Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN

JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN

Regie Ray Lawrence
Kinostart 01.11.2007

Kritiken • JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN

02. November 2007 | JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN • Kritik • critic.de

Ohne Metapher und Schwermut wurde die Kurzgeschichte von Raymond Carver schon einmal von Robert Altman verfilmt, weiß Hannes Brühwiler. Die Glanzpunkte von JINDABYNE liegen in den Nebensträngen. "Momente zwischen Claire und Stewarts dominanter Mutter, etwa wenn sie sich in die Erziehung von Claires Sohn einmischt, oder die nur fragmentarische Schilderung von Claires turbulenter Vergangenheit, hinterlassen durch die überzeugenden Schauspielerleistungen und präzisen Dialoge einen nachhaltigen Eindruck. Doch Lawrence unterliegt gerade in solchen Passagen öfters dem Hang zu überdeutlichen Metaphern."

02. November 2007 | JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN • Kritik • Die Tageszeitung

Dieser Film will niemandem wehtun, hat Dominik Bernsmann schnell erkannt. Er ist "zahnlos und versöhnlich. JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN setzt vor allem auf schöne Bilder und starkes Schauspiel. ... Hier dehnt Ray Lawrence Carvers minimalistisch-radikale Kritik an der Männerwelt übermäßig; er stilisiert die Figur der Claire zum aktiven, altklugen Gutmenschen. Anders als in der literarischen Vorlage lässt sie das männliche Schweigen nicht auf sich beruhen."

01. November 2007 | JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen Thriller über den Alltag sah Daniela Sannwald. "Gabriel Byrne, in sich gekehrt und melancholisch, und Laura Linney, immer ein wenig angespannt, sind Meister der zurückhaltenden Darstellung. Selbst als ihre Ehe zu zerbrechen droht, macht sich die Intensität ihrer Gefühle nur in minimalen Veränderungen des Umgangstons bemerkbar. ... Es sind solche Alltagsbeobachtungen, wegen derer man nur ungern hinnimmt, dass der JINDABYNE irgendwann genauso unaufgeregt aufhört, wie er angefangen hat. Obwohl der Frauenmörder bereits auf der Suche nach seinem nächsten Opfer ist. Aber das weiß nur das Kinopublikum."

31. Oktober 2007 | JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN • Kritik • Berliner Zeitung

Für den Regisseur Ray Lawrence war es die Unterschiedlichkeit von Moral und Gefühlen bei Frauen und Männern, die ihn an dieser Geschichte nicht losließ, schreibt Sabine Vogel. "Selbst die gelegentlich durchblitzenden kleinen Liebesbezeugungen, das gegenseitige Sich-Brauchen, der trügerische Zusammenhalt zwischen den Frauen und Männern sind nicht mehr als menschlich und damit vielleicht nicht genug. Die Protagonisten dieses Films sind kleinkarierte, opportunistische, nicht selten feige, manchmal aber auch nette, ehrliche Leute, so gewöhnlich wie wir selbst. Helden, und das macht dieses Drama aus einem Kaff am Rande der Welt so bezwingend, gibt es in JINDABYNE keine."

27. September 2007 | JINDABYNE - IRGENDWO IN AUSTRALIEN • Kritik • programmkino.de

Lange Zeit lässt sich der Regisseur laut Marcus Wessel nicht in die Karten schauen. "Zu Beginn scheint es noch so, als würde die Handlung der Logik eines klassischen Thrillers oder Kriminalfalls folgen. Dabei spielt der Film tatsächlich mit typischen Motiven dieser Genres – der Mörder erhält mehrere kurze Gastauftritte –, nur um schlussendlich doch ganz woanders zu landen. ... Lawrence lässt die Szenen ihrer Ehe auf die betörende Schönheit der australischen Natur treffen. Die zwischengeschnittenen Landschaftsaufnahmen der Snowy Mountains, jener Gegend um das titelgebende Jindabyne, künden von drohendem Unheil, das allmählich – einem Krebsgeschwür gleich – das Leben in der Gemeinde zu vergiften scheint. Das mitanzusehen ist ebenso spannend wie schmerzhaft."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,33362