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DIE ZWEIGETEILTE FRAU

DIE ZWEIGETEILTE FRAU

Regie Claude Chabrol
Kinostart 10.01.2008

Kritiken • DIE ZWEIGETEILTE FRAU

10. Januar 2008 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding liest den Filmtitel als Metapher. "Seine Lust an der Karikatur weist diesmal gewisse Schleifspuren auf. Den Kontrast zwischen alteingesessener Bourgeoisie und vulgärer Medienwelt hätte er nuancenreicher zeichnen können. Gleichwohl trifft sein satirischer Furor. Diese Zweideutigkeit beschert dem Film eine auf den ersten Blick undurchsichtige Gemengelage der Motive. Er treibt ein listiges Spiel mit Gaukelei und Illusion (das Fernseh- und Literaturmilieu ist mit Bedacht gewählt), bei dem Zauberei eine wichtige Rolle spielt."

10. Januar 2008 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • Die Tageszeitung

Stefan Grissemann hat mit dem Regisseur Claude Chabrol über Arbeitswut, Stereotypen und den Lieblingsfeind Bourgeoisie gesprochen.

10. Januar 2008 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • Der Tagesspiegel

Auf Dauer fühlt sich Kerstin Decker vom Regisseur etwas gelangweilt. "Oder haben wir nur kein Talent mehr, einen Chabrol zu sehen? Denn eins ist klar: Jeder Schriftsteller ist ein Vampir. Und Chabrol war immer ein Komplize der Masken. Er ist nicht stellbar in seinen besten Filmen, auch hier nicht. Und dabei handelt es sich bei der "Zweigeteilten Frau" um einen seiner schwächeren Filme. Er misslingt nicht einmal auf großartige Weise. Aber man wird denkend dabei, also hellwach. Im Januar kann einem kaum etwas Besseres passieren. Und optisch ist er wie so oft bei Chabrol von makellos kühler Eleganz und Perfektion."

10. Januar 2008 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • Der Tagesspiegel

Marcus Rothe interviewt den Regisseur zu Macht, Dekadenz, Puritanismus und dem neuen Prekariat.

09. Januar 2008 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel und Daniel Sander sprechen mit der Hauptdarstellerin Ludivine Sagnier über Macht und Poesie.

28. Dezember 2007 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • critic.de

Eine zynische Gesellschaftsanalyse sah Almut Steinlein. Er lässt "genüsslich zwei gesellschaftliche Milieus miteinander kollidieren, die sich im Alltag wohl eher aus dem Weg gehen: die Diskretion schätzenden alteingesessenen bürgerlichen Eliten und die auf mediale Öffentlichkeit angewiesenen Künstler und Fernsehleute. Beide Gesellschaftskreise seziert er mit gewohnt beißendem Zynismus: hier die Borniertheit und Perversität der Medienwelt, dort die steife Etikette, wo es in jedem Augenblick die Contenance zu wahren gilt. In messerscharfen Analysen, wie beim hohlen Small Talk auf der Benefizgala oder in Charles’ Interview mit einem Literaturkritiker im Fernsehen, führt Chabrol seine Figuren vor."

13. Dezember 2007 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • programmkino.de

Die betagte Vorlage erweist sich laut Volker Mazassek als Handicap für den Film. "Nicht nur, weil die beiden Männer äußerst unsympathisch sind, was – nebenbei - für einem Film fast immer schlecht ist, sondern weil es antiquiert und überholten Männerfantasien gefährlich nah ist. Gabrielle verwandelt sich wenig plausibel von einer selbstbewussten Frau zum devoten Spielball männlicher Gelüste. Doch jemand wie sie hat das heutzutage nicht nötig. Da haben sich die Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Männern und Frauen in den vergangenen hundert Jahren doch zu stark verändert."

04. September 2007 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • Der Spiegel

Eine Sex- und Hörigkeitsgeschichte sah Wolfgang Höbel. "Das alles präsentiert Chabrol ein bisschen routiniert und klischeesatt. O-Ton: "Jaja, im seltsamen Frankreich treiben sie's wirklich so kreuz und quer durch drei Generationen!" Aber dann doch mit schöner Bosheit: Der eitle alte Sack, dem die schöne Gabrielle ihr Herz schenkte, kommt nicht ungeschoren davon."

03. September 2007 | DIE ZWEIGETEILTE FRAU • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala erzählt der Regisseur mit geläufig gefallsüchtiger Distanziertheit von einem Trio der Unsympathen. "Es kommt zum Eifersuchtsdrama, das insofern klirrekalt lässt, als Chabrol sich zwischen Tragödie und Farce nicht entscheiden mag. Keiner der Charaktere rechtfertigt die Gefühle, die sich drehbuchgerecht für ihn entzünden – und so bleibt dem Publikum nur der ebenso schmerz- wie vergnügungsarme Konsum eines Routinewerks."

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