Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

HIPPIE MASALA

HIPPIE MASALA

Regie Ulrich Grossenbacher
Damaris Lüthi
Kinostart 30.08.2007

Kritiken • HIPPIE MASALA

31. August 2007 | HIPPIE MASALA • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen eher nachdenklichen als amüsanten Film sah Christina Tilmann. "Einen Film, der mindestens so sehr vom Scheitern der Lebensträume und der mühevollen Wirklichkeit erzählt wie von Freiheit, Ungebundenheit und Selbstverwirklichung. Denn sowohl der autoritäre Emmentaler Hanspeter, der sich in den Ausläufern des Himalaya als Bauer durchschlägt, als auch die durchgeknallten südafrikanischen Partygirls Erica und Gillian, die mit ihren selbst gefertigten Hippieklamotten von Markt zu Markt ziehen: Sie alle haben in der Fremde das weitergelebt, was sie auch zu Hause hätten haben können. Nur, dass in Indien das Wetter schöner und die Drogen billiger sind."

30. August 2007 | HIPPIE MASALA • Kritik • Berliner Zeitung

Für Philipp Bühler ist HIPPIE MASALA ein kluger wie humorvoller Dokumentarfilm. "Den größten Eindruck machen die Naturaufnahmen, deretwegen allein sich der Film schon gelohnt hat. Die Protagonisten bekommen denselben Respekt, es bleiben aber auch Fragen. Es ist nämlich nicht so, dass sich die Schweizer Filmemacher von Räucherstäbchen und frommen Reden haben benebeln lassen. ... Migration hat viele Facetten, in welche Richtung sie auch geht. Nicht die einzige Erleuchtung in diesem gelungenen Film."

30. August 2007 | HIPPIE MASALA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte lobt den amüsanten Abgesang auf die sterbende Subkultur der Aussteiger. Die "Landschaften haben es in sich. Ohne ihren Reiz beim Namen zu nennen, vermittelt Ulrich Grossenbachers Kamera ihren Sog gewissermaßen aus dem Hinterhalt. Anders als etwa im blühenden Genre filmischer Tibetwerbungen, inszeniert er keine Postkartenansichten, die Idyllen aber sind nicht zu verkennen. ... Jugendbewegungen sterben so schnell wie die Jugend, weshalb man sie filmen sollte, so lange es geht. Sie einmal altern zu sehen, ist ein bewegendes und überraschend humorvolles Dokument."

30. August 2007 | HIPPIE MASALA • Kritik • schnitt.de

Patrick Hilpisch entdeckt die Stärken des Films: Sie liegen "in den oft statischen Einstellungen, in denen etwa die Aussteiger rekapitulieren, wie sie dort gelandet sind, wo sie sich heute befinden. Kadrage, Beleuchtung und Setting treten hier in Dialog oder Zwiegespräch mit den Aussagen der sechs Wahl-Inder. Dies geschieht am eindringlichsten, wenn das Regie-Duo das Leben der indischen Frauen der Einwanderer beleuchtet. Hier offenbart "Hippie Masala" das nötige Maß an Einfühlungsvermögen und Ernst, um einen Gegenpol zu den eher komisch anmutenden Episoden zu schaffen."

28. August 2007 | HIPPIE MASALA • Kritik • kino-zeit.de

Marie Anderson fasst ihre Meinung zum Film wie folgt zusammen: "HIPPIE MASALA zeichnet auf erzählerische, unspektakuläre, aber auch kritische Weise ein Bild dieser sechs Kulturflüchter, die ihr Glück in der indischen Fremde gefunden haben. Der Zuschauer begegnet dabei zugleich der Vielfalt der Landschaften und Gesellschaften dieses großen, bevölkerungsreichen und doch armen Landes, das auch heute noch anziehend auf Aussteiger unterschiedlichster Herkunft und Haltung wirkt."

28. August 2007 | HIPPIE MASALA • Kritik • film-dienst 18/2007

Laut Stefan Volk zeigt der Film vorallem, "dass die einzige verbliebene Gemeinsamkeit der Althippies das Dauerkiffen ist; und dass das allein kein idyllisches Leben garantiert. ... Das alles verbindet der Film zu einem Dokument eingelöster und nicht eingelöster Sehnsüchte. Keine Reise in die Vergangenheit, sondern aus der Vergangenheit in eine schillernde und mitunter melancholische Gegenwart. Die Filmemacher treffen in Indien auf keine Relikte der Zeitgeschichte, sondern auf gewöhnliche Menschen, die ein ungewöhnliches Leben führen. Mit HIPPIE MASALA ist ihnen ein unaufgeregter und gerade deshalb sehenswerter Dokumentarfilm gelungen."

12. Juli 2007 | HIPPIE MASALA • Kritik • programmkino.de

Keine verklärte Romantisierung früherer Hippie-Aussteigerträume und keine Heraufbeschwörung vergangener Ideale sah David Siems. Die Beobachtungen der Filmemacher "sind sehr nüchtern und fangen viele selbstkritische Äußerungen ein, so als ob der Traum von ewiger Freiheit schon lange ausgeträumt sei. Diese Aussteiger trauern zweifellos ihren vergangenen Tagen hinterher, und niemand scheint das ersehnte, vollkommene Glück gefunden zu haben. Ein sehenswerter Film mit sehr charismatischen Protagonisten, denen man gerne bei ihren Geschichten zuhört."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,32411