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NICHTS ALS GESPENSTER

NICHTS ALS GESPENSTER

Regie Martin Gypkens
Kinostart 29.11.2007

Kritiken • NICHTS ALS GESPENSTER

04. Dezember 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • Die Tageszeitung

Dirk Knipphals sah ein deutsches Befindlichkeitsepos. "Ein talentiertes Ensemble junger Schauspieler spielt ein heutiges Ensemble immer irgendwie halbgarer, sich selbst unsicherer Gefühle. Ob sie das gut machen, ist gar nicht die Frage, die man sich dabei stellt; sie tun es. Und Regisseur Martin Gypkens hat diese Judith-Hermann-Welt aus kleinen Seitenblicken und unausgesprochenen Sätzen auch einleuchtend auf die Leinwand übertragen. Alles an diesem Film sagt, dass hier jemand ernsthaft auf der Suche nach Bildern und nach einer Semantik ist, um aktuelle Beziehungslagen zu artikulieren."

29. November 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • Der Spiegel

Selten wurde laut Jenny Hoch das Lebensgefühl einer Generation unaufdringlicher eingefangen. "Alle Episoden beginnen völlig unvermittelt und hören ebenso plötzlich wieder auf. Mit schnellen Schnitten aneinandermontiert und hochkarätig mit der Crème des deutschen Thirtysomething-Schauspielnachwuchses besetzt, ergeben diese Geschichten aber keine erwartbar schicksalsschwere Story mit einer klar definierten Message. Sie bilden eher ein zartes Gespinst, das sich wie eine diffuse Aura über die alltäglichen Lebens- und Liebesfragen junger Erwachsener legt."

29. November 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • Berliner Zeitung

"Die Episoden sind kunstvoll ineinander montiert; die Spannungsbögen bleiben auch nach Brüchen und retardierenden Momenten erhalten. Das ist eine dramaturgische Leistung, die sich sehen lassen kann, ungeachtet jenes erhobenen Zeigefingers, der NICHTS ALS GESPENSTER am Ende ein bisschen bleiern erscheinen lässt."

29. November 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • critic.de

Birte Lüdeking hat einen milden und melancholischen Blick beim Regisseur ausgemacht. Die Figuren "von einem hochkarätigen Darsteller-Ensemble so facettenreich verkörpert, dass sich die Inszenierung in den meisten Einstellungen nur darauf konzentriert, nuancierte Regungen und viel sagende Blicke der Schauspieler einzufangen. ... Wiederholt rückt die Kamera in entscheidenden Momenten sehr nah an die Gesichter heran. Geht dann wieder ein paar Zentimeter auf Abstand, um kurz darauf eine erneute Spurensuche zu starten und darin vielleicht ein winziges Deutungsindiz für einen inneren Aufbruch zu finden. Als Zuschauer schließt man sich dieser Entdeckungstour gebannt an."

29. November 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • Die Zeit

Einen schönen Weltschmerzfilm sah Iris Radisch. "Für dieses leere Warten und ziellose Sehnen der Jugend hat Gypkens die richtigen Bilder gefunden, fahrende Züge, das Auto in der Wüste, die endlose Schneelandschaft, die sich in Venedigs Gassen verirrende (und ein wenig aus dem jugendstilhaften Engel-Genre der jungen Darstellerriege herausfallende) Fritzi Haberlandt. Die Puppenhaftigkeit und das In-Schönheit-Sterben der holden Weiblichkeit hat er liebevoll in Szene gesetzt und die jungen Damen an ihren Teetischen und in ihren Sommerstühlen in glänzender Tristesse zur Geltung gebracht."

29. November 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • artechock.de

Rüdiger Suchsland lobt den Regisseur: "Vor allem ist es aber eine großartige Regieleistung, wie Gypkens die verschiedenen Orte und seine Schauspieler zu einer Einheit verknüpft. Die mit Abstand beste Episode bleibt aber bezeichnenderweise die, die in Deutschland spielt: Karina Plachetka verleiht dem Girl, das mit dem Lover ihrer Freundin etwas anfängt, betörende Intensität."

27. November 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Patrick Wildermann ist dem Jungregisseur Martin Gypkens begegnet.

27. November 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Verena Friederike Hasel zelebriert der Regisseur die Erlebnislosigkeit. "NICHTS ALS GESPENSTER nimmt all diese Figuren, die hauptberuflich am Leben zu leiden scheinen, furchtbar ernst. Wie viele andere deutsche Filmemacher hängt Gypkens damit in der Dauerschleife von Befindlichkeitscollagen fest. Dabei steht die saturierte Leere, das ratlose Sichtreibenlassen seiner Figuren durchaus in einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang. Doch Gypkens hält sich minutiös an die literarische Vorlage Hermanns."

18. Oktober 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • programmkino.de

Obwohl NICHTS ALS GESPENSTER vom Aufbau und den Kameraeinstellungen her oft konstruiert wirkt, bliebt bei Thomas Volkmann "die Neugierde, wie sich die jeweilige Geschichte weiter entwickelt, erhalten – von Langeweile also keine Spur. Dies liegt sicherlich auch an der Montage des in sich geschlossenen Films. Mit dem Motiv des Reisens und dem Blick in wundervolle, zum Träumen anregende Landschaften bleibt auch die Dramaturgie des Films immer gut im Fluss. Letztendlich überzeugt NICHTS ALS GESPENSTER auch deshalb, weil Martin Gypkens seine Figuren so agieren lässt, wie sie mit ihren Besonderheiten und Macken einfach sind."

12. September 2007 | NICHTS ALS GESPENSTER • Kritik • kino-zeit.de

Kaum etwas wird aufgelöst und erklärt, aber gerade das ist das Schöne an dem Film, meint Katrin Knauth. "Es geht hier um Nuancen, Gesichtsausdrücke, Andeutungen – all das was in zwischenmenschlichen Beziehungen eine Rolle spielt. NICHTS ALS GESPENSTER ist ein Darstellerfilm, aber er lebt nicht nur ausschließlich von dem wunderbaren Schauspiel seiner Protagonisten, sondern auch von der Gewaltigkeit seiner Bilder, die Eeva Fleig grandios einzufangen weiß. ... NICHTS ALS GESPENSTER ist eine grandiose, verdichtete Regiearbeit mit einer ungemein subtilen Intensität, wie man sie selten im deutschen Kino zu sehen bekommt."

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