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FRANZ+POLINA

FRANZ+POLINA

Regie Mikhail Segal
Kinostart 30.08.2007

Kritiken • FRANZ+POLINA

31. August 2007 | FRANZ+POLINA • Kritik • Der Tagesspiegel

Der ganze Film ist eine Geschichte des Aneinandervorbeiredens – bis in die Kinosäle hinein, meint Jens Mühling. Der Regisseur setzt "vor allem auf große Gefühle: Über weite Strecken manövriert er seinen Stoff elegant an der Grenze zum Kitsch entlang, nur manchmal verrutscht ihm die anrührende Romeo-und-Julia-Geschichte zum haltlosen Rührstück."

30. August 2007 | FRANZ+POLINA • Kritik • Die Tageszeitung

Eine bilderstarke Liebesgeschichte sah Dietmar Kammerer. "Es herrscht ein merkwürdiger Kontrast zwischen einer Welt, die von schierer Notwendigkeit regiert wird, und einer narrativen Instanz, die impressionistisch Episoden reiht. Geredet wird kaum. Immer noch kann Franz kein Russisch, Polina kein Wort Deutsch - dass wir hier einer zarten Liebesgeschichte in Kriegszeiten beiwohnen, wird mehr behauptet als ausgeführt. Eher als Hänsel und Gretel denn als Romeo und Julia bewegen sich die Titelfiguren durch zunehmend unwirkliche Wälder und Sümpfe."

29. August 2007 | FRANZ+POLINA • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film hat laut Jan Brachmann jetzt auch bei der Waffen-SS einen ganz lieben Menschen entdeckt. "Indem Schuld und Heldenmut nicht mehr als exklusive Eigenschaften von Volkskollektiven gezeigt werden, macht der Film nicht nur das Gute, sondern auch das Böse universell: Das Verbrecherische am Nationalsozialismus steckt - als Möglichkeit - in allen; es besitzt, qualitativ gesehen, keinerlei Einzigartigkeit. Neben dieser Streitbarkeit besitzt der Film auch eine unstrittige Stärke: den Verzicht auf eine überwältigende Inszenierung des Schreckens."

28. August 2007 | FRANZ+POLINA • Kritik • film-dienst 18/2007

Jens Hinrichsen sah eine filmische Gratwanderung, die nicht durchweg gelungen ist. Als besonderes Dilemma "ins Gewicht: Dem Zuschauer wird mangels biografischer Informationen über den "unbeschriebenen" Franz und aufgrund der Löcher in der Erzählung die Freiheit genommen, die Hauptfigur überhaupt zu bewerten. Insofern, in der Beschränkung auf Flucht und Liebesdrama, weicht der Film einem historischen Diskurs aus. Ähnlich wie Polina hat das Publikum keine Wahl: Diesen Jungen müssen, sollen wir lieben. Liebe macht zwar blind, aber wenn ein Liebesfilm vor derartigem Hintergrund geschichtsblind macht, bleibt ein mulmiges Gefühl zurück."

28. August 2007 | FRANZ+POLINA • Kritik • kino-zeit.de

Katrin Knauth beschreibt zunächst die reichlich trostlosen Zutaten des Films, um dann festzustellen: "FRANZ+POLINA ist ein Drama, das uns nichts erspart und eiskalt im Kinosessel erschaudern lässt. Das Ende ist so bitter und obwohl es sich irgendwie vorhersehen lässt, hofft man bis zum Schluss, dass doch alles anders ausgeht. Aber wir sind hier nicht in Hollywood und das ist vielleicht auch gut so, schmerzhaft ist es schon. ... FRANZ+POLINA ist keine leicht verdauliche Kost, bewegt aber mit seiner eindringlichen Geschichte, seiner einfühlsamen Musik und seinen großartigen Darstellern."

15. August 2007 | FRANZ+POLINA • Kritik • critic.de

Marguerite Seidel ist beeindruckt von dem Debütfilm. "Wenngleich häufig vorhersehbar und wenig subtil inszeniert, gelingt es insbesondere den beiden Hauptdarstellern, der Unfassbarkeit des Krieges ein Gesicht zu geben. Sowohl Adrian Topol als auch Swetlana Iwanowa schaffen es verstörend gut, den Wandel von anfänglicher Unschuld und naiver Verliebtheit zu Verzweiflung, Todesangst und einer tiefen Liebe wiederzugeben. In ihren Gesichtern, aber auch in denen anderer, steht die heikle seelische und körperliche Verfassung der Zivilbevölkerung geschrieben. Wie Stolpersteine im Bilderfluss spiegeln wiederkehrende frontale Großaufnahmen verschiedene mentale Zustände der Filmfiguren wider – vom unbekümmerten Spiel am Flussstrand bis zum Mord aus Rache."

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