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ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN

ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN

Regie Claude Berri
Kinostart 16.08.2007

Kritiken • ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN

18. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • Die Tageszeitung

Ein dichtes Boulevardstück und eine opulente Zeitgeistkomödie sah Claudia Lenssen. "Der rote Faden ist eine sanfte Utopie, nach der man die eigene dysfunktionale Familie hinter sich zu lassen vermag, wenn man aus einer zusammengewürfelten Mini-WG, einer Notgemeinschaft mit kantigen Typen, am Ende Freundschaft, Zuneigung und Anteilnahme entwickelt und - was sonst? - dabei die große Liebe findet."

16. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • Berliner Zeitung

Charmant nennt Carmen Böker das Großstadtmärchen. Der Regisseur "schweift allzu affirmativ durch die pittoresk verwitternden Kulissen des Großbürgertums und erspart uns vorsichtshalber allzu naturalistische Details des Zusammenlebens - zumal mit einer schon recht gebrechlichen alten Dame. Wie bei AMÉLIE werden Lücken und Tücken gewissermaßen als Lockstoff kultiviert; wer genug der in la douce France immer gern gesehenen charakterlichen Eigenheiten an den Tag legt, findet zuletzt sein erlösendes Gegengift. Wer jetzt noch allein ist, der muss sich allerdings weiter schwere Sorgen machen."

16. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Putzig ist der Film für Jan Schulz-Ojala. Der Film "ist, durchperlt von artig aufgelösten Klavier-Akkorden, von Anfang bis Ende zuckersüß geraten – was vor allem den Verehrern von Audrey Tautou gefallen dürfte. Ihre Camille ist ein so herzensgut verlorenes, zudem mit einer Rabenmutter geschlagenes Geschöpf, dass nur garstige Harmonieverächter ihr das bisschen Glück verübeln, das sie sich mit sanften Blicken aus wunderdunklen Augen erkämpft. Darauf eine Tarte aux myrtilles – aber bitte mit Sahne!"

16. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • Neues Deutschland

Die bittersüße Geschichte über eine Reihe halb verkrachter Existenzen hat Caroline M. Buck überzeugt. "Viel passiert nicht in diesem Film, und doch produziert er Wohlfühlkino der angenehm beiläufigen Art. Vielleicht ist es tatsächlich der Depression des Regisseurs zu verdanken, wie Berri selbst gemutmaßt hat, dass sein Film ein Happy End hinkriegt, das jede falsche Sentimentalität vermeidet, und eine lebensfrohe Botschaft vermittelt, ohne die Realität allzu sehr zu beschönigen. Kein Leben währt ewig, keine Verbesserung ist notwendig von Dauer."

16. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • artechock.de

Routiniert ist die Inszenierung des Films, lobt Rüdiger Suchsland. "Es ist leicht, aber auch oberflächlich, diesem Film Kitsch und Klischees vorzuwerfen, oder darin Genremalerei und fehlende Innovation zu bemängeln. Das stimmt zum Teil, verfehlt aber völlig den Punkt. Man braucht schon etwas mehr Aufmerksamkeit, um zu entdecken, dass der Film eine - eben schon "typisch französische" - Form des selbstverständlichen Einverständnisses und der Toleranz zelebriert. ... Die Form, in der dies filmisch präsentiert wird, entfaltet eine Menge Charme. Flott und witzig bietet der Film wunderschönes, cleveres Unterhaltungskino."

16. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • Der Schnitt

Leider ist es Drehbuchautor und Regisseur Claude Berri nicht gelungen, die erfolgversprechenden Zutaten zu einem einheitlichen Teig zusammenzurühren, kritisiert Arezou Khoschnam. "Der Zuschauer spürt, daß den Romanfiguren Persönlichkeiten zugrundeliegen, die der Film nicht auf die Leinwand zu transponieren vermag. Die Charaktere werden dem Zuschauer nicht nähergebracht, die Filmfiguren bleiben schablonenhaft. Dem Film gelingt es nicht, das Gefühlsleben der Romanfiguren zu visualisieren, weshalb der Zuschauer das Verhalten der Filmfiguren nicht immer nachvollziehen kann. Die vorhersehbare Geschichte bewegt sich bis zum klischeelastigen Happy Ending an der Oberfläche."

15. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • Der Spiegel

Das Märchen tut niemandem weh und ist trotzdem hübsch anzusehen, meint Birgit Glombitza. "Dabei knüpft der Film ganz bewusst an all die anderen Liebeskomödien des klassischen französischen Kinos an: An das Kino des langgezogenen Schmollens, der wippenden Blümchenkleider und den zwischen weißen Schleiflackmöbeln irrlichternden Sehnsüchten. Ein mal flirrend schönes, mal bloß hübsches Kino, das niemandem wehtut und die Ernsthaftigkeit der restlichen Welt nur entdeckt, um keine verblassende Phantasie aus Sommerkichern und Bötchenfahrten zu bleiben."

13. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • film.dienst 17/2007

Michael Kohler ist dankbar dafür, wenn Claude Berri unter allen denkbaren französischen Klischees mal eines auslässt. ""Ein modernes und turbulentes, mit zärtlichem Humor erzähltes Großstadtmärchen", nennt es der Verleih, wogegen nichts einzuwenden ist, weil seine Werbeprosa die Belanglosigkeit dieser rührseligen Liebeserklärung an das Leben in die passenden Worte fasst. Claude Berri ist wiederum schon so lange im Geschäft, dass man gar nicht mehr weiß, wann er zum Experten für derlei Stoffe wurde. Sein Film zeigt ihn jedenfalls auf der Höhe seiner süßlichen Kunst und dürfte die einen so sehr begeistern wie er die anderen erschaudern lässt."

09. August 2007 | ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN • Kritik • critic.de

Einen Wohlfühl-Film sah Thorsten Funke, der zwar dank der Schauspieler "eine überzeugende Grundstimmung hervorrufen kann, in der die Details aber vernachlässigt werden. Alles geschieht auf wundersame Art und Weise immer zum rechten Zeitpunkt, und Konflikte lösen sich auf, noch bevor sie richtig entstanden sind. Die Zuneigung zu liebevoll gezeichneten Verlierertypen, zu den unterschiedlichsten, von der Norm abweichenden Lebensentwürfen ist so sympathisch wie belanglos. Und so schnell, wie man sich geborgen fühlt in der Gesellschaft seiner Figuren, so schnell hat man den Film, dem sie entstammen, wieder vergessen."

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