Inhalt • ABBITTE
An der Schwelle zum Erwachsenwerden beobachtet die 13-jährige Briony den leidenschaftlichen Flirt zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia und dem Gärtnersohn Robbie. Herausgerissen aus ihrer kindlichen Phantasiewelt und verunsichert lässt sie kurz darauf ganz bewusst zu, dass Robbie für ein Verbrechen beschuldigt wird, das er nicht begangen hat. Die Folgen der Ereignisse dieses Sommers 1935 lassen keinen der drei mehr los und führen sie auf unterschiedlichen Wegen durch die Schrecken des 2. Weltkriegs.
Kritik • ABBITTE • 08. November 2007 • Der Tagesspiegel
Der Krieg ist ein zu großes Theman für den Film, meint Christina Tilmann. "Und doch gewinnt Joe Wright, gewinnt auch die inzwischen gealterte Briony am Ende ihre Deutungsmacht zurück. Mit der Behauptung, dass Literatur stärker sei als das Leben, hat Autor Ian McEwan einen überraschenden Clou für sein Buch geschaffen. Im Film ist es das Gesicht von Vanessa Redgrave, der als greise Briony die zentrale Szene anvertraut ist: eine Sternstunde, ein Beweis, dass die Magie des Kinos mindestens so stark ist wie die der Worte. Viel mehr braucht es kaum als diese Stimme, diese durchdringenden Augen, dieses weise Gesicht, um unseren Glauben noch einmal grundlegend zu erschüttern."