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ERDE UND ASCHE

ERDE UND ASCHE

Regie Atiq Rahimi
Kinostart 26.07.2007

Kritiken • ERDE UND ASCHE

24. August 2007 | ERDE UND ASCHE • Kritik • Die Tageszeitung

Die Grauen des Krieges in Afghanistan treten vor der Schönheit der Bilder zurück, meint Dominik Bernsmann. "Atiq Rahimi geht es mehr um Fragen als um Antworten. Angesichts einer eher dürftigen Berichterstattung über Afghanistan, wird ERDE UND ASCHE trotzdem zum wertvollen Kriegsbericht. Denn Staub, Erde, Asche spielen in vielen religiösen Trauerritualen eine wichtige Rolle. Ohne das Ritual jedoch tatsächlich einzufordern, lässt der Filmemacher die afghanische Erde zu gewissenhaften Zeichen dafür werden, dass die nicht Rache die Konsequenz aus der kriegerischen Gewalt sein darf, sondern Erzählung, Verarbeitung und Klage."

23. August 2007 | ERDE UND ASCHE • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald lobt den Film: "Mit langen, statischen Kameraeinstellungen, kaum sichtbaren Fahrten und weiten Landschaftstotalen vermittelt der in Frankreich lebende, afghanische Regisseur Atiq Rahimi sehr viel mehr als Tristesse oder auch nur die großartig-bizarre Schönheit der Szenerie. Er zeigt die Leere als Folge eines seit Jahren dauernden Krieges ... Atiq Rahimi braucht keine Action-Szenen; gleich seinen Figuren setzt er sein Publikum in der Wüste aus und lässt es die Zerstörung spüren, für die der ausgebrannte Panzer nur ein Symbol ist."

31. Juli 2007 | ERDE UND ASCHE • Kritik • Junge Welt

Laut Matthias Reichelt erzählt der Film vom Warten auf das Überbringen schlechter Nachrichten. Er "hat die Grundzüge einer Tragödie, ähnelt einem Kammerspiel, ist aber letztlich eine eindrucksvolle Anklage. Die Warmherzigkeit und intelligente Sensibilität des Großvaters, seine Fürsorge für den kleinen Yassin, das sind die positiven Zeichen in diesem vom Krieg heimgesuchten Land. Die Anteilnahme eines Händlers am Schicksal der beiden ist ein weiteres Gegenstück zu dem dummen, gewissenlosen, autoritären Machtgehabe der Staatsbeamten."

19. Juli 2007 | ERDE UND ASCHE • Kritik • film-dienst 15/2007

Überwältigend nennt Josef Lederle den Film, "ebenso klug wie sinnlich, weshalb man zögert, ihn eine Parabel zu nennen. Er taucht tief ein in ein anderes Land, in ein anderes Empfinden und Denken. ... Im Kern geht es Rahimi um die Notwendigkeit zu trauern, weil darin die einzige Möglichkeit besteht, dem Bannkreis der Rache zu entkommen und die desaströsen Folgen abgespaltener Gefühle wie Trauer, Hass, Verzweiflung zu mildern. Was in der Novelle der schizophren anmutende innere Dialog Dastaguirs leistet, findet in der lastenden Stille des Films ein überraschendes Pendant, das die Darstellung der Zerrissenheit wie auch die Anmutung einer Heilung ganz der Dramaturgie überträgt."

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