| Regie | Matthew Vaughn |
| Kinostart | 18.10.2007 |
Mit Mariam Schaghaghi spricht Michelle Pfeiffer über das Altern und die Schüchternheit.
In einem Fantasieland ist per Definition alles möglich, weiß Wilfried Hippen und "diesen Freibrief nutzten Gaiman und der britische Regisseur Matthew Vaughn etwas zu exzessiv, denn in einer Märchenwelt mögen zwar die Naturgesetze so verändert werden, wie es beliebt, aber wenn auch noch ein paar dramaturgische Regeln ignoriert werden, kommt dabei solch ein Mytheneintopf wie dieser Film heraus. Dabei sind die einzelnen Episoden für sich gesehen so unterhaltsam und phantasievoll inszeniert, dass man an dem Film durchaus seine Freude haben kann. Nur, weniger wäre manchmal doch mehr gewesen."
Thomas Hüetlin und Philipp Oehmke unterhalten sich mit Michelle Pfeiffer über ihre Rückkehr nach Hollywood, das pervertierte Streben nach Schönheit und ein paar ungezogene Esel.
Es ist nicht so, dass sich das humorloseste Genre der Welt und Ironie nicht vertrügen, stellt Philipp Bühler fest, aber die Geschichte ist ihm zu lieblos zusammengeklopft. "Allzu fließbandmäßig ausgestanzt wirken sie hier, und die Akteure richten sich danach: Bei Charlie Cox spürt man noch die Bindung zur Geschichte, er spielt wahrlich um sein Leben; Claire Danes' Darbietung ist einmal mehr bestürzend. Pfeiffers Hexe erscheint überzogen, De Niro agiert mit Klasse, aber eben für sich."
Ekkehard Knörer ist durchweg begeistert. "DER STERNWANDERER, nach einem Roman des als Comic-Autor zu Ruhm gekommenen Neil Gaiman, ist sehr viel näher an Monty Python und Terry Gilliam als an monumentaler HERR DER RINGE-Humorlosigkeit. Er ist unwichtig wie nur was. Und ein einziges Vergnügen für große und kleine Kinder."
Laut Michael Meyns schafft es der Film, das Märchengenre gleichzeitig ernst zu nehmen und seine Klischees auf liebevolle Weise zu veralbern.
"Immer wieder werden die "Regeln" eines Märchens gebrochen, die typischen Handlungsweisen leichtfüßig ironisiert, ohne sie jedoch lächerlich zu machen. Besonders augenfällig ist dies in der Figur des Piraten Shakespeare, mit dem Robert De Niro seine beste Rolle seit Jahren findet. Als Kapitän eines Luftschiffs sieht er sich gezwungen harte Machoposen einzunehmen, um seiner Position als gefährlicher Räuber gerecht zu werden. In der Abgeschiedenheit seiner Kabine jedoch trägt er Kleider und tanzt den Can Can."