| Regie | Lee Tamahori |
| Kinostart | 19.07.2007 |
Das Reizvolle an diesem objektiv gründlich misslungenen Film ist seine Unbefangenheit, Genremotive zu mischen und bis zum direkten Bildzitat auszubeuten, schreibt Daniel Kothenschulte. "Als Science-Fiction-Film ist NEXT misslungen. Doch wie jemand hier alles aufbieten möchte, was Kino in der langen Geschichte des Mediums schon einmal interessant gemacht hat, das ist schon rührend anzusehen."
Der Film erfindet das Genre nicht neu, meint Jürg Zbinden. "Der Topos des Zeitphänomens hat sich vielleicht ein bisschen abgenutzt. Erst im Vorjahr machte sich DEJA VU von Tony Scott gleichfalls an der Veränderung der Gegenwart zu schaffen, indem dieser seinen Hauptdarsteller per Zeitreise in die Vergangenheit transportierte. Wer DEJA VU nicht gesehen hat, bei dem wird sich vermutlich auch kein Déjà-vu einstellen. Allenfalls kann «Next» mit einer Schlusspointe zum Zeitmanagement überraschen, an der es dem Film von Tony Scott gemangelt hat."
Lena Schneider entdeckt die moralische Frage, um die es hier geht: Darf man die eigene Freiheit über die gesellschaftliche Verantwortung setzen? "Spannend ist das, solange sie unbeantwortet bleibt und Cris lieber an einem "Zufallstreffen" mit Liz bastelt, als zum Retter der Allgemeinheit zu werden. Dass Liz bald in das Gerangel zwischen FBI und Bösewichten hineingezogen wird, versteht sich von selbst. Doch warum muss Cris auch noch lernen, dass man nur gemeinsam stark ist? Das ist öde und nimmt dem Film jenen Funken Coolness, der den Anfang so vielversprechend machte."