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SCHWARZE SCHAFE

SCHWARZE SCHAFE

Regie Oliver Rihs
Kinostart 02.08.2007

Kritiken • SCHWARZE SCHAFE

31. August 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • Der Spiegel

Superlocker und superlustig findet Bert Rebhandl die Berlin-Groteske, aber der Film strengt sich dabei mächtig an, in jeder Sekunde richtig schräg rüberzukommen - und wirkt dabei so verkrampft wie der grassierende Hauptstadt-Hype. "Die meisten Geschichten wirken recht ausgedacht und sind immer sehr schnell auf die Skandalpointe hin inszeniert. Nur gelegentlich, zum Beispiel in den verblasenen Dialogen zwischen Robert Stadlober und Tom Schilling, kommt eine ziellose Stimmung auf, sodass auch der Film selbst etwas von dieser Entspanntheit gewinnt, die er seinen Figuren ständig ein wenig verkrampft unterstellt."

23. August 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • progammkino.de

Laut Eric Horst feiert der Film den schlechten Geschmack. "Der Spaß an der Grenzüberschreitung ist allen Beteiligten anzumerken und überträgt sich in den besten Momenten auch auf den Zuschauer. Darüber hinaus schafft es der Film, trotz manchmal aufgesetzt wirkender Anarchoattitüde, die Außenseiterfiguren sympathisch wirken zu lassen und wirft einen Blick auf die Schattenseiten Berliner Lebens, der nicht durch die rosarote Brille abgemildert wird, sondern von der Faszination am Abgrund in all seiner Drastik gespeist ist."

09. August 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • critic.de

Thorsten Funke nennt die Pluspunkte des Films: "Ohne Fördergelder gedreht, auch ohne Gagen, dafür mit viel Enthusiasmus. ... SCHWARZE SCHAFE ist stilistisch und inhaltlich angelehnt an die Slacker-Filme der neunziger Jahre, aber ohne die pointierten Dialoge des frühen Kevin Smith (CLERKS, 1994), dafür mit mehr optischen Spielereien und temporeichem Schnitt, der den ansonsten auseinander fallenden einzelnen Teilen so etwas wie ein Korsett gibt. Dass der Film letzten Endes nicht funktioniert, liegt vor allem an den klischeehaften Figuren, deren Schrägheit sehr entworfen wirkt."

06. August 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • Die Tageszeitung

Echt bescheuert findet Kirsten Riesselmann den Film. Er hechtet von einem postpubertären Schwank zur nächsten Schenkelklopferpointe. "Erst denkt man noch: Jajaja, so etwas blöd Überzogenes kann ein Film über Berlin wirklich mal gebrauchen. Nicht immer nur ernste Kunst-vor-Fernsehturm-Kulisse, sondern mal Brutalhumor nach Jungsart.... Aber die Anlässe zum Schmunzeln werden schnell immer vulgärer und billiger. ... Trotz seiner eigentlich vielversprechenden Besetzungsliste mit vielen deutschen Stars: SCHWARZE SCHAFE ist ein unerträgliches Dauerfeuer an Fäkalhumor, das vielleicht einigen männlichen Spätzündern in der Provinz Spaß bereitet. Mehr nicht."

02. August 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • Berliner Zeitung

Gnadenlos ungezogen nennt Alexandra Seitz die Berlin-Komödie. "SCHWARZE SCHAFE ist nichts für Feingeister, aber ein Fest für Freunde des grenzwertigen Witzes. Kurzum, SCHWARZE SCHAFE ist der genau richtige und angemessene Berlin-Film. Eine Versammlung scharf beobachteter Berlin-Klischees, die zugleich reflektiert, gebrochen und bestätigt werden. Ein anarchisch drauflos fabulierter Episoden-Film, in dem die Fäuste fliegen, die Körpersäfte fließen und dem nichts Menschliches fremd ist."

02. August 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • schnitt.de

Oliver Baumgarten hat sich mehr erhofft. "Das ist fraglos provokant, auch ein bißchen frech und für viele sicher Grund genug, sich drüber aufzuregen. Für einen gelungenen Film aber reicht das beileibe nicht. Die hier ausgestellten bunten "Vertreter aus Gottes großem Zoo", wie Hubert Fichte seine schrägen Vögel in "Die Palette" genannt hat, können begafft werden, aber sagen können sie einem nichts. Sie stehen da in ihrem kadrierten Käfig der Leinwand, ohne Hinweis darauf, wo sie herkommen, was sie wollen, wer sie eigentlich sind. Ihre Verkleidungen und ihre Sprache sollen zwar auf ihre soziale Herkunft verweisen, doch all das, das gesamte Milieu, wird nur behauptet, gelebt wird es nicht."

01. August 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala lobt den ultimativ wilde Berlinfilm. "So gerät der Film, den Oliver Rihs und sein Mitproduzent, Mitautor und Kameramann Oliver Kolb als Liebeserklärung an diese Stadt verstanden wissen wollen, zwischen Marriott und Müggelsee zur imponierend dahinschlingernden Berlin-Ballade, mal brüllkomisch, mal saudoof. Gedreht wurde ohne Gagen und sehr absichtsvoll ohne jedes Fördergeld und mit DV-Handkamera, und das ist SCHWARZE SCHAFE in jeder Einstellung anzusehen. Kompromisse wurden nicht gemacht, alles dient dem sardonischen Vergnügen, den unverwechselbaren Berliner Lebensschmodder radikal nach außen zu kehren."

31. Juli 2007 | SCHWARZE SCHAFE • Kritik • film-dienst 16/2007

Jens Hinrichsen hat sich nicht von allen Episoden überzeugen lassen. Einige "kranken streckenweise an inhaltlicher Schlaffheit; mal mangelt es ihnen an Glaubwürdigkeit, mal an Notwendigkeit ... Die für Berlin typische Schnoddrigkeit verdankt sich wahrscheinlich der Tatsache, dass die meisten Darsteller wirklich vor Ort leben und einige davon aus Frank Castorfs Ensemble der Volksbühne stammen. Auch gefällt an dem in Schwarzweiß mit wenigen Farb-Akzenten gedrehten Film (sehr gute Hand-Kameraarbeit von Olivier Kolb), dass hier ein ausgewogenes Bild des urbanen Raums zwischen hektischer Großstadtkakophonie und Momenten meditativer Stille entworfen wird."

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