Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

FREISCHWIMMER

FREISCHWIMMER

Regie Andreas Kleinert
Kinostart 08.05.2008

Kritiken • FREISCHWIMMER

10. Mai 2008 | FREISCHWIMMER • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah ein surreales Schauerstück. "Viel steckt in diesem Film, nicht nur an Zeichen, auch an Genrevarianten: Er ist Coming of Age-Geschichte, Thriller, Groteske und Horrorheimatfilm zugleich. Das alles will jedoch miteinander verbunden sein, was nicht durchgängig gelingt - die Dramaturgie kann nicht recht mit den Bildern konkurrieren. Aus der Masse deutscher Kinoproduktionen ragt Kleinerts Hybride indes auch durch das ausgezeichnete Spiel der Darsteller heraus."

09. Mai 2008 | FREISCHWIMMER • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt ist begeistert: "Die eleganten Wendungen und Drehungen des Filmbuchs (Thomas Wendrich) sind entschieden zu loben, auch die sparsamen und wie nebenher gesprochenen Dialoge ("Sag mal, ist das deine erste Leiche?"). Die FREISCHWIMMER sind weit weg vom jüngsten minimalistischen Stil, und Stille lastet nicht mehr, sondern befreit. Ein Wunder! Man wird geschockt und gepackt. Gleichzeitig geht man auf Distanz. Schon deswegen, weil im Verlauf des Films gewiss wird, dass man sich mit niemandem identifizieren kann. Schon das wäre etwas, das jede Drehbuchwerkstatt rügen würde. Aber dieser Film ist eben nicht das Übliche."

08. Mai 2008 | FREISCHWIMMER • Kritik • critic.de

Zweifelsohne lebt der Film von selbstironischer Überzeichnung, schreibt Katharina Stumm. "Wäre da nicht der Anspruch von FREISCHWIMMER, zur gleichen Zeit doch eine Allegorie auf eine Gesellschaft zu sein, unter deren idyllischer, modellhafter Oberfläche sich Brüche in der Form eines übergreifenden Gewaltpotenzials abzeichnen und bewahrheiten. Und hier misslingt Kleinert ein wirksames Spannungsverhältnis, sein Film erscheint in erster Linie als Formübung, die nicht genug über sich selbst hinaus verweist. Wenn wir am Ende mit den Protagonisten in einer weiteren selbstreflexiven Dopplung im Kino sitzen und der Film diesmal als Film-im-Film beginnt, kommt man nicht umhin, das verspielte Zeichenwirrwarr von FREISCHWIMMER als eine sehr zahme Version eines "bösen Märchens" zu sehen."

08. Mai 2008 | FREISCHWIMMER • Kritik • Der Tagesspiegel

Zu viel Kunstwillen hat Julian Hanich ausgemacht: "Je länger FREISCHWIMMER dauert, desto stärker drängt sein eigener Kunstwille in den Vordergrund. Motive wie Schwimmen, Schießen und Jagen kehren mit solch aufdringlicher Regelmäßigkeit wieder, dass sie unbedingt als bedeutungsschwanger gelesen werden wollen. Ab und an raunt irgendwer gekünstelte Sätze wie „Das Modell ist das Abbild des Lebens“. Und der deutsche Stummfilm wird zitiert, ohne dass ein Grund dafür erkennbar wäre."

07. April 2008 | FREISCHWIMMER • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß sah eine Psycho-Groteske über das Böse in der Provinz. "Dass dieses betont artifizielle Refugium, dieser pechschwarze Seelenkeller der Provinz, nun ausgerechnet an das Horrorverlies im ganz realen Amstetten erinnert, ist vielleicht mehr als ein Zufall. Zeigt sich auf diese Weise doch die traumwandlerische Sicherheit des Sozialreporters und Seelenfilmers Andreas Kleinert: So sehr er sich auch anstrengt, der Wirklichkeit kann er einfach nicht entkommen."

03. April 2008 | FREISCHWIMMER • Kritik • programmkino.de

Für Thomas Volkmann wirkt der Film wie ein böses Märchen. "Dass die Schule auf den Namen Kafka hört, passt zur surrealen Stimmung. Der Mut, eine derart unkonventionelle Geschichte zu erzählen, lässt einen gespannt diesen raffiniert verwobenen, manchmal etwas plump, dann aber wieder auch beängstigend realistisch wirkenden Film verfolgen. Wenn am Ende wieder Postkartenidylle in der Provinzstadt herrscht, ist das wie ein Erwachen aus einem bösen Traum."

07. September 2007 | FREISCHWIMMER • Kritik • Der Spiegel

Laut Anke Dürr und Daniel Sander hat es der Film in Venedig zu einiger wohlwollender Aufmerksamkeit gebracht. "Die kleine, liebenswert erzählte Geschichte um einen einsamen Jungen in einer süddeutschen Kleinstadt und einen mysteriösen Mordfall in der Umkleidekabine des örtlichen Schwimmbads blitzt und blinkt vor absurden Ideen und kreativer Energie, eben das, was bei dem ein oder anderen Werk aus dem offiziellen Wettbewerb schmerzlich vermisst wird. Allein August Diehl als geheimnisvoller Deutsch- und Kunstlehrer mit merkwürdigen Hobbies macht "Freischwimmer" zu einem bedingungslos unterhaltsamen Spaß."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,40283