| Regie | Dennis Dugan |
| Kinostart | 27.09.2007 |
An Klischees ist CHUCK UND LARRY nicht gerade arm, und politisch korrekt sind die auch eher selten, stellt Leni Höllerer fest. "Doch schwulenfeindlich ist das noch lange nicht - vielmehr wird in typischer Klamauk-Manier einfach jeder durch den Kakao gezogen: Fettleibige, Asiaten oder Obdachlose, aber auch der homophobe Durchschnittsbürger. Wer bereit ist, solch unsensiblen, simplen Humor zu verzeihen, kann bei CHUCK UND LARRY sogar eine Menge guten Willen erkennen. Denn nach diversen erlittenen Demütigungen und positiven Begegnungen mit Homosexuellen wechseln Chuck und Larry die Seiten und werden gleichsam zu Vorkämpfern der Gay Community."
Die Komödie ist ein Beispiel dafür, wie man seinen Kuchen isst und gleichzeitig behält, meint Michael Kohler. "Dieser Einfall ist bereits die halbe Miete, weshalb man Adam Sandler und seinen Autoren (zu denen auch SIDEWAYS-Regisseur Alexander Payne gehört) die vielen Albernheiten und gelegentlichen Inkonsequenzen nicht einmal übel nehmen kann. Beim zweiten Hinsehen steckt in manchem Witz ohnehin mehr, als man zunächst glauben wollte ... In jedem Fall ist der Film ein mehr als ehrenwerter Versuch, für die Dauer eines Films in die Kleider eines anderen zu schlüpfen."
Die Komödie trifft fast immer die richtigen Töne – nur die Homosexuellen bleiben letztlich außen vor, meint Rochus Wolff. "CHUCK UND LARRY – WIE FEUER UND FLAMME ist vor allem eine gelungene Komödie, die ihrem Thema und ihren zwei Hauptfiguren treu bleibt. Auch die heterosexuelle Zuneigung zwischen Chuck und seiner Anwältin wird nicht in den Vordergrund gerückt. Allerdings überwindet der Film bis zum Schluss seine durch den Blickwinkel der Protagonisten vorgegebene Außenperspektive auf Homosexuelle nicht: Sie bleiben hier letztlich Staffage, und Lesben kommen kaum vor. Dafür hopsen öfter Schwule durchs Bild, die sich in schrille Klamotten werfen oder zumindest unter der Dusche mit hoher Stimme Popsongs intonieren."