TRANSFORMERS

film-zeit Film: TRANSFORMERS
Regie Michael Bay
Kinostart 02.08.2007

Inhalt • TRANSFORMERS

Seit Jahrhunderten kämpfen zwei außerirdische Roboterrassen - die Autobots und die Decepticons - um die Vorherrschaft im Universum. Beide Seiten suchen nach der ultimativen Machtquelle - dem "Allspark" - und tragen ihren Krieg nun auf die Erde. Den Schlüssel zu dem auf der Erde versteckten Energiewürfel "Allspark" trägt nichtsahnend der junge Sam Witwicky. Gemeinsam mit seiner Freundin Mikaela steht er nun genau zwischen den Fronten der Autobots-Friedenskämpfer und den machtgierigen Decepticons - und mitten auf dem Schlachtfeld der Robotergiganten...

Kritiken • TRANSFORMERS

02. August 2007 | Kritik • Berliner Zeitung

Mit Patrick Heidmann spricht mit Nachwuchsstar Shia LaBeouf über schnellen Ruhm, Monster und den Spaß am Spielen.

02. August 2007 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Die schöne Annahme, dass sich der Mensch in seinen technischen Werken wiedererkennt, kehrt mit den TRANSFORMERS über den Umweg des Kinderzimmers ins Science-Fiction-Genre heim, schreibt Michael Kohler. "Michael Bays' spektakuläre Endzeitvision ist ein erstaunlich vielfältiges Erlebnis, das sich nach dem Vorbild seiner Heldenfiguren beständig transformiert: Es schickt markige Grüße aus der Kindheit, macht ewigjunge Männerfantasien wahr, mildert sein Kriegsgeschrei mit ironischen Ausflügen in die Teenagerkomödie und wird zwischenzeitlich sogar richtig philosophisch."

02. August 2007 | Kritik • Berliner Morgenpost

Alexander Soyez porträtiert den Darsteller Shia LaBeouf: Er geht mit den besten Vorraussetzungen für eine herausragende Karriere an den Start.

02. August 2007 | Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus sah den perfekten Recyclingfilm. Der Regisseur "hat den Roboterkampf mit etwa drei Dutzend bekannten Blockbuster-Motiven zu einer sagenhaft kruden Handlung zwischen patriotischem Kriegsfilm, Action-Spektakel und Highschool-Lovestory verrührt. Er bedient sich bei E. T., ROBOCOP und STIRB LANGSAM, klaut die esoterisch wabernde Mächte-Philosophie von STAR WARS, die harten Jungs bei der amerikanischen Armee, die seinen Film bereitwillig unterstützte, und die hormongetränkten Highschool-Witze bei AMERICAN PIE. Neutral gesagt, ist Transformers ein einziger lang gezogener Transformationsprozess und damit ein Kino, das sich selbst zur Metapher wird."

02. August 2007 | Kritik • schnitt.de

Martin Thomson sah das offenkundigste Beispiel eines Effekte-Overkills, wie es ihn vielleicht seit INDEPENDENCE DAY nicht mehr gegeben hat. Womit weniger deren Anzahl oder Qualität, sondern viel eher deren inflationäre und unbedachte Nutzung gemeint ist, die jede Form filmischer Substanz untergräbt und deren Anblick weder mit inszenatorischer Raffinesse eingeleitet wird noch durch handlungsbezogene Reflexion emotionale Gültigkeit erhält. Der ehemalige Werbefilmer Bay fährt zwar ein Schauwert-Gewitter auf, das seinesgleichen sucht, aber da die Grundhandlung ... relativ unergiebig ist und die Charaktere, wie nicht anders zu erwarten, nach bewährten Schemata funktionieren, bleibt sein Spektakel letztlich nur ein Strohfeuer."

01. August 2007 | Kritik • Berliner Zeitung

Das größte Effektspektakel dieses Sommers sah Bert Rebhandl. "Der Genusswert (man könnte auch sagen: Eskapismus) von TRANSFORMERS liegt darin, dass hier in ganz großem Stil in der dichten Architektur einer Metropole wie Los Angeles gewütet wird, ohne dass auch nur eine Sekunde lang der Gedanke an eine Allegorie auf terroristische Bedrohungen auftaucht. Die Menschen sind hier strikt Publikum - konsequenterweise vermeidet Michael Bay in dem Inferno auch nur die Andeutung eines Todesopfers. Oder sie sind, in ganz wenigen Ausnahmen, Helden. Als Helden aber sind sie Spielzeuge in einem Spektakel, in dem die ganze Erde zu einem Kinderzimmer wird."

01. August 2007 | Kritik • Die Welt

TRANSFORMERS beweist laut Hanns-Georg Rodek: Je besser Hollywood zu tricksen versteht, desto schlechter werden seine Geschichten. "Die Traumfabrik sucht Stoffe, welche die Kundschaft ohne viel Werbung gleich zum Kinostart ziehen, und nimmt immer stärker bekannte "Marken" in Anspruch. Daher der permanente Zugriff auf Remakes, Fernsehserien, Comics und Videospiele, die allesamt noch (mehr oder minder) eine Geschichte zu erzählen hatten. Nun jedoch werden zunehmend bekannte Spielfiguren zu Filmhelden aufgeblasen, die von rein gar nichts zu erzählen wissen außer von Millionen verkaufter Exemplare; eine ganze Reihe versierter Drehbuchautoren hat sich schon die Zähne daran ausgebissen, diesen Plastikgeburten dramaturgisches Leben einzuhauchen."

01. August 2007 | Kritik • Der Spiegel

Wer schon Autos für gefährlich hält, schnallt sich jetzt besser an, empfiehlt David Kleingers. "So laut, so bunt und so schön plemplem ist dieses visuell beeindruckende Verschrottungsszenario, das der überwältigte Zuschauer über weite Strecken dem Charme der Gigantomanie erliegt. Doch die Schizophrenie des Programms "Frieden schaffen mit viel Waffen" lässt sich letztlich ebenso wenig übersehen wie die allmähliche Transformation des Sci-Fi-Märchens in einen unverhohlenen Wehrertüchtigungsspot."

01. August 2007 | Kritik • Der Stern

Das ist nichts für Herz und Hirn, meint Matthias Schmidt, sondern eine Materialschlacht ohnegleichen. "Aber was will man schon von einem Film erwarten, dessen Hauptfiguren "Optimus Prime" und "Megatron" heißen. Shia LaBeouf immerhin macht eine passable Figur, auch wenn der Hype um seine Person - der neue Tom Hanks! - inzwischen etwas nervt. Dennoch: In den USA hatten die TRANSFORMERS ihr Budget schon innerhalb einer Woche wieder eingespielt. Im Mutterland der Autobahn steht Ähnliches zu befürchten. Also anschnallen bitte. Und nachher die Popcorn-Tüte recyceln."

31. Juli 2007 | Kritik • film-dienst 16/2007

Geradlinig nennt Kathrin Häger diese Comic-Verfilmung. Der Regisseur lässt seine "offensichtlich glänzenden Beziehungen zum U.S.-Militär spielen und fährt in vor Hitze flirrenden Bildern wieder allerhand modernes Kriegsgerät auf – wobei dieses ironischerweise wiederum von den zerstörerischen Decepticons missbraucht wird, während sich die menschenfreundlichen Autobots mittels ziviler Nutzfahrzeuge tarnen: Der Roboter, dein Freund und Feind. So ließe sich der Sommer-Blockbuster TRANSFORMERS nämlich auch lesen: als durchaus zwiespältige Abhandlung über die zerstörerische Kraft medialer, die Individualrechte einschränkender Vernetzung und unbemannter Kampfrobotik in den Händen einer administrativ-konspirierenden Minderheit im eigenen Land."

30. Juli 2007 | Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Sebastian Handke wirbt der Film unverblümt für das Militär. "Seit TOP GUN hat es im Kino keine derart verherrlichende Feier des US-Militärs mehr gegeben. Michael Bays Beziehungen sind gut: das Militär kann sicher sein, dass es in seinen Filmen glanzvolle Auftritte bekommt. Das Verteidigungsministerium bedankt sich auf seiner Website für die gute Zusammenarbeit. ... TRANSFORMERS setzt allerdings auch eine andere Bay-Tradition fort. Es ist ein unförmiger und entsetzlich dummer Film."

26. Juli 2007 | Kritik • critic.de

Lukas Foerster sieht die ganze Sache unvoreingenommen: TRANSFORMERS ist "nicht nur einer der unterhaltsamsten amerikanischen Filme der letzten Zeit, sondern auch einer der ehrlichsten. Zumindest insoweit er mit den Mitteln der Populärkultur einige derer eigenen Grundlagen – eine fast manische Technoeuphorie genauso wie eine eigenartige Mischung aus Militarismus und Masochismus, die sicherlich nicht zufällig immer wieder in der lustvollen Zerstörung von Großstädten gipfelt – in einer Weise offen legt, wie man es so eindrucksvoll nicht alle Tage zu sehen bekommt."

25. Juli 2007 | Kritik • br-online.de

Einfach gestricktes Popcorn-Kino sah Margret Köhler. Der Regisseur "inszeniert das futuristische Spektakel, ohne sich mit der Mythologie auseinanderzusetzen, er setzt auf Action und die Zauberer von Industrial Light and Magic (ILM), die sich die tollsten technischen Sperenzchen einfallen lassen, die vor zwei Jahren noch nicht möglich gewesen wären. So funktioniert der Optimus Prime aus über 10.000 beweglichen Einzelteilen, irgendwas bewegt sich immer bei diesem Berg aus Metall mit menschlicher Seele. Die Spezial-Effekte leisten jedenfalls ganze Arbeit."

24. Juli 2007 | Kritik • filmtabs.de

Laut Günter H. Jekubzik hat der Regisseur eine große Tüte Pop-Corn-Unterhaltung ausgeschüttet. "Obwohl es trotz der Produktions-Millionen deutlich in den Gelenken zwischen diesen beiden filmischen Stimmungslagen knarrt und klemmt, gelangen die Verwandlungen der Transformers in Autos, Düsenjets, Citröen-Werbung oder Uhren-Radios atemberaubend, die Riesen-Roboter auch visuell gigantisch. Ihr dramaturgisches Potential blieb allerdings winzig und ermüdend, in der Schauspielabteilung zeigt nur John Turturro mehr als erschreckend flache Routine."

04. Juli 2007 | Kritik • Der Spiegel

Der SPIEGEL berichtet von der PR-Schlacht zum Film. Die im Film gezeigten Wagen stammen ausschließlich vom US-Autokonzern General Motors, der mit der kostspieligen PR-Maßnahme sein bröckelndes Geschäft stabilisieren will.

01. Juli 2007 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Michael Althen behauptet, dass es dem Regisseur ziemlich einerlei ist, ob die Welt (also Amerika) von Schwerverbrechern, Meteoriten oder Japanern bedroht wird, solange es nur ordentlich kracht. "So ist es auch kein Wunder, dass in TRANSFORMERS Roboter aus dem All Amerika bedrohen und dabei so viel Krach machen wie die anderen drei Filme zusammen. Es lässt sich nicht leugnen, dass das über weite Strecken richtig Spaß macht, aber dann dauert es wieder fast zweieinhalb Stunden, bis einem Hören und Sehen vergangen ist. Das ist ja das Paradox des Bummbumm-Blockbuster-Kinos, dass es sein Publikum einerseits so behandelt, als leide es unter Aufmerksamkeitsdefizit, andererseits aber nie merkt, wann es genug ist."

Aktueller Stand der Datenbank:
15604 Filme,
15341 Bücher & Artikel,
801 Biographien,
52 Themen & Listen
all: 0.18693