch eine Geschichte von labilen, alleingelassenen Müttern aus der Perspektive der Mutter, hier zugegeben in einem anderen Milieu angesiedelt als meist in der Realität."

27. Dezember 2007 | DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala ist dies eine Etüde über Fraueneinsamkeit. Die Regisseurin "interessiert sich weder für Ursachen noch für Konflikte, sondern bloß für das stillbrüllende Trauma Maries – und so muss Nina Hoss als Schmerzensreiche einen Tag und eine Nacht lang durch den Film taumeln, bis sie im Off eine herbeigeraunte Schreckenstat vollzieht. Vorher: eine längliche Partynacht mit Spukfiguren, Spukereignissen und, nunja, einem Spukfick im Morgengrauen."

27. Dezember 2007 | DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD • Kritik • Der Spiegel

Als schwer romantischen Irrsinn bezeichnet Wolfgang Höbel den Film. "DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD ist ein merkwürdig launischer Film (mit durchweg großartigen Schauspielern), in dem die Storybausteine und Dialoge immer wieder auseinanderzupurzeln drohen. Mal scheint die Regisseurin himmelhochjauchzend auf ihre Mittel zu vertrauen, mal todfinster betrübt an der eigenen Erzählkraft zu zweifeln. Dass hier manches nicht zueinanderpasst, dass hier poetische Trauerarbeit und realistische Ehetragödie und surrealer Mummenschanz munter nebeneinander herrasen, kann man aber auch als Vorzug des Films sehen."

20. Dezember 2007 | DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD • Kritik • kino-zeit.de

Für jede Zuschauergruppe ist hier laut Joachim Kurz etwas dabei. "Trotz einiger starker Szenen und einer Besetzung, die alles versammelt, was Rang und Namen hat, enttäuscht DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD doch über weite Strecken, es bleiben vor allem der starke Beginn und der überraschende Schluss im Gedächtnis. Zu einem grundlegenden Nachdenken über die nach wie vor bestehende Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, über die immer wieder aufschreckenden Fälle von Vernachlässigung der Kinder und anderen gesellschaftlichen Zündstoff regt dieser Film aber in seiner Künstlichkeit nicht an."

27. September 2007 | DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD • Kritik • programmkino.de

Für Michael Meyns erweist sich als große Stärke des Film - neben den beiden Hauptdarstellern Nina Hoss und Devid Striesow - "die höchst geschlossene, dichte Erzählweise. Ziemlich genau 24 Stunden verstreichen vom Beginn bis zum Ende, praktisch die ganze Zeit bleibt der Film bei Marie, beobachtet ihren Schock, ihre Wut ... Angesichts der Oberflächlichkeit, die JEANS über weite Strecken prägte, der wenig mehr war als einer von vielen Filmen in und über das betont hippe Berlin, überrascht DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD mit großer Ernsthaftigkeit und seinen wahrhaftigen Figuren. Ein bemerkenswerter Karrieresprung, der gespannt darauf macht, was Krebitz in Zukunft zeigen wird."

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