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BEIM ERSTEN MAL

BEIM ERSTEN MAL

Regie Judd Apatow
Kinostart 23.08.2007

Kritiken • BEIM ERSTEN MAL

23. August 2007 | BEIM ERSTEN MAL • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers ist beeindruckend von der Souveränität, mit welcher der Film "in Situationen voller echter und vermeintlicher Peinlichkeiten neben wahrhaftigem Witz sogar unvermutete Poesie entdeckt. Unter die Gürtellinie zu filmen und dabei trotzdem viel Herz zu zeigen, das ist tatsächlich die herausragende Qualität der Komödien von Judd Apatow. ... Denn ungeachtet eines von farbenfrohen Schimpfwörtern nur so strotzenden Umgangstons, absurder Exkurse in digitale Pornografie-Geschäftsmodelle und anatomischen Indiskretionen bei allen Beteiligten, gelingt hier der heikle Spagat zwischen drastischem Gynäkologensketch und glaubhaftem Gefühl."

23. August 2007 | BEIM ERSTEN MAL • Kritik • Berliner Zeitung

Daniela Zinser sah eine tröstliche Anti-Romanze für Realisten. Natürlich fehlen "die platten Witze nicht. Das ist oft geschmacklos, aber auch sehr sympathisch, weil die Szenen frisch und oft wie improvisiert wirken. Dabei wird kräftig die Filmgeschichte, von ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT, STAR WARS bis SPIDERMAN, zitiert und allein die Bandbreite an Witzen über schwarze Vollbärte ist beeindruckend. Lediglich die etwas zu explizite Geburtsszene hätte Apatow sich sparen können."

23. August 2007 | BEIM ERSTEN MAL • Kritik • Die Tageszeitung

Für Wilfried Hippen ist sogar die Geburt komisch. "Auch an der Auswahl der Schauspieler kann man erkennen, dass Apatow hier keinen reinen Genrefilm gemacht hat, in dem die Menschen ja durchweg attraktiver und prägnanter aussehen als in der Realität. Hier wird Katherine Heigl als die schwangere Alison nicht schöner sondern dicker, und Seth Rogen ist als molliger, unrasierter und drahthaariger Ben alles andere als der typische Held einer romantischen Komödie. Apatows Humor ist oft deftig, aber nur ein wirklich guter Komödienmacher kann mit dem Wort Bindehautentzündung solch ein Gelächter auslösen."

23. August 2007 | BEIM ERSTEN MAL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte fühlte sich an die Anfänge des Jugendfilms in den fünfziger Jahren erinnert. "Nur, dass in "Beim ersten Mal" eben nicht wie in den Zeiten des jungen Marlon Brando der Pegel am Ende zu Gunsten der Subversion ausschlägt. Es ist schon verblüffend: Man holt die jungen Leute ab bei AMERCIAN PIE und setzt sie bei IM DUTZEND BILLIGER wieder ab. Nichts gegen das Kinderkriegen, das jede Werbung verdient. Aber es gehört schon eine gute Portion Naivität dazu, an die unfehlbare Lebenstauglichkeit von One-Night-Stands zu glauben. Wenn sich nur alle Sünden im Leben nachträglich so leicht gerade biegen ließen!"

23. August 2007 | BEIM ERSTEN MAL • Kritik • epd-film 09/2007

Laut Katharina Grimnitz hat der Regisseur die Geschichte mit viel Humor versehen. "Von den zotigen Gags der lustigen WG-Zwerge bis zu treffsicheren Alltagsdramoletten zwischen Büro, Ultraschall und Sex mit dickem Bauch gibt es konstant etwas zu lachen. ... Dennoch bleibt zumindest beim weiblichen Zuschauer das nagende Gefühl, dass die hübsche Verpackung ein deprimierendes Nichts verhüllt. Dass zwei nette Menschen, die im Alkoholrausch gevögelt, sich aber sonst nichts zu sagen haben, plötzlich wie zwei Magneten zusammenstreben, ist hier nur als Filmkonvention akzeptabel."

22. August 2007 | BEIM ERSTEN MAL • Kritik • critic.de

Lukas Foerster lobt den Film, weil er gekonnt soziale Zusammenhänge aufzeigt, gleichzeitig mit einfachen Mitteln und großer Präzision. "Der Film bezieht einen Großteil seiner Komik aus den gut geölten Routinen seines Casts, aus den perfekt getimten Wortwechseln zwischen den WG-Bewohnern, die sichtbar großen Spaß an ihren Rollen haben. ... Vor allem geht es darum, keinerlei ironische Brechungen einzuführen und dem Zuschauer dadurch kein Gefühl der Überlegenheit zu erlauben. So belässt er seinen Charakteren auch in deren erbärmlichsten Momenten ihre Würde und erreicht gerade dadurch eine wundervolle Form von Humor, die den Teeniekomödien der AMERCIAN PIE-Schule für immer fremd bleiben muss."

16. August 2007 | BEIM ERSTEN MAL • Kritik • film-dienst 17/2007

Für Kathrin Häger basiert die Komik des Films auf dem Zusammenprall ungleicher Lebensentwürfe. Aber ansonsten kritisiert die Filmjournalistin das Frauenbild des Films: "Dass sich Alison, die noch bei der Familie ihrer Schwester lebt und karriereorientiert auf den Sprung in die Selbstständigkeit hinarbeitet, passiv in die Abhängigkeit von Ben begeben will, mutet nicht nur unwahrscheinlich und desillusionierend, sondern einfach nur vorgestrig an. Alison, für die eine Abtreibung zu keinem Zeitpunkt in Frage kommt und deren einzige Sorge darin besteht, dass ihr Zukünftiger seine Geburtsvorbereitungs-Bücher verschlingt, wird in die fast schon mitleiderregende Rolle der Frau versetzt, die den unreifen Jüngling auf den rechten Pfad der verantwortungsvollen Bürgerlichkeit bringen muss, während sie selbst in allen Belangen zurücksteckt."

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