Der Regisseur hat für Marli Feldvoss ein Schäferstück aus dem frühen 17. Jahrhundert in eine überzeugende moderne Liebesgeschichte verwandelt. "Rohmer benötigt keine fremden Zitate, sondern kann an die eigene erprobte Werktreue seiner früheren Literaturverfilmungen anknüpfen, um den Charme und die subtile Erotik einer längst vergangenen Zeit auf die Leinwand zu bannen."
Für Anke Westpahl gefällt sich der Film "als frühbarockes Schäferspiel nach einer literarischen Vorlage von Honoré d'Urfé; überaus licht erzählt er von Liebesglück- und leid junger Menschen, die sich, in zarte Gewänder gekleidet, zum Blöken der Lämmer in der Natur ergehen. Keinem Anliegen als der Schönheit verpflichtet, nur sich selbst genügend hat uns hier ein Altmeister zugewunken, als sei dies nicht mehr seine Welt."
Für Wolfgang Höbel ist der Film "absurdes Literaturverfilmungs-Theater in flatternden Kostümen und eine leider gruselig peinliche Beschwörung bukolischer Freuden und busenknospender Unschuld."
Jan Schulz-Ojala ist begeistert: "Wie entspannt lichtjahrfern muss unseren Kino-Moden fühlen, wer so getreulich wie möglich einen Schäferroman des Frühbarockdichters Honoré d’Urfé inszeniert, mit in freier Natur dargebotenen Gesängen, einigem Sprachpathos und einer schönen Jungspielschar in wallend durchscheinenden Gewändern? Und doch: DIE LIEBE VON ASTRÉE UND CÉLADON, angesiedelt im Gallien des 5. Jahrhunderts, erzählt so sanft, sinnlich und anrührend von Liebesprüfung und glücklichem Ende, dass die Verzauberbaren bald restlos begeistert waren."