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LIEBESLEBEN

LIEBESLEBEN

Regie Maria Schrader
Kinostart 08.11.2007

Kritiken • LIEBESLEBEN

13. November 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Hinreißend nennt Christina Bylow das Regie-Debüt. "Das Ergebnis ihrer Regie aber ist ein Kunststück. Film und Buch sind vom selben Stoff und doch eigenständig und in ihren Qualitäten unvergleichlich. Schrader ist nicht in die Falle getappt, die inneren Bilder einer Leserin zum Film machen zu wollen. Sie musste sich von den Wörtern lösen, sogar von ganzen Erzählsträngen. Mit der Hartnäckigkeit einer Schauspielerin, die ihre Figuren auslotet, hat sie das Drama der Ja'ara herauspräpariert."

08. November 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Heike Kühn bleibt der Film ohne jede Finesse. "Anstelle psychischer Plausibilität setzt Schrader auf eine aufdringliche Metaphorik aus dem Reich der Bienen und Vögel oder lässt eine Katze unter die Räder kommen, um zu zeigen wie Jara unter dem Druck, sich Aries kaltschnäuzigen sexuellen Experimenten auszuliefern, plattgewalzt wird. Vor allem aber klammert der Film die selbstzerstörerische Lust an der Fremdbestimmung aus und flüchtet sich in eine kleinmädchenhafte Hysterie."

08. November 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • Die Zeit

Birgit Glombitza ist enttäuscht: "Nichts will wirklich aufeinanderprallen. Hier gibt es nur Posen, Gesichter und Leiber. Ihre Karambolagen wirken seltsam beziehungslos. Das Experiment dieser Amour fou, die Ungeheuerlichkeit, die sich direkt vor unseren Augen ereignen soll, bleibt eine Behauptung, ein leeres Versprechen."

07. November 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • Der Spiegel

Leider findet die Regisseurin für die psychologischen Verwerfungen nur selten die passenden Bilder, kritisiert Jenny Hoch. "Mit zunehmender Verstrickung Jaras in eine Affäre mit Arie, die einem emotionalen Labyrinth aus Begehren, Verführung und Unterwerfung gleicht, atomisiert Maria Schrader ihren Film in einen eher banal wirkenden Bilderreigen aus unheilvollen Zeichen und eindimensionalen Metaphern. ... Während Zeruya Shalev in LIEBESLEBEN mit virtuoser Sprache ein schillerndes Portrait einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst entwirft, findet Maria Schrader für die filmische Umsetzung nur selten adäquate Bilder, sondern greift auf Klischees zurück."

06. November 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Maria Schrader äußert sich zu Schwierigkeiten bei Romanverfilmungen, ihre Begegnungen mit Zeruya Shalev und kleine Entscheidungen im Leben mit großen Folgen.

05. November 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • film-dienst 23/2007

Für Rolf-Ruediger Hamacher stimmt die Chemie der beiden Hauptdarsteller nicht. "Nichtsdestoweniger beweist Maria Schrader (abgesehen von der Fehlbesetzung der Arie-Rolle) außerordentliches Talent bei der Schauspielführung und der optischen Auflösung der Szenen. Benedict Neuenfels liefert wunderbar kadrierte Tableaux von Innen- und Außenansichten, auch wenn er sich unnötig oft der wackeligen Handkamera bedient. Niki Reisers wohltuend zurückhaltender und pointiert eingesetzter Soundtrack ist wieder einmal über jeden künstlerischen Zweifel erhaben."

25. Oktober 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • programmkino.de

Anne Wotschke entdeckt die Herausforderung des Films: "Die Ich-Perspektive vermittelte innere Welt der Protagonistin dem Zuschauer erfahrbar zu machen. Denn nur so kann dieser die emotionale Emanzipation nachvollziehen, die Lara durchmacht und letztlich die Essenz von Roman und Film ausmacht. Dies gelingt [der Regisseurin] durch eine einfühlsame Regie, die Gedanken in Handlung umsetzt, und nicht zuletzt mit Hilfe der jungen israelischen Theaterschauspielerin Neta Garty, die die in ihrer Figur steckende Kraft und gleichzeitige Verletzlichkeit adäquat umzusetzen vermag."

25. September 2007 | LIEBESLEBEN • Kritik • kino-zeit.de

Für Katrin Knauth ist LIEBESLEBEN eine Reise mitten in die Seele zweier ungleicher Menschen, eingefangen in wunderschönen Bildern. Die "Kamera erforscht nicht nur die Gesichter und Körper der Figuren, sondern auch das Umfeld, in dem sie sich bewegen: die Kontrollposten, die Wüstenlandschaft, die Wohnhäuser. Die politische Situation Israels wird nicht vordergründig thematisiert, sondern geschickt in den Plot verwoben. ... Mit ihrem Regiedebüt beweist [Maria Schrader], dass sie nicht nur ein Händchen für das Spiel vor der Kamera, sondern auch für die Arbeit dahinter hat."

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