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GONE BABY GONE

GONE BABY GONE

Regie Ben Affleck
Kinostart 29.11.2007

Kritiken • GONE BABY GONE

17. April 2008 | GONE BABY GONE • Kritik • critic.de

Sascha Keilholz ist des Lobes voll: "Das Regiedebüt ist eine der großen philosophischen Auseinandersetzungen, die das amerikanische Kino in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Afflecks Stoff- und Schauspielerwahl machen Mut. Vielleicht das erste Mal seit 40 Jahren, als Schauspieler wie Dustin Hoffman, Jack Nicholson, Gene Hackman, Al Pacino und Robert De Niro das Gesicht des New Hollywood prägten, gibt es mit Christian Bale, Joaquin Phoenix, Ryan Gosling und eben Casey Affleck wieder eine Schauspielergeneration, die nicht nur in der Lage ist, schwierigen Figuren Ausdruck zu verleihen, sondern auch in ihrer Stoffwahl künstlerische Weitsicht beweist und somit zu einem Gütesiegel für Qualitätsprodukte werden könnte."

30. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • Der Spiegel

Caseys aufsteigender Stern und Bens Comeback treffen laut Nina Rehfeld in einer glücklichen Konstellation zusammen. "Er nuschelt, dass es an einen Sprachfehler grenzt. Beim Reden scheinen seine Backenzähne stets Kontakt zu haben, die letzten zwei, drei Silben eines Satzes verlieren sich gern in einem undurchdringlichen, heiseren Geflüster. Aber womöglich ist er schon bald der nach Sean Connery berühmteste Nuschler Hollywoods."

29. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • Berliner Zeitung

Hochklassig nennt Bert Rebhandl das Regie-Debüt. Der Film ist "faszinierend und strapaziös auf seinen Umwegen zur Wahrheit. Ganz eindeutig ist Ben Affleck an Filmkunst gelegen: Er lässt die Erwartungen des Publikums immer wieder ins Leere laufen, und spielt dann die - spektakulären - Enthüllungen so unspektakulär wie nur möglich aus. Patrick Kenzie wird beinahe zu einem tragischen Helden, weil sich am Ende sein besseres Wissen nicht in richtigeres Handeln übersetzen lässt. Er muss einfach eine Entscheidung treffen. Und vielleicht ist an diesem Film, in dem nicht alle Details hundertprozentig sitzen, das Schlussbild allein die vielen Umwege wert."

29. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn fasst ihre Kritik wie folgt zusammen: "Das emotional dichte, ungeheuer provokante Ende des Films bringt es auf den Punkt: Recht und Gerechtigkeit stimmen nicht immer überein, und die Mittel, die den Zweck heiligen, erfordern unheilige Allianzen. Soll man sie eingehen, um Kindern ein Leben außerhalb von Statistiken zu ermöglichen? Ben Afflecks herzzerreißende Verfilmung von Dennis Lehanes Roman "Kein Kinderspiel" hat keine Antworten. Aber Fragen, die niemanden kalt lassen."

29. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Michel Bodmer erkundet der Film moralische Grauzonen. "Die Nebenrollen sind stark besetzt: Amy Ryan als strähnige Helene, die sich nur widerwillig auf ihre Muttergefühle besinnt; Ed Harris als eleganter, aber verbissener Polizist; Morgan Freeman als engagierter Kinderschützer Doyle und andere überzeugen und belegen, dass Affleck mit Schauspielern umgehen kann. Leider aber herrscht im Herzen des Films ein Vakuum: Bens Bruder Casey Affleck müsste hier mehr verkörpern als ein zwielichtiges Bürschchen, vermag aber nicht plausibel zu machen, dass sein kindlich anmutender Kenzie abgebrüht genug ist, um über Leichen zu gehen."

28. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • Berliner Zeitung

Nina Rehfeld hat sich mit Casey Affleck unterhalten, der lange bloß als der kleine Bruder des Hollywood-Stars Ben Affleck galt. Jetzt steigt er selbst in die erste Riege auf.

27. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz läutet Ben Affleck ein neues Kapitel seiner Entwicklung ein. "So erweist sich die Verortung des Stoffs im Bostoner Arbeiterviertel Dorchester als Glücksgriff, denn Afflecks intime Kenntnisse des Handlungsortes erlauben eine beinahe dokumentarisch anmutende Einführung, die den düsteren Grundton für die Handlung setzt. Solchermaßen auf einem festen Fundament ruhend wagt Affleck viel und scheut nicht davor zurück, einen enorm komplexen und moralisch vielschichtigen Plot zu entspinnen, der über die Überraschungsmomente hinaus eine Vielzahl von Problemen und Implikationen aufgreift und zu einem spannend anzusehenden Geflecht zusammenfügt, das niemanden schont."

25. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • Vanity Fair

Für Hindeja Farah ist Casey Affleck, der die Hauptrolle spielt, die Entdeckung des Jahres.

22. November 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • film-dienst 24/2007

Etwas zuviel auf einmal will der Regisseur, meint Julia Teichmann. "Genre, Action, dokumentarischer Anspruch, moralische Diskussion prallen aufeinander und wollen keine richtige Einheit eingehen. Diese multiple Überfrachtung bedeutet aber nicht, dass GONE BABY GONE nicht spannend inszeniert ist. Die Schauspielführung in Verbindung mit einer aufmerksamen Milieustudie – Affleck ist selbst in Boston aufgewachsen – ergibt bereits ein dichtes Bild von einem schwierigen Thema."

06. September 2007 | GONE BABY GONE • Kritik • programmkino.de

Viel Eindruck hat der Film bei David Siems hinterlassen. Affleck hat "ein düsteres Krimipuzzle geschaffen, das wie jeder gute moderne Film Noir mit unzähligen Wendungen und Überraschungen im zerstückelten Plot aufwartet und nebenbei die Abgründe der menschlichen Seele und der sozialen Verantwortung erforscht. ... Dem komplexen Ratespiel zu folgen lohnt allemal, denn GONE BABY GONE bleibt die gesamte Länge ungemein spannend und verwirrend, wobei gerade der Gegensatz zwischen dem eher harmlosen und mit Klassensprecher-Charme ausgestatteten Casey Affleck und seinen breitschultrigen Widersachern durchaus stutzig macht."

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