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CASSANDRAS TRAUM

CASSANDRAS TRAUM

Regie Woody Allen
Kinostart 05.06.2008

Kritiken • CASSANDRAS TRAUM

05. Juni 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Der Spiegel

Tragödie, Komödie, Krimi: Woody Allens Film will alles auf einmal sein - und scheitert laut Jenny Hoch an seiner eisernen Mechanik. "Herausgekommen ist ein filmischer Tausendsassa, der stellenweise wie eine etwas zu hölzern geratene Modellinszenierung von Bertolt Brecht wirkt. Viel Moral und viel Klassenkampf, aber wenig überzeugende Dramaturgie und zu wenig Allen-typischer Humor. Ewan McGregor und Collin Farell ergänzen sich als Komiker-Duo zwar perfekt, aber sie tragen so dick auf, dass sie fatal an die Charaktere aus dem Kinderzeichentrickfilm BIENE MAJA erinnern."

05. Juni 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Die Tageszeitung

Als misanthropen Streich bezeichnet Andreas Busche den Film. "CASSANDRAS TRAUM übertrifft selbst "Matchpoint" an Niedertracht, ohne dass die Figuren selbst besonders unsympathisch gezeichnet sind. Das hält Allen nicht davon ab, sie gnadenlos in ihr eigenes Verderben rennen zu lassen. Moralische Relativierung oder wankelmütiger Sarkasmus sind ihm fremd. CASSANDRAS TRAUM ist schwarz wie das Motoröl unter den Fingernägeln Colin Farrells."

05. Juni 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn entdeckt: Das Schicksal ist ein Kleiderschrank. "Aufwühlend und buchstäblich wahnsinnig komisch sind die Varianten des Selbstbetrugs, die der großartige Colin Farrel in der Rolle des psychisch und physisch schwankenden Terry und ein verführerisch unbekümmerter Ewan McGreggor als Ian durchlaufen. Doch der Sieg in diesem Kampf mit dem unrentablen Gewissen gebührt Tom Wilkinson. Sein Onkel Howard ist die Verkörperung dramatischer Manipulation."

05. Juni 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • artechock.de

Das kann nicht gut gehen, meint Rüdiger Suchsland. "Und es geht sogar überaus schlecht. Inszeniert hat es Allen, der sich auch hier wie in seinen letzten Filmen von Dostojewski ein paar Motive ausgeliehen hat, melancholisch, bitter und kühl: Auch Robert Bresson stand sichtbar Pate für diesen Alptraum ohne Erwachen. Und musikalisch ließ sich Allen auch wieder Neues einfallen: Erstmals stammt der Soundtrack von Philip Glass. Das Ergebnis ist ein durchaus origineller Allen-Film, der Fans und Kenner zwar nicht überraschen wird, und auch qualitativ nicht an Allens beste Filme heranreicht. Aber den Kinobesuch lohnen die bösen Taten der Baine-Brüder in jedem Fall."

05. Juni 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Neues Deutschland

Woody Allen hat einen Film über kranke Träume in kaputten Zeiten gedreht, schreibt Gunnar Decker. "Dies ist ein Thema, das Woody Allen bereits in seinen letzten beiden Filmen MATCH POINT und SCOOP behandelte: die Idole der bürgerlichen Gesellschaft. Die Wiedergeburt der Gesellschaftskomödie vor antikem Tragödienhintergrund. Allerdings befriedigt diesmal die filmische Umsetzung nicht, die jederzeit gegenwärtige Konstruktion der Handlung bedrängt allzu sehr den blutigen Spielwitz. Dialog und Bild erzeugen keinen echten Spannungsbogen. Nein, Colin Farrell und Ewan McGregor wirken seltsam hölzern, geradezu unbeholfen. Fragt sich, wer daran Schuld hat – gar der Regisseur?"

04. Juni 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Berliner Zeitung

Enttäuschend findet Bert Rebhandl den Film. "Vielleicht liegt es an der deutschen Synchronisation, vielleicht liegt es auch an den unwirklichen Einstellungen von London und Brighton - jedenfalls erscheint CASSANDRAS TRAUM eher wie ein Scherz als wie ein richtiger Film, oder aber, wie es der Titel nahe legt, wie ein seltsamer, schlechter Traum, der sich aber nach dem Aufwachen leicht abschütteln lässt."

04. Juni 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tillmann sah eine rabenschwarzen Kino-Moritat. "Lange nicht mehr hat man Ewan McGregor, den britischen Sunny Boy, so smart, so kalt, so rücksichtslos erlebt, in seinem Wunsch, die kleine Welt des Elternhauses hinter sich zu lassen, notfalls auch über Leichen. Und wohl noch nie Colin Farrell so labil, so herzzerreißend skrupulös. Ihm zuzusehen, wie im Verlauf des Films nicht nur sein Leben, sondern seine ganze Persönlichkeit zerbröselt wie trockener Ton – das allein ist den Besuch des Filmes wert."

14. Mai 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • critic.de

Birte Lüdeking ist verwundert, dass bei einem dermaßen missratenen Drehbuch die plumpe und energielose Thriller-Tragödie überhaupt realisiert wurde. "Die gemächlich voran schleichende und stark ausgedehnte Handlung hätte höchstens einen Kurzfilm gerechtfertigt und weist zu viele überflüssige oder repetitive Szenen auf. Einige Wendungen sind derart sprunghaft und hanebüchen, dass sie unfreiwillig komisch wirken."

08. Mai 2008 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • programmkino.de

David Siems sah einen kurzweiligen Krimi, der im Kontext des Allenschen Œuvres jedoch nur wie eine schwächere Zweitverwertung der MATCH POINT-Grundidee wirkt. "Nahezu spielerisch gelingt es Allen, der unbeschwert-lockeren Anfangsviertelstunde so viel Suspense mit auf die Reise zu geben, dass sich die Intensität mit jeder Minute steigert und zu einem genialen Krimi mausert. Der Regisseur berauscht sich wieder an der Ironie des Schicksals, moralischen Taten und selbstsüchtigen, aber umwerfenden Frauen (auch wenn hier Hayley Atwell in der Nebenrolle nur ein Schatten von Scarlett Johansson ist)."

04. September 2007 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ungewöhnliche Selbstenthaltung macht Daniel Kothenschulte bei Woody Allen aus. "Seit er in England sein cineastisches Asyl gefunden hat, lässt er nicht mehr jeden Darsteller nach dem eigenen Vorbild agieren. Er sucht geradezu die bodenständige Präsenz, die Uneitelkeit der Schauspieler der Insel, so dass, wer zu spät ins Kino kommt, sich auch im Festivalbeitrag von Ken Loach wähnen kann."

04. September 2007 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel nennt den Film gradlinig, fast humorfrei, aber mit schauspielerischer Brillanz inszeniert. "Das ist kunstvoll ausgedacht und sympathisch locker dahininszeniert, aber so ganz wird man in diesem Woody-Allen-Film das Gefühl nicht los, dass man all diese Dostojewski-haften Schuldverstrickungen in MATCHPOINT und VERBRECHEN UND ANDERE KLEINIGKEITEN fixer und lebensnäher serviert bekam - wenn auch nicht mit so düsterem Ausgang. Immerhin verringert das Wiederkennen alter Allen-Motive nicht den Spaß an McGregors und Farells brüderlichem Höllenritt in Hass und Angst und Traurigkeit."

03. September 2007 | CASSANDRAS TRAUM • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film kommt als Kriminalkomödie daher, um alsbald in ein Familiendrama umzukippen, wie Jan Schulz-Ojala es so rückhaltlos bei ihm noch nie gesehen hat. "Die womöglich altersmilde Satire auf family values jedoch entpuppt sich als galliges Moralstück: Mörder, so wird dem Publikum eingehämmert, überschreiten eine Grenze und müssen ihren Weg bis zum bitteren Ende gehen. Auf der Strecke bleiben: die hübsche Exposition, die durchweg sympathischen Nebenfiguren, das Woody Allen sonst eigene federnde Tempo, der ganze Film."

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