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DAS BOURNE ULTIMATUM

DAS BOURNE ULTIMATUM

Regie Paul Greengrass
Kinostart 06.09.2007

Kritiken • DAS BOURNE ULTIMATUM

06. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Berliner Zeitung

Mit Patrick Heidmann spricht Matt Damon über Fortsetzungsfilme, Kühlschränke und die Vergänglichkeit.

06. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Resch hat der Film Spaß gemacht. Als erstes ist dem Kritiker aufgefallen, "dass es keine Dramaturgie im klassischen Sinne gibt. Von der ersten bis zur letzten Minute ist Bourne auf der Flucht vor der CIA. Er wird gejagt und observiert, ohne dass je auch nur für einen Moment innegehalten würde. Bald überträgt sich das Gefühl, permanent mit einer unerwarteten Attacke rechnen zu müssen, auf den Zuschauer, der von ruckartigen Zooms, schnellen Schnitten, verwackelten Handkamera-Aufnahmen und einem nervös pulsierenden Soundtrack daran gehindert wird, sich auch nur für eine Sekunde entspannt in seinem Sitz zurückzulehnen."

06. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Blüten der gegenwärtigen Terror-Hysterie schmücken die Gärten des neuen Agentenkinos, stellt Daniel Kothenschulte fest. "Die Filme der Bourne-Serie unterscheiden sich von gewöhnlichen Agententhrillern durch die verschobene Gewichtung zwischen erklärendem Dialog und zerstreuenden Verfolgungsszenen. Wer schon früher - wie der Kritiker - Schwierigkeiten hatte, den in Agentenfilmen aufgebotenen Erklärungen zu folgen, wird sich freuen, dass sie nun keine Rolle mehr spielen. Dieser Film ist, mehr noch als seine Vorgänger, ein reiner Augenschmaus. ... Die Selbstzerfleischung, mit der dieser Tragödienstoff verhandelt wird, motiviert wiederum die Tollkühnheit der Actionszenen. Denn zum Grübeln lässt der von Paul Greengrass rasant inszenierte Film seinem flüchtigen Helden herzlich wenig Zeit."

06. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Junge Welt

Rein technisch gesehen ist der Film für Peer Schmitt brillant. "Es gibt kaum mehr Totalen, die eine grobe räumliche oder 'kulturelle' Orientierung ermöglichen. In dem Film geht es gerade um deren Auflösung. Gezeigt wird eine paranoide Enge, sozusagen die Vorstellungswelt eines Typen mit schizoiden Schüben, heftigen Gedächtnislücken und heimlichen sexuellen Obsessionen. ... Im DAS BOURNE ULTIMATUM wird diese Spannung durch enorme Schnittgeschwindigkeit abstrakt. Gleichgültig, ob ein Zweikampf oder eine klassische Auto-Moped-Verfolgungsjagd, die Sequenzen bestehen aus schnellen, mehr nach rhythmischen als logischen Gesichtspunkten aneinandergeschnittenen nahen und halbnahen Aufnahmen. Dies ergibt den Effekt eines seltsamen Psycho-Taumels, den man so in Agentenfilmen noch nicht oft gesehen hat."

06. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Jungle World

Schneller, lauter, tödlicher geht es laut Jürgen Kiontke zu. "DAS BOURNE ULTIMATUM wirkt wie ein Action-Spiel für den PC, der Held hangelt sich von Level zu Level, um zu killen, killen, killen. Die filmische Arbeit orientiert sich an der digitalen Massenfotografie, den neuen Sehgewohnheiten. Wir erblicken eine Mischung aus Videomaterial der zahlreichen Überwachungskameras und jeder Menge Happy-Slapping-Bildern, wie sie brutalisierte Jugendliche mit Handys aufnehmen. Ein Zusammenhang der Szenen ist nur noch scheinbar vorhanden, die Kamera ist ins Geschehen hineingesteckt worden. Wir sollen ganz dicht dran sein, Schläge, Bisse, Tritte, Würgegriffe spüren, es erfolgt der direkte physische Zugriff auf den Zuschauer."

05. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Berliner Zeitung

Höher, schneller und weiter geht es hier laut Julia Teichmann zu. "Pure Geschwindigkeit ist DAS BOURNE ULTIMATUM, Kino der Attraktionen; wie in SPEED kann man sich der Eingebung nicht erwehren, man müsse sich im Kinosessel anschnallen, müsse mit auf die Bremse treten, ausweichen, Gas geben. Dem Ex-Agenten Bourne bleibt ... nichts anderes übrig als ohne jegliches Herrschaftswissen, ja ohne Selbstgewissheit auszukommen - auf Folter und Echtzeit kann da getrost auch gleich verzichtet werden. Das permanente Informationsdefizit des Helden genügt als Spannungsbeschleuniger vollkommen. Die Filmmusik ist orchestriertes Herzrasen."

05. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Sebastian Handke gehören die Action-Sequenzen zum Besten, was er je in einem Actionfilm gesehen hat. "Greengrass' eigentliches Geheimnis aber ist der Rhythmus: Er montiert die zahllosen Bildfetzen zu einem unruhig vorwärts drängenden Strom, der die Protagonisten vor sich hertreibt, und folgt dabei nicht der üblichen Dramaturgie von Spannungsauf- und -abbau, sondern setzt zu Anfang einen Puls, dem das BOURNE ULTIMATUM von da an unterliegt – ein Film, der fast nur noch Bewegung ist und das pure Kondensat seines eigenen Genres."

04. September 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Der Spiegel

Die Story überzeugt Andreas Borcholte nicht - dafür treibt Matt Damon das neue Actionkino zur Vollendung. "Während das Mainstream-Action-Kino zurzeit vorrangig auslotet, was die Computer-Technik an nie gesehen Bildern auf die Leinwand bannen kann, steht die nun vorerst vollständige Bourne-Reihe für einen bescheidenen Gegentrend der handgefertigten Action, die dem Genre der Verfolgungsjagden, Schießereien und Faustkämpfe seine Körperlichkeit zurückgeben will. ... Dabei wird kinetische Energie frei, die Greengrass in DAS BOURNE ULTIMATUM auf virtuose Weise sichtbar macht: Wie der rastlose Held steht die Kamera nur selten still, vibriert der ganze Film, wenn sich jedes Bild scheinbar mit dem gehetzten Atemzügen eines Charakters hebt und senkt."

22. August 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • critic.de

Erstaunliches hat der Film für Sascha Keilholz zu bieten. In DAS BOURNE ULTIMATUM verzichtet der Regisseur fast "vollständig auf klassischen Bildaufbau. Die Handkamera scheint im ständigen Fluss, sucht sich häufig noch während der Einstellung ihren Fokus. Das bedeutet, bis zu einer sich irgendwann einstellenden Gewöhnung, eine besondere Anstrengung für den Zuschauer. Und dennoch geht Greengrass’ Konzept des reinen Bewegungskinos auf. Zwar steht neben dem genannten politischen auch das persönliche Dilemma des Protagonisten im Zentrum des Films, viele Worte werden darauf jedoch nicht verwendet – und der Plot nur noch als Gerüst fühlbar."

22. August 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz porträtiert Matt Damon, der gerade für seinen neuen Film DAS BOURNE ULTIMATUM in Berlin wirbt: Kaum einer spielt den einsamen Wolf im Großstadtdschungel so fesselnd wie er.

14. August 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel lobt den Regisseur, der seinem unverwechselbaren, hektisch-impulsiven Stil treu bleibt. "Nahezu vollständig mit der Handkamera gefilmt, mit schnellen Schnitten und einem harten, militaristischen Score unterlegt, gibt es für den Zuschauer nur selten einen Moment der Ruhe. So atemlos wie Jason Bourne rennt, springt, und sich mit seinen Kontrahenten spektakuläre Verfolgungsjagden liefert, so rastlos und vital gibt sich der gesamte Film. Die Action setzt auf das Duell Mann gegen Mann, auf den erbarmungslos ausgetragenen Infight, in den auch die Kamera zuweilen verwickelt wird. Bewusst verzichtet Greengrass hierbei auf CGI-generierte Explosionen und pyrotechnischen Ballast. Vielmehr zieht sich der realistische Anstrich bis in die Choreographie der einzelnen Action-Sequenzen."

27. Juli 2007 | DAS BOURNE ULTIMATUM • Kritik • film-dienst 18/2007

Wirklich Neues hat Teil 3 der Bourne-Saga für Michael Kohler nicht zu bieten. "Aus einer fernen Zukunft scheint auch dieser unheimlich präzise funktionierende Agent zu kommen, der alles sieht, alles weiß und alles kann – und dessen Perfektionismus ein ums andere Mal gefeiert wird. Das ist meist atemberaubend; Actionkino in avantgardistischer Form, dennoch sehnt man sich am Ende nach der beschaulichen Kunstfertigkeit des ersten, von Doug Liman inszenierten Teils zurück (DIE BOURNE IDENTITÄT). Etwas mehr menschlicher Makel hätte auch dem Abschluss der Trilogie gut getan."

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