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1 MORD FÜR 2

1 MORD FÜR 2

Regie Kenneth Branagh
Kinostart 20.12.2007

Kritiken • 1 MORD FÜR 2

20. Dezember 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Gerhard Midding ist die Auffassung des Regisseurs "ganz der des Theatercoups verpflichtet. Er arbeitet mit einer Strategie der Verzögerung, des Aufschubs, zeigt seine Stars zunächst nur im Anschnitt. Ihre Leinwandpräsenz ist ein Rätsel, bevor sie Immanenz werden darf. Die erste Großaufnahme eines Gesichts spart er sich klug für den entscheidenden Moment auf. Gern würde er das Kammerspiel zu einer Momentaufnahme der britischen Gesellschaft adeln, die besessen ist von der Geheimniskrämerei und zugleich über ein einzigartiges Überwachungssystem verfügt."

20. Dezember 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Berliner Zeitung

Der zweifache Oscarpreisträger Sir Michael Caine spricht mit Mariam Schaghaghi über 1 MORD FÜR 2.

20. Dezember 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Der Tagesspiegel

Gelungen nennt Julian Hanich das Kammerspiel. "Branagh hat die manchmal schwerfälligen 138 Minuten des Originals auf griffige 86 Minuten heruntergekürzt. Zwar mögen dabei Mankiewicz’ wunderbar groteske Untertöne verloren gehen, der Film gewinnt aber deutlich an Tempo und Spannung. Außerdem wird in der Drehbuchüberarbeitung von Literatur-Nobelpreisträger Harold Pinter der Klassengegensatz zwischen Tykes snobistischer Upperclass und dem Aufsteigertum des Zuwanderersohns Milo Tindle entkräftet. Dafür bekommt der homo ludens hier homoerotische Züge, denn das garst’ge Spiel der beiden Männer wirkt nicht selten wie ein lüsternes Vorspiel."

18. Dezember 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Die Tageszeitung

Stefan Grissemann verrät Michael Caine einiges über Schauspielregeln, divenhafte Restaurantköche und ein Geständnis von Jim Carrey.

14. Dezember 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • kino-zeit.de

Ein Aufmarsch der Titanen hat Joachim Kurz wahrgenommen. "Kenneth Branagh hinter der Kamera und Michael Caine sowie Jude Law als streitsüchtige Kontrahenten davor, dazu die Vorlage aus der Feder des Tony-Preisträgers Anthony Shaffer und die Drehbuchbearbeitung durch den Literaturnobelpreisträger Harold Pinter – perfekter kann eine Besetzung eigentlich kaum sein. Und die daraus resultierenden Erwartungen werden keineswegs enttäuscht: Caine und Law brillieren in ihren Rollen und geben reichlich Kostproben ihres schauspielerischen Könnens ab."

30. November 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • programmkino.de

Für Anne Wotschke geht der Film weit über ein reines Remake hinaus. "Literaturnobelpreisträger Harold Pinter nahm sich mit Leidenschaft der literarischen Vorlage an und machte daraus ein neues Werk mit eigenen Facetten. So verpasst er dem Film den ihm eigenen düsteren Tonfall und seinen schwarzen Humor, ohne dass dabei die Spannung des Originals verloren geht. ... Schauspielerisch jedoch geht der Zuschlag hier nach Punkten an Michael Caine. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie es ihm beinahe mühelos gelingt, mit einer Mine zwei Gefühle gleichzeitig auszudrücken. Während sein rechtes Auge noch traurig schaut, funkelt im linken bereits die Lust auf den nächsten Angriff. Bei einer solch überragenden Leistung kann selbst der talentierte Mr. Law nur schwer mithalten."

07. September 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist enttäuscht: "Ein entspannter Michael Caine und ein überforderter Jude Law spielen sich nach einem Harold-Pinter-Drehbuch in diesem Zweipersonenstück um Kopf und Kragen. Caine ist ein selbstverliebter Autor, der den Liebhaber seiner Frau in eine Falle locken möchte, als dieser sein pompöses Anwesen besucht. Branagh inszeniert dabei, wie ein schlechter Schauspieler spielt: Laut, effektbesessen und stolz auf sein angeberisches Bühnenbild. Hätte man das Stück in Londons Westend gesehen, wäre man auch nicht begeistert."

01. September 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah "ein prätentiös mathematisches Kammerspiel, zu dem der Nobel-Preisträger Harold Pinter das Drehbuch schrieb, aber auch die Tour de Force eines großartigen Schauspielers: Als alternder Bestsellerautor ist Michael Caine mit seinem noblen Minimalismus dem herumhampelnden Jude Law unvergleichlich überlegen."

01. September 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala hat auch das Original gesehen: "Fast originalgetreu finden sich das theaterhafte Getöse, die Intrige und der bald mörderische Machtkampf der beiden Männer in Branaghs virtuosem, aber letztlich kühl lassendem Film wieder – da mögen die von Harold Pinter aufpolierten Dialoge des Anthony-Shaffer-Stücks noch so funkeln. Ja, SLEUTH wäre eine filmhistorische Totwiedergeburt, gäben die beiden Protagonisten – hallo, Oscar! – nicht ihr Allerbestes."

30. August 2007 | 1 MORD FÜR 2 • Kritik • Der Spiegel

Für Wolfgang Höbel ist SLEUTH "ein Gefecht der geschliffenen Dialoge, der Blicke, der unverhofften Attacken, ein Schauspielerfest: Genau das ist der Reiz und das Problem des Films. Den Caine und Law geben ihr Äußerstes, um brillant, schneidend, witzig und überraschend zu sein - und das ist entschieden zuviel. ... Die Thriller-Kunst dieses Duells wird derart zelebriert, dass nie wirklich Spannung aufkommt. Immerhin merkt man den beiden Hauptdarstellern die Begeisterung an, mit dem sie hier dem Affen Zucker geben."

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