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DARJEELING LIMITED

DARJEELING LIMITED

Regie Wes Anderson
Kinostart 03.01.2008

Kritiken • DARJEELING LIMITED

10. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • critic.de

Dass DARJEELING LIMITED an Wes Andersons andere Filme erinnert, ist für Rochus Wolff nicht verwunderlich. "Gerne setzt und stellt Anderson seine drei Hauptfiguren in Bildkompositionen, bei denen jede Farbe, jedes Detail genau bedacht und aufeinander abgestimmt ist, und immer noch ergeben sich dadurch Bildfolgen, die man auch als Standbilder lange ansehen mag, als habe sich der Regisseur seinen Film zuerst als Folge langer, ruhiger Einstellungen imaginiert und diese dann einander angepasst und miteinander verbunden."

04. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Der Freitag

Eine Warnung schickt Barbara Schweizerhof voraus: Man kann in einen Wes-Anderson-Film nicht jeden mitnehmen. "Pointen werden im Amerikanischen als "punch line" bezeichnet - was viel über ihre Konstruktion aussagt: Sätze müssen wie Faustschläge daherkommen. Dieser Art von Humor setzt Wes Anderson eine ironie-freundliche Empfindsamkeit entgegen, die man Amerikanern im Allgemeinen gar nicht zutraut. Niemand kann diese Sensibilität so gut darstellen wie Owen Wilson, Andersons Freund seit texanischen College-Tagen und bei fast allen Filmen sein Co-Autor und Hauptdarsteller. Schon allein aus Rücksicht auf Wilsons verletztes und bandagiertes Gesicht verzichtet man in Darjeeling Limited bereitwillig auf jede Art von "punch line"."

03. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Der Spiegel

Christian Aust erzählt der Regisseur Wes Anderson, wie sich durch DARJEELING LIMITED sein Leben veränderte - und warum seine Liebe zu Details kein Manierismus ist.

03. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Frankfurter Rundschau

Hübsch und mild-exotisch nennt Katja Lüthge den Film. "Bemerkenswert ist die hingebungsvolle Selbstzentriertheit und die träumerische Ignoranz gegenüber allem Fremden. Ein Eindruck, der durch die vertraute Musik etwa von den Rolling Stones oder The Kinks verstärkt wird. Es ist angenehm, dieser mangelnden Neugier zu folgen. Nur einmal bricht das Außen ein und führt zu leichtem Unwohlsein: der Tod eines indischen Jungen erinnert die Brüder daran, dass ihr Leben nicht auf ewig so bleiben wird - der Junge war einer von drei Brüdern."

03. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal mag die "knatter-freudianischen" Pointen. "Von Knatter-Psychologie war die Rede; seltsamerweise trägt jedoch gerade diese Nivellierung beträchtlich zum Gelingen des Films bei - ebenso wie der Umstand, dass hier jede noch so schreiende Banalität mit dem größtmöglichen Ernst behandelt wird. Anderson muss wohl Alchemist sein, anders lässt sich die Wirksamkeit dieser Mischung kaum erklären!"

03. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord mag diese spirituelle Reise, die von wunderbar neurotischem Drive angetrieben wird. "In dem Maße, wie der Film sich zwischen Offenheit und Geschlossenheit, zwischen Chaos und Komposition hin und her bewegt, in dem Maße ist auch der Zuschauer hin und her gerissen: Lässt er sich vom Los der Whitmans rühren oder amüsieren? Nimmt er ihren Ennui ernst, oder schmunzelt er darüber? Oder verwirft er das Entweder-oder, weil er erkennt, dass bei Anderson immer beides koexistiert - das Traurige in der skurrilen Pointe, die Melancholie im schadenfrohen Bildwitz, der Schmerz über Tod und Verlust in einer slapstickhaften Schlägerei?"

03. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist für Sebastian Handke ein Hochgenuss. "Wes Anderson entwirft seine Familiengeschichten unter peinlichster Vermeidung von Drama und Gefühligkeit. Er bedient sich dabei eines ebenso nahe liegenden wie wirkungsvollen Kniffs: Was die Mitglieder seiner Familien schmerzt und verwirrt, wirkt auf den unbeteiligten Zuschauer komisch. In seinen besten Momenten gelingt es Anderson, diese Komik mit leisem Schmerz aufzufüllen; das Resultat ist jene staubtrockene Melancholie, die seine Filme so wiedererkennbar macht."

03. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Die Zeit

Laut Anke Leweke behandelt der Regisseur die Leinwand wie ein erweitertes Jugendzimmer. "Das Angenehme – und eben auch Adoleszente – an Wes Andersons Filmen ist, dass sie auf vielen Ebenen funktionieren und sich auf emphatische Weise für keine entscheiden mögen. DARJEELING LIMITED ist Vatersuche, Familientherapie, Generationenbild, spirituelles Zeitgeistgemälde und Roadmovie über die recht verbreitete Art, die Welt zu bereisen, ohne sie zu sehen."

02. Januar 2008 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Der Spiegel

Angerührt hat das Drama Uh-Young Kim. "Anderson überzeichnet das Klischee des westlichen Sinnsuchenden auf dem metaphysischen Kontinent: Ständig lässt er seine Figuren Plattitüden über Spiritualität und Bruderschaft von sich geben, während sie in Armani-Anzügen durch die Gegend stolpern. Die Symbolik wird überdeutlich, wenn sich die Brüder von den familiären Altlasten in einem running gag entledigen. Doch nie setzt der Regisseur seine tragisch-komischen Existenzen dem Zynismus aus. Ihre Leiden nimmt er ernster, als die spielerische Leichtigkeit des Films vermuten lässt."

22. November 2007 | DARJEELING LIMITED • Kritik • programmkino.de

Sascha Rettig erkennt sofort den Wes Anderson-Film. "Der trockene, immer wieder herrlich absurde Humor und das dementsprechend herunter gedrosselte Spiel der Darsteller, die bis ins Detail liebevoll arrangierten Bilder und die überaus schönen Zeitlupen, die mit sorgfältig ausgewählten Songs aus den 60ern und 70ern unterlegt wurden. Darüber hinaus ist DARJEELING LIMITED aber auch eine Liebeserklärung an Indien, das in Andersons sonst bislang sehr aufgeräumte Tableaus einen Anflug vom ganz alltäglichen, subkontinentalen Chaos bringt."

06. September 2007 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Die Zeit

Als liebevollen Spinner unter den amerikanischen Regisseuren bezeichnet Katja Nicodemus Wes Anderson. Er ist "der eine Patient, der allen Hoffnung gibt, weil er sich schon selbst gefunden hat."

05. September 2007 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal lobt die Darsteller in "dieser knallbunten Tragikomödie, die das Banale so komisch erscheinen lässt, weil sie es mit dem denkbar größten Ernst behandelt."

04. September 2007 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord sah "eine Komödie, überbordend in ihrer Verspieltheit, putzig in ihrer Detailversessenheit, verliebt in die intensive Farbigkeit Indiens - und zugleich ist Andersons Film maßlos traurig. Dies nicht nur deshalb, weil die Figuren in seinen Filmen immer versehrt sind, ohne dass man genau wüsste, weshalb, und schon gar nicht, wie ihnen zu helfen wäre. Mehr noch, weil die Wirklichkeit auf den Film übergreift."

04. September 2007 | DARJEELING LIMITED • Kritik • Der Spiegel

Für Wolfgang Höbel sieht der Film aus wie ein "bonbonbunter Drogentraum. Das Indien, das er zeigt, ist absolut künstlich und wirkt wie die Kulisse einer magischen Mystery-Tour aus den Beatles-Tagen der späten sechziger Jahre. ... Aber der bunte Bilderzauber und die schönen Sechziger-Jahre-Hits von Peter Sarstedt und Mick Jagger versprühen doch immer wieder den Charme eines großartigen Kindergeburtstags, und oft gibt es im Film wunderbar Aberwitziges zu entdecken und mit offenem Mund zu bestaunen."

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