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ABBITTE

ABBITTE

Regie Joe Wright
Kinostart 08.11.2007

Kritiken • ABBITTE

09. November 2007 | ABBITTE • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi unterhält sich mit Schauspielerin Keira Knightley über den Film ABBITTE und die Schattenseiten des Ruhms.

08. November 2007 | ABBITTE • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal unterhält sich mit Vanessa Redgrave über ihren neuen Film ABBITTE und Schauspieler als Radarsysteme.

08. November 2007 | ABBITTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Krieg ist ein zu großes Theman für den Film, meint Christina Tilmann. "Und doch gewinnt Joe Wright, gewinnt auch die inzwischen gealterte Briony am Ende ihre Deutungsmacht zurück. Mit der Behauptung, dass Literatur stärker sei als das Leben, hat Autor Ian McEwan einen überraschenden Clou für sein Buch geschaffen. Im Film ist es das Gesicht von Vanessa Redgrave, der als greise Briony die zentrale Szene anvertraut ist: eine Sternstunde, ein Beweis, dass die Magie des Kinos mindestens so stark ist wie die der Worte. Viel mehr braucht es kaum als diese Stimme, diese durchdringenden Augen, dieses weise Gesicht, um unseren Glauben noch einmal grundlegend zu erschüttern."

08. November 2007 | ABBITTE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald lobt den jungen Regisseur, dem "mit dieser kongenialen Adaption ein grosser Wurf gelungen. Er hat es nicht zuletzt geschafft, seine Darsteller zu Höchstleistungen zu führen, darunter auch Vanessa Redgrave, die die gealterte Briony spielt. Und hatte McAvoy schon in DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND zu überzeugen gewusst, so scheint Knightley mit der Rolle der Cecilia nun zu einer ernsthaften Schauspielerin gereift zu sein, die das pubertär-trotzige Chargieren endlich abgelegt hat."

05. November 2007 | ABBITTE • Kritik • film-dienst 23/2007

Ganz offensichtlich soll der Zuschauer mit dem verhinderten Liebespaar leiden, schreibt Michael Kohler. "Doch es führt kein Weg aus dem sommerlichen Anwesen heraus, die Figuren bleiben Behauptung, weil sich ihre ästhetische Bestimmung dort bereits erfüllt hat. Gleiches gilt für die gereifte Briony, die das Unglück, das sie über die Älteren brachte, auf ihre Weise sühnen will. Am Ende versteht man wohl, was die Geschichte antreibt, aber man sieht und fühlt es nicht. McEwan ging es um das Paradox, mit den Mitteln der Fiktion ungeschehen machen zu wollen, was in Wirklichkeit passiert ist; Wright teilt diesen Ehrgeiz nicht, und so ist sein Film im Grunde bereits nach der Hälfte der Zeit vorbei."

18. Oktober 2007 | ABBITTE • Kritik • critic.de

Große Gefühle für ein großes Publikum will der Film laut Sascha Keilholz produzieren: "Natürlich kann es einer Romanadaption schnell passieren, als "zu literarisch" zu gelten. Will wohl heißen, der Text drängt sich in den Vordergrund und das Erzählte findet keine filmische Form. Joe Wright bekämpft diese Gefahr mit allen nur denkbaren Mitteln – und dies sind in diesem Falle die audiovisuellen Gestaltungsmöglichkeiten."

11. Oktober 2007 | ABBITTE • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel hat genau das bekommen, was er erwartet hat: "Schauspielerische Glanzleistungen und eine große, tragische Liebesgeschichte vor der Kulisse des Weltkriegsgeschehens. Mit seiner zeitlich verschachtelten Struktur, seinem Vor- und Zurückspringen in der Chronologie der Ereignisse, wartet auch die Erzählstruktur immer wieder mit interessanten Brüchen und Lücken auf, die entweder nachträglich gefüllt oder zu Gänze frei gelassen werden. ... Genau so fühlt sich großes Gefühlskino an."

01. September 2007 | ABBITTE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Als gewohnt nichtsnutzigen Eröffnungsfilm bezeichnet Daniel Kothenschulte ABBITTE.

30. August 2007 | ABBITTE • Kritik • Berliner Zeitung

Es ist die Art von Film, die von Festivalausrichtern gern "ganz großes Kino" genannt wird, stellt Anke Westphal fest. "Wer die Schönheit angeschaut mit Augen / ist dem Tode schon anheim gegeben, hat der Dichter August von Platen einst geschrieben: Keira Knightley als Cecilia, Romola Garai als 18-Jährige sowie Vanessa Redgrave als alte Briony hätten ihm ausnehmend gut gefallen, so schön, so veredelt stehen sie im Tumult der Gefühle. ATONEMENT hat seine Aufgabe vorzüglich erfüllt: Mit Glanz und Gefühl, untadeligen schauspielerischen Leistungen und nicht ohne Intelligenz hat dieses Melodram am Mittwochabend die Filmfestspiele von Venedig eröffnet."

30. August 2007 | ABBITTE • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Cristina Nord versucht sich der Eröffnungsfilm als eierlegende Wollmilchsau. "Er will verführerisch sein, indem er die Reize Keira Knightleys auskostet, er will Intrigen spinnen und dabei die Gefühlsabgründe einer Familie ausleuchten, er will historische Bedeutsamkeit gewinnen, indem er die Schlachtfelder des Zweiten Weltkriegs abschreitet, er will ein bisschen Action, und er will mit aller Macht in tragischer Verwicklung schwelgen. Mit dem Ergebnis, dass nichts zu seinem Recht kommt."

30. August 2007 | ABBITTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist nicht gerade ein Kostümfilm-Fan und schreibt deshalb folgendes: "In ihrer ersten Hälfte, der Schilderung eines heißen Sommertags 1935 auf einem prächtigen englischen Landgut, ist die Literaturverfilmung adäquat prächtig gelungen. Dann kommen die episch großen Linien der (Kriegs-)Geschichte ins Spiel – und der Film wird, angesichts nur scheinbar kunstvoll gesetzter Zeitsprünge sowie anschwellender Lockgesänge von Piano und Geigen, kleiner und kleiner. ... Hätte alles so breit auserzählt werden müssen, dass – zumindest im feinen Ansatz – der Verdacht auf "weichlich hirnlosen Blockbuster" entsteht?"

30. August 2007 | ABBITTE • Kritik • artechock.de

Gelungen nennt Rüdiger Suchsland die Inszenierung: "Doppelt, in Wiederholungen und Neuansätzen, zunächst scheinbar wie ein schlechter, sich ständig ins Wort fallender Erzähler, tatsächlich aber hin und her wechselnd zwischen der verzerrenden und dramatisierenden Sicht eines Kindes mit zuviel Phantasie, und der ernüchterten aus der der Erwachsenen. Der zweite Teil des Films ... ist filmisch konventioneller und insgesamt weniger gelungen. Plötzlich fällt der ständige kommentierende Einsatz von Musik auf, und es stört eine veränderte Erzählstruktur, die nur noch unnötig kompliziert, aber nicht mehr multiperspektivisch wirkt. Doch weiterhin gefallen ungewöhnliche Bilder und eine herausragende Kamera."

30. August 2007 | ABBITTE • Kritik • Der Spiegel

Als Verwurstung des Romans bezeichnet Wolfgang Höbel den Film. Er "schwelgt in den Kostümen und Dekors der britischen Upper Class der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, bis der Krieg dann hereinbricht und Regisseur Wright in einer aberwitzig langen, kunsthandwerklich spektakulären Einstellung die zerfetzten Leiber und Mord- und Totschlagsgräuel der Schlacht um Dünkirchen zeigt. Die Story des Films, die um Standesdünkel und eine schlimme Lüge kreist, versinkt in diesem glorreichen Apokalypse-Kitsch auf Nimmerwiedersehen."

29. August 2007 | ABBITTE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Der Regisseur ist laut Marli Feldvoss um filmisches Erzählen bemüht. "Aber da reibt sich das zum Realismus drängende Kino am Versuch, literarische Methoden wie Perspektivewechsel oder Zeitsprünge glaubhaft auf die Leinwand zu bannen. Der schwerfälligere zweite Teil kreiert beim Fiasko der britischen Landung in Nordfrankreich 1939 nur eine abgefackelte Kirmesstimmung, die viel zu kurze Koda, die bereits dem Roman angekreidet wurde, wird in der Filmversion in Form eines 1999 aufgezeichneten Fernsehinterviews mit dem schmalen Altersgesicht von Vanessa Redgrave geadelt, ein erhabener, nicht unbedingt gelungener Abgang."

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