DER DATE PROFI

film-zeit Film: DER DATE PROFI
Regie Todd Phillips
Kinostart 02.08.2007

Inhalt • DER DATE PROFI

Das Leben von Verkehrspolizist Roger ist ziemlich frustrierend: Bei seinen Kollegen erntet er nur Häme, und sein Schwarm Amanda zeigt ihm die kalte Schulter. Von einem Kumpel nimmt er den Rat an und geht in einen Spezialkurs von "Dr. P". Mit dessen Hilfe will er ein echter Macho, ganzer Kerl, cooler Typ werden, um Amanda zu erobern und seinen Kollegen zu zeigen, wo der Hammer hängt. Tatsächlich kann Roger bald Erfolge vorweisen, bis er bemerkt, dass sein Lehrer mit seinen Lehrmethoden selbst ein Auge auf Amanda wirft. Schon bald entbrennt ein Kampf zwischen Schüler und Lehrer ...

Kritiken • DER DATE PROFI

03. August 2007 | Kritik • Der Tagesspiegel

Was als Satire über Ratgeberwahn, Männlichkeitsfantasien und Selbstfindungsseminare beginnt, verläuft sich bald in äußerst flachhumorigen Gefilden, kritisiert Martin Schwickert. "Dass die lausige Männerkomödie beim Kinostart in den USA nicht einmal ihre Produktionskosten einspielen konnte, überrascht nicht wirklich. Jon Heder stapft mit einem wenig abwechslungsreichen, grenzdebilen Gesichtsausdruck durch den Film. Ihn 108 Kinominuten als Hauptdarsteller ertragen zu müssen, ist eine Zumutung, für die auch die Auftritte von Billy Bob Thornton als zynischer Lehrkörper nicht angemessen entschädigen können."

03. August 2007 | Kritik • critic.de

Rochus Wolff sagt es unumwunden: Das Drehbuch gibt nichts her und die Inszenierung ist allzu konventionell. "Aber womöglich ist der Film dann doch noch subversiver angelegt und betreibt gezielt die Destruktion der Männlichkeitsvorstellungen, die er nur vermeintlich im Rahmen einer Komödie darbietet: Dann wäre das ganze Theater, bei dem am Ende all die Lügner und Betrüger, selbstbewusst oder verklemmt, herzlich abstoßend wirken, eine gut getarnte, zynische Bestandsaufnahme des modernen Mannes in der Krise. Der Löwe, vor dem sich P. und Roger ganz zuletzt noch einmal treffen, ist schließlich ausgestopft und steht im Museum."

02. August 2007 | Kritik • Die Welt

Marion Meier ist durchaus überrascht von der Humoratmosphäre, die dem Regisseur gelingt. "Philips' Neuverfilmung schafft es, mit zeitgemäßen, ironischen Humor und überraschenden Wendungen die Spannung bis zum Schluss zu halten. Deshalb kann sich der Film – nicht nur wegen der kleinen Rolle von Ben Stiller - sehen lassen."

02. August 2007 | Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling empfiehlt den Film "für Freunde des derben, eher naheliegenden Witzes. Wenn Roger und Dr. P ein Tennisdoppel bilden und Roger dem Nebenbuhler ständig den Ball an den Kopf semmelt, dann schämt man sich beim Lachen schon ein bisschen. Viel mehr Gelegenheit zum Lachen bietet Phillips bedächtige Inszenierung indes nicht; man sollte also dankbar sein für das, was kommt. Die Besetzung der Hauptrollen immerhin könnte nicht besser sein. Billy Bob Thornton lässt als Dr. P Gauner, Macho und Charmeur bestechend ineinander fließen. Jon Heder spielt Rogers Verklemmungen schon in der Körperhaltung so drastisch aus, dass man sich verspannt aus dem Kinosessel erhebt."

02. August 2007 | Kritik • Die Tageszeitung

DER DATE PROFI von Regisseur Todd Phillips predigt, was er selbst nicht einhält: sich was zuzutrauen, kritisiert Dietmar Kammerer. "Eine Prise Brachialhumor, ein Quentchen Situationskomik, den einen oder anderen flauen Kalauer dazwischengestreut, ergibt keine Satire mit Biss, sondern eine unausgegorene Abfolge vergebener Chancen. Mal geht der Film nicht weit genug, dann geht er wieder zu weit und ist sich nicht zu blöde, rassistische und homophobe Zoten zu reißen."

31. Juli 2007 | Kritik • film-dienst 16/2007

Felicitas Kleiner hat sich besonders von den Schauspielern überzeugen lassen. "Zwar gerät der Balance-Akt entlang der Peinlichkeitsgrenze der Gender-Spiele das ein oder andere Mal aus dem Tritt und rutscht unter die Gürtellinie ab; doch das Drehbuch und die Schauspieler machen dies wett durch eine gut aufgebaute, stimmige Entwicklung der Figuren ... Der Kinoeintritt lohnt sich schon wegen der Performance von Billy Bob Thornton, der sich nach BAD SANTA einmal mehr als großer Zyniker gibt, bei dem indes sowohl Roger als auch die Kinozuschauer nie genau wissen, was sich hinter der Fassade des Super-Macho verbirgt und ob nun die harte Schale oder der weiche Kern die wahre Maskerade ist."

Aktueller Stand der Datenbank:
15604 Filme,
15341 Bücher & Artikel,
801 Biographien,
52 Themen & Listen
all: 0.26738