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FREE RAINER

FREE RAINER

Regie Hans Weingartner
Kinostart 15.11.2007

Kritiken • FREE RAINER

15. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte entwickelt der Film eine bestechende Logik aus seiner Hitzköpfigkeit. "Jede Übertreibung generiert die nächste, doch bei allem absurden Witz bleibt die reine Lehre vor jeder Kritik verschont: Die Wut als solche, da ist sich dieser Film sicher, ist mehr als berechtigt. So verteidigt Weingartner geradezu pathetisch die Macht der Utopie in prosaischen Zeiten - in der Haltung nicht unähnlich seinen Vorfahren Chaplin, René Clair und Jacques Tati."

15. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Junge Welt

Der Realitätsverlust, der sich in Drehbuch manifestiert, ist für Peer Schmitt enorm. "Der Kulturpessimismus wird beibehalten, dazu gesellt sich die Nostalgie (die goldenen Zeiten des sozialdemokratischen Bildungs-TV) und der Vulgärexistentialismus ("wirklich leben"). In diesem Sinne ist Weingartners Film exemplarisch gefährlich und nicht nur einfach niedlich dumm (Weingartner sagt es selbst: "Dummheit ist gefährlich."). Dieser Film verstellt notwendiges Nachdenken mehr als dürftige Showbiz-News auf RTL II es je tun könnten."

15. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Jungle World

FREE RAINER bewegt sich laut Esther Buss auf "auf dem Niveau des flachen Humors, der kindischen Einfälle, der Unglaubwürdigkeiten und Schwarz-Weiß-Malereien. Während der schrille Filmanfang we­nigstens noch ansatzweise versucht, das Trash-Fernsehen mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen, wird FREE RAINER schon nach kurzer Zeit zum volkspädagogischen Seminar. Die Figuren sind so simpel und moralisch transparent wie in jeder Vorabendserie, und die Wandlung der Arschloch-Hauptfigur in einen medienkritischen Missionar mit krimineller Energie ist mehr als haarsträubend."

15. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Die Zeit

In Hans Weingartners neuem Film FREE RAINER spielt Moritz Bleibtreu einen frustrierten TV-Produzenten, der die Einschaltquoten manipuliert – für besseres Fernsehen. Ein Interview mit ihm führt Meike Fries.

15. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Der Spiegel

Gut gemeint, aber voll daneben ist der Agitprop-Film für Andreas Borcholte. "In Weingartners Welt gibt es nur Hochkultur oder Trash, Gut oder Böse. Und wer nicht dafür ist, muss dagegen sein. Das Problem an FREE RAINER ist also vor allem seine Aufmachung als knuffiger, cooler Unterhaltungsfilm, mit der sich Weingartner den Absolutheitsanspruch und die Schwarzweiß-Logik der Erregungs- und Eventkultur, die sein Film ja kritisiert, aneignet, um seine Botschaft unters Volk zu jubeln. Diese Methode war in DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI noch frisch und radikal, bei FREE RAINER wirkt sie kalkuliert und aufgesetzt."

14. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist der Film linkes Weltverbesserungskino. "Wie FREE RAINER das Versagen des Einzelnen romantisiert (herrlich "ungepasst!"), ist schon erstaunlich naiv und auch ein Symptom linker Weltfremdheit. Kollektive Gleichberechtigung bei gleichzeitig herrschendem Lustprinzip - das funktioniert nun mal nicht. Doch daran schlendert dieser Film lässig vorbei; er hat beschlossen zu träumen, und weil er glaubt, dass Träume am Ende siegen, kommt irgendwie alles ins Lot. Tatsächlich ist es rührend, dass Hans Weingartner zu meinen scheint, die Menschen würden viel lieber Kulturreportagen und Kunstfilme sehen als Schicksal-Soaps und Titten-TV."

14. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Die Tageszeitung

Als semi-satirisches Feelgood-Movie bezeichnet Diedrich Diedrichsen FREE RAINER. "Wer mit dem Fernsehen noch einen Mainstream konstruieren will, sei es nach dem Modell des idealen Werbekunden oder nach dem des Staatsbürgers, partizipiert an ihr. Die Beschreibung des historischen Subjekts, das hier zu Wort kommen soll, nämlich "die Unangepassten, die, die noch wirkliche Gefühle haben", spricht das Selbstverständnis desjenigen jugendlichen Kleinbürgertum aus, das sich genau den faden Indierock reintut, der in diesem Film dauernd läuft, und sich viel darauf einbildet, eh schon lange nicht mehr fernzusehen."

13. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Berliner Zeitung

Björn Wirth spricht mit Regisseur Hans Weingartner über Trash-TV, Quotendruck und seinen Film.

13. November 2007 | FREE RAINER • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz kann sich nicht entscheiden, ob der Film ein Lustspiel oder ein Lehrstück ist. "Das Problem von „Free Rainer“ ist der Widerspruch zwischen Mittel und Zweck. Der diplomierte Hirnforscher, Naturfreak, Anarcho-Moralist und sympathische Kindskopf Hans Weingartner will den Geist befreien, gängelt ihn aber. Hält er sein Publikum etwa selber für blöd? Jedenfalls verwirft er die Möglichkeit, dass auch Lachen erkenntnisfördernd sein kann. Immer wieder kippt die Mediensatire ins Lehrstück, ins Melodram oder ins Gutmenschen-Utopia, wenn am Ende alle Rentner turnen gehen und auch die Jugend nicht mehr vor der Glotze abhängt, sondern vorm realen Sonnenuntergang."

15. Oktober 2007 | FREE RAINER • Kritik • Die Zeit

Dem Film wird aber zum Problem, dass er mit jeder Szene verrät, worauf er abzielt, nämlich für die Revolutionierung der Medien und der Gesellschaft zu werben, findet Maximilian Probst. "Der satirische Blick aufs Fernsehen wird deshalb komplettiert vom pathetischen Blick auf die Revolutionäre. Zwischentöne gibt es nicht, und dieser Schematismus lässt FREE RAINER als Erzählung scheitern. Er ist absehbar bis zum Abwinken. Auch die Revolutionsbotschaft wird durch die kruden Agitprop-Stilisierungen in Mitleidenschaft gezogen."

02. Oktober 2007 | FREE RAINER • Kritik • critic.de

Sonja M. Schultz glaubt nicht, dass der Film für eine Revolution reicht. "Richtig weh tut Free Rainer dabei nicht, auch wenn der Film in seinen besten Momenten und ganz nebenbei Parallelen zwischen Massenmanipulation und faschistischer Propaganda zieht, Redakteure als "Mitläufer" beschimpft werden und der Senderchef Gründgens (Peer Jäger) sein Büro in einem NS-Bau hat. Dennoch entsteht der Eindruck, es mit einem Weltverbesserungs-Franchise zu tun zu haben, das sich zu sehr ans bewährte Muster des vorigen Films hält, bis hin zum Marketinggag für die urbane Sichtbarkeit."

20. September 2007 | FREE RAINER • Kritik • programmkino.de

Hans Weingartner setzt mit FREE RAINER seinen Weg als Gesellschaftskritiker und Kinorevoluzzer konsequent fort, stellt Thomas Volkmann fest. "Gekonnt an FREE RAINER ist der fließende Übergang von Satire und Realität, ist sein freches Auftreten, ist der rebellische Look, der progressive Einsatz von Musik. Zusammen mit dem unverhohlenen – natürlich auch hier leicht übertreibenden - Blick hinter die Kulissen, hinein in Studios mit ihrem degenerierten Publikum, das Phrasendreschen in High-Society-Kreisen – all das zusammen ergibt eine Medien- und Gesellschaftskritik, die sich gewaschen hat. Man kann sich für Hans Weingartner nur Wünschen, dass seine Utopie ihm nicht nur Zuschauer bringt, sondern tatsächlich Veränderung im Konsumverhalten bewirkt."

15. September 2007 | FREE RAINER • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie Lars von Törne feststellt, ist FREE RAINER "ein schneller, gelegentlich ins Fantastische driftender Actionkrimi voll medienpädagogischer Fingerzeige. Bleibtreu brilliert als getriebener Fernseh-Rebell. Ihm zur Seite stehen die farblos bleibende Nachwuchsschauspielerin Elsa Sophie Gambard und der überzeugend verschroben agierende Volksbühnen-Schauspieler Milan Peschel – ein Trio Infernale, das nicht die einzige Parallele zu den FETTEN JAHRE bleibt. Vom gemeinsam mit Katharina Held geschriebenen Drehbuch bis hin zu Selbstzitaten erinnert FREE RAINER an den Vorgänger."

11. September 2006 | FREE RAINER • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke ist dem Regisseur bei den Dreharbeiten begegnet.

04. September 2006 | FREE RAINER • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz berichtet von den Dreharbeiten.

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