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STEALING KLIMT

STEALING KLIMT

Regie Jane Chablani
Kinostart 06.09.2007

Kritiken • STEALING KLIMT

08. September 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • Die Tageszeitung

Spannend wie ein Spielfilm ist STEALING KLIMT für Brigitte Werneburg. "Trotz seiner konventionellen Mittel, den Talking Heads, den alten Fotos und Dokumenten, fühlt sich STEALING KLIMT nicht wie ein Dokumentar-, sondern wie ein abendfüllender Spielfilm an. Das macht die Raffinesse seiner Dramaturgie, die die Chronologie der Ereignisse als eine Abfolge verschiedener Genres inszeniert - inklusive abschließendem, genregerechtem Happy End mit dem plötzlichen Millionenreichtum, den der Kunstmarkt beschert."

07. September 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • Der Freitag

Axel Minge entdeckt das Drama des Films: Es besteht "darin, dass kein Mensch aus dem deutschsprachigen Raum, der den Dokumentarfilm als Kunstform ansieht, auf die Idee gekommen ist, diese Geschichte zu erzählen. So sitzt man vor Grafiken, deren pädagogischer Schlichtheit man zuletzt im Lehrbuch der dritten Klasse ansichtig wurde, und reibt sich die ästhetisch hochnäsigen Augen in Anbetracht der moralischen Schlichtheit, die Politiker deutscher Zunge im Bezug auf die Nazi-Zeit selbst 2006 noch an den Tag zu legen vermögen."

06. September 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • Berliner Zeitung

Einen spannenden, bewegenden Dokumentarfilm sah Sebastian Preuss. "Die (mittlerweile abgelöste) Ministerin sollte sich den Film anschauen, denn darin lehrt uns eine bezaubernde alte Dame, dass sich hinter jeder Kunstrestitution das reale Schicksal ganzer Familien verbirgt, die entrechtet und ausgeraubt wurden."

06. September 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • Der Tagesspiegel

Für eine Restitution ist es nie zu spät, meint Christina Tilmann. "Schon ungewöhnlich, der Aufwand, mit dem dieser solide recherchierte, aber nicht außergewöhnliche Dokumentarfilm nun ins Kino gebracht wird. Andererseits: Das Thema ist, nicht erst seit der Berliner Debatte um die Restitution des Kirchner-Gemäldes "Berliner Straßenszene", das Thema der Zeit. Was den Berlinern ihr Kirchner, ist den Österreichern ihr Klimt. Und mit Ruhm bekleckert haben sich beide nicht in der öffentlichen Debatte um die Restitution."

06. September 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • kino-zeit.de

Im Interview mit Katrin Knauth erzählt die in London lebende Filmemacherin Jane Chablani was sie an dem Thema gereizt hat und wie beeindruckend die Dreharbeiten mit der 90-jährigen Erbin Maria Altmann gewesen sind.

30. August 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • kino-zeit.de

In einer eindrucksvollen Art und Weise setzt sich die Filmemachern mit dem Thema auseinander, lobt Katrin Knauth. "Der Film räumt den Aussagen der Erbin Maria Altmann den meisten Raum ein, aber auch Rechtsanwälte, Kunsthistoriker und Journalisten melden sich zu dem Fall zu Wort. Für die österreichische Seite wollte sich niemand für Interviews zur Verfügung stellen, umso dunkler fällt das Licht auf den Gegner, umso einseitiger ist letztendlich auch die Darstellung des gesamten Rechtstreits und kann daher nur als eine einseitige Annäherung an einen Justizkrimi der Nachkriegszeit gesehen werden. Dennoch bleibt Stealing Klimt solides Dokumentarfilmkino: aufklärerisch, investigativ und informativ."

28. August 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • film-dienst 18/2007

Michael Kohler hätte sich an manchen Stellen "etwas größere Faktensicherheit gewünscht, an anderen eine etwas weniger am Fernsehformat geschulte Inszenierung; insgesamt aber überzeugt STEALING KLIMT als Annäherung an eine juristische Skandalgeschichte, die den Kunstmarkt in Aufruhr versetzte und den österreichischen Gleichmut in Bezug auf die historischen Verfehlungen ins Wanken brachte. Wäre der Hintergrund nicht gar so ernst, könnte man es für eine Nestroysche Komödie halten."

22. August 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • critic.de

Aus der strikten linearen Erzählstruktur zieht der Film durchaus Spannung, lobt Katharina Stumm. "STEALING KLIMT entspricht hierbei einem Dokumentarfilm, der zunächst ganz grundlegend und mit größtmöglicher Transparenz einschneidende Kapitel von Zeitgeschichte aufarbeiten möchte. Chablani bezieht in der Debatte nicht persönlich Stellung, wie es vielleicht ein Michael Moore oder andere, scheinbar investigative Filmemacher tun würden. Und in Anbetracht der doch fragwürdigen Revisionsbemühungen österreichischer Repräsentanten bedarf es einer solchen zusätzlichen Lenkung vielleicht gar nicht."

22. August 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • programmkino.de

Spannend nennt David Siems die Dokumentation. "Zwar kann die Dokumentation nur selten seinen teils mageren TV-Stil verlassen, dennoch dürften auch Kunstlaien Interesse an STEALING KLIMT entwickeln. Der Film ist nicht nur faktentreuer Tatsachenbericht, sondern auch eine feinfühlige Studie über den tatsächlichen Wert von gegenwärtig gehandelten Kunstobjekten. Dabei interessiert vor allem die Frage nach den Besitzansprüchen: Darf ein Staat seine Kunstwerke für mehrere Millionen an private Kunstliebhaber verkaufen? STEALING KLIMT liefert zwar nicht die Antwort, diskutiert dafür angenehm angeregt am Beispiel der "Goldenen Adele"."

22. August 2007 | STEALING KLIMT • Kritik • programmkino.de

Für Thomas Engel ist STEALING KLIMT "ein Musterbeispiel geschichtlicher Darstellung. Er zeigt am Einzelbeispiel ausführlich auf, was vielen an Unrecht geschah. Er weist auch erschütternde Bilder auf. Und er beweist einmal mehr, aus welch unvorstellbaren Verbrechern das Nazi-Pack bestand. Ein Muss für jeden historisch Interessierten."

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