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DIE UNBEKANNTE

DIE UNBEKANNTE

Regie Giuseppe Tornatore
Kinostart 22.05.2008

Kritiken • DIE UNBEKANNTE

22. Mai 2008 | DIE UNBEKANNTE • Kritik • critic.de

Birte Lüdeking ist von der ersten Hälfte des Films angetan: Hier gelingt es "dem Regisseur mit eleganten Kamerafahrten und stimmungsvollen Schattenspielen, ungewöhnlichen Perspektiven und der fast durchgängig präsenten Musik Ennio Morricones, die sich an den Hitchcock-Soundtracks von Bernhard Herrmann orientiert, klassische Suspense aufzubauen. Mittels unglaubwürdiger Plotentwicklungen und einer Auftürmung tragischer Offenbarungen geht diese im Verlauf aber immer mehr verloren und wird durch blutige Abstecher ins Slasher-Genre ersetzt."

22. Mai 2008 | DIE UNBEKANNTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Ambitioniert nennt Martin Schwickert den Film. "Obwohl die Bildmetaphorik und die reißerischen Rückblenden in die traumatisierende Vergangenheit angestrengt wirken, funktioniert DIE UNBEKANNTE als Psychothriller erschreckend effektiv. Das gilt vor allem für die sehr deutlich ausformulierten Szenen sexueller Gewalt. Die Brutalität der sexuellen Versklavung wird in schnell zerschnittenen Sequenzen zwar nicht als voyeuristischer Effekt zur Schau gestellt. Aber gerade in der Mixtur aus hoher Kunst und roher Gewalt entfaltet der Film seine schlafraubende Wirkung."

22. Mai 2008 | DIE UNBEKANNTE • Kritik • Berliner Zeitung

Einen frauenfreundlichen Horrorthriller sah Gerhard Midding. "Die Handlung treibt er mit kolportagehaftem Elan voran, unbekümmert geht seine Regie über manche Ungereimtheit des selbst verfassten Drehbuchs hinweg. Einige Suspense-Momente fädelt er mit Geschick und Originalität ein. Er versucht, das gern als misogyn gescholtene Genre zu nobilitieren, in dem er es in eine Erzählung weiblicher Selbstermächtigung wendet: Das Opfer darf die phallische Waffe gegen ihren Peiniger richten. ... Aber er zeigt, welch weiten Weg der Regisseur von der unschuldigen Schaulust aus CINEMA PARADISO zum entfesselten Voyeurismus in DER ZAUBER DER MALÈNA und DIE UNBEKANNTE zurückgelegt hat: Es scheint ihm unvorstellbar, einen schönen Frauenkörper nicht in das vorteilhafteste Licht zu rücken."

09. Mai 2008 | DIE UNBEKANNTE • Kritik • kino-zeit.de

Vieles hat Joachim Kurz ausgemacht: Thriller und Sozialdrama, David Lynch und Mario Bava. "Natürlich ist Irinas Schicksal dramaturgisch zugespitzt und verdichtet und manches Mal, insbesondere am Schluss, hätte man sich etwas mehr Zurückhaltung seitens des Drehbuchs gewünscht. Trotzdem: DIE UNBEKANNTE ist ein durchaus sehenswerter Thriller mit konkreten gesellschaftlichen Bezügen, der eine ganz neue und ungewohnt düstere Seite des Filmemachers Giuseppe Tornatore offenbart."

08. Mai 2008 | DIE UNBEKANNTE • Kritik • programmkino.de

Äußerst problematisch findet Michael Meyns den Stil des Films. Der Regisseur interessiert sich nicht wirklich für "das Schicksal dieser Frauen. Stattdessen nutzt er es, um der melodramatischen Thriller-Ebene Gehalt zu verschaffen, den Handlungen Irinas eine Dringlichkeit zu geben, die sie ansonsten nicht unbedingt hätten. Sicherlich hatte Tornatore nichts Böses im Sinn, doch solche Themen – zum Ende kommt gar noch der Handel mit Säuglingen dazu – auf diese Weise für eine Genre-Geschichte zu gebrauchen (je nach Sichtweise könnte man auch sagen missbrauchen), ist nie unproblematisch. Zumal Tornatores Qualitäten als Regisseur gewiss nicht in einer subtilen, zurückhaltenden Handschrift liegen."

08. Mai 2008 | DIE UNBEKANNTE • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah einen verwobenen, verschachtelten, raffiniert montierten Thriller. "Durchgehend hält Drehbuchautor und Regisseur Tornatore, der sein Handwerk sichtlich versteht, das Mysterium und die Spannung aufrecht. Realitätsbezogen ist die Geschichte keineswegs, es handelt sich um pures, toll inszeniertes und gefilmtes Kino. Die russische Darstellerin Xenia Rappoport, die den "Krimi" wesentlich trägt, und Michele Placido als Sexualverbrecher spielen eindrucksvoll. Die Musik stammt von keinem Geringeren als Ennio Morricone. Das spricht wohl für sich selbst."

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