| Regie | Brett Ratner |
| Kinostart | 16.08.2007 |
Detective Carter und Inspector Lee mischen die unfreiwilligen Partner die französische Hauptstadt auf, um einer brisanten Verschwörung der Triaden auf die Spur zu kommen. Die Killer dieses Verbrechersyndikats schießen den Botschafter Han nieder, bevor der vor dem internationalen Strafgerichtshof den obersten Triaden-Boss identifizieren kann. Inspector Lee war persönlich für den Schutz des Botschafters verantwortlich - jetzt will er persönlich abrechnen....
Johannes Wächter porträtiert Jackie Chan, den Meister der lustvollen Selbstbeschädigung, der seit einem Sturz einen Plastikstöpsel im Kopf hat.
Philipp Bühler muss "festhalten, dass zumindest Chan Ermüdungserscheinungen zeigt. Selbst das Augenrollen wirkt mittlerweile etwas matt, die Bewegungen sind nicht mehr so geschmeidig wie sonst. Auch Gene Kelly wurde irgendwann alt. Tucker darf Beyoncé Knowles sowie Michael Jackson imitieren, und macht das so gut, dass es für die Rente reichen dürfte. Bemerkenswert ist das Mitwirken einiger Gaststars. Nicht zuletzt sind hier ja internationale Beziehungen ein substanzielles Thema."
Unterdurchschnittlich nennt Carsten Tritt den Film. "Die Actionszenen sowie die Martial-Arts-Sequenzen wiederholen lustlos und uninspiriert bekannte Nummern, und das ganze wirkt eher wie eine Straight-to-DVD-Produktion als wie ein Major Picture – gut, der Film hat die ein oder andere teuer aussehende Kulisse, die aber trotzdem uninspiriert ist und auch nicht den Verbleib der 120 Millionen Dollar erklären kann, die der Film angeblich gekostet haben soll. RUSH HOUR 3 ist also ein uninteressanter Film, den man sich keinesfalls ansehen sollte."
Der Film ist für Ronald Bluhm nicht gerade im Eiltempo. "Immerhin versteht es Regie-Routinier Brett Ratner die Action-Sequenzen einigermaßen spektakulär zu servieren. Beim Rest bleibt der "Rush" weit gehend aus."
Vielleicht liegt das daran, dass Regisseur Brett Ratner, der alle drei Filme inszenierte, keine rechte Lust mehr hatte, spekuliert Rochus Wolff. "Schon die Exposition wirkt derart lustlos zusammengestaucht, als habe man nur möglichst schnell einen Grund zusammenerzählen wollen, Carter und Lee nach Frankreich zu verfrachten. All das spielt deshalb für den Film auch keine wirkliche Rolle ... Über die ganzen 91 Minuten kommt nicht ein Hauch von Spannung auf, die Handlung entwickelt sich mindestens überraschungsfrei, meist sogar vorhersehbar, die Nebenfiguren sind dem Drehbuch gleichgültig."
Wenig einfallsreich werden die Vorgängerfilme variiert, meint Rolf-Ruediger Hamacher. Das Filmteam verlässt sich ganz "auf die akrobatischen Kampfeinlagen Jackie Chans und seiner Stunt-Crew verlässt. Der Star hat immerhin erkannt, dass seiner Akrobatik engere Grenzen gesetzt sind, und vermeidet es, seine Figur der Lächerlichkeit preiszugeben. Was man von Chris Tucker nicht behaupten kann: Von Rattner an der langen Leine gehalten, nervt er mit seinem Dauergequassel mehr, als er amüsiert. Zumal sich ständig, von voyeuristischen Kameraperspektiven unterstützte sexistische "Gags" in die Handlung einschleichen. Diese schwankt unentschieden zwischen Komödie, Drama, Action und Martial Arts, entwickelt die Nebenfiguren nur schwach und manche dramaturgische Wendung unglaubwürdig."