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DIE LIEBE IN MIR

DIE LIEBE IN MIR

Regie Mike Binder
Kinostart 16.08.2007

Kritiken • DIE LIEBE IN MIR

16. August 2007 | DIE LIEBE IN MIR • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler hat sich von dem Regisseur überraschen lassen. "Über die skrupellose Ausbeutung von Gefühlsklischees kommt Binder zu einer ernsthaften, berührenden und tatsächlich realistischen Auseinandersetzung mit Verlust und Trauer. Das Leben ist nun mal nicht immer subtil. Es gibt überflüssige Nebenfiguren darin, die man aber braucht, um die menschliche Komödie zu befördern, das Spiel mit den inneren Dämonen für eine Weile sein zu lassen. Die Qualen dennoch immer präsent zu halten - das ist die große Leistung von Adam Sandler in Binders Film. Zwischen den Kopfhörern brodelt es unentwegt, unter dem Schutzhelm droht es zu explodieren. Dem zuzusehen, ist so verstörend wie komisch."

16. August 2007 | DIE LIEBE IN MIR • Kritik • Der Schnitt

Mike Binder zeigt, daß Trauer nicht unbedingt mit Tränen einhergehen muß, sondern auch andere Formen annehmen kann, stellt Sascha Ormanns fest. "Das Drehbuch ist vor allem darum stark, weil es für die Trauer keine einfache Lösung parat hält, wie es in Filmen sonst des öfteren vorkommt. Mike Binder läßt Sandlers Figur nicht in Tränen ausbrechen und Charlies Freunde helfen, statt dessen ignoriert Fineman jegliche Hilfe – er vermutet hinter den Hilfeversuchen nur noch mehr Verletzung ... Und all das zeigt Binder ungeschönt und in genau richtiger Länge: Man kann einen solchen Verlust eben nicht auf die Schnelle verarbeiten.

15. August 2007 | DIE LIEBE IN MIR • Kritik • Die Tageszeitung

Überzeugt ist Dietmar Kammerer von dem Drama, das von verpatzter Trauer und unbewältigter Wut mit Witz nach dem 9/11 erzählt - mit Adam Sandler, aber ohne Klamauk. "Allein schon sein Versuch, Männerfreundschaft jenseits vom üblichen, bierseligen Tresenklamauk und ähnlichen Peinlichkeiten darzustellen, muss als lobenswert gelten. Gewissermaßen die dritte Hauptfigur des Films ist die Stadt New York selbst - selten ist sie so einnehmend in Szene gesetzt worden wie hier. Vor allem die Fahrten auf Charlies motorisiertem Tretroller durch die Straßen des (wundersam autofreien) Big Apple im herbstlich-milden Licht wirken geradezu wie ein visuelles Trostpflaster für die Wunden, die geschlagen wurden."

15. August 2007 | DIE LIEBE IN MIR • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist beeindruckt von der Distanz, die der Film zum 11. September hält. "Allerlei mäßig glaubwürdige und einmal gar groteske Nebenhandlungen machen den Film kleiner; aber vielleicht ist – abseits des starken zentralen Einfalls – manchem Zuschauer die Erdung ins Unvollkommene gerade recht. Vor allem Don Cheadles mimisches und mimetisches Genie, das wunderbar unaufdringlich zu arbeiten versteht, nimmt für den Film ein; und mit ihm die schöne Hoffnung, dass Zuverlässigkeit, Wärme und vor allem Geduld doch ein Mittel gegen die Übel dieser Welt sein könnten."

13. August 2007 | DIE LIEBE IN MIR • Kritik • film-dienst 17/2007

Laut Michael Kohler macht der Film auf wunderbare Weise vieles richtig. "Eine gute Entscheidung war es, Adam Sandler als Hauptdarsteller zu verpflichten, und eine noch bessere, ihm mit Don Cheadle einen der derzeit versiertesten Supporting Actors zur Seite zu stellen – der deutsche Begriff "Nebendarsteller" wird Cheadles Kunst nicht im Mindesten gerecht. Während Sandler seine Figur des regressiven Erwachsenen glaubhaft um eine tragische Dimension erweitert, meistert Cheadle die etwas klischeehafte Rolle des modernen Märchenprinzen, der Fineman mit sanftem Nachdruck aus seiner schlafwandlerischen Existenz erlösen soll."

19. Juli 2007 | DIE LIEBE IN MIR • Kritik • critic.de

Für Peter Gutting erzählt der Regisseur seine Geschichte auf ungeschönte Weise. "Seine stärksten Momente hat der Film da, wo er Charlies Trauma in aller Deutlichkeit zeigt: Wie er sich verschließt, mit seinen Kopfhörern die Welt aussperrt. Wie er zaghaft Vertrauen fasst und im nächsten Moment alles kurz und klein schlägt. Wie er die Gesichtsmuskeln entspannt und in der nächsten Szene doch wieder die Panik in den Augen hat. Wie er sich zu einer Therapie überreden lässt und die Sitzungen nach zwei Minuten beendet. Da ist nichts beschönigt, da wird mit psychologischem Realismus ausgebreitet, wie langwierig ein solcher Trauerprozess ist, welche Rückschläge zu verkraften sind. Binder zeigt das in ergreifenden Szenen, bei denen die Kamera in langen Großaufnahmen jede Gesichtsregung beobachtet."

11. Juli 2007 | DIE LIEBE IN MIR • Kritik • programmkino.de

Laut Marcus Wessel evoziert DIE LIEBE IN MIR "ein ganz spezielles New York-Gefühl, das wie in den früheren Filmen Woody Allens oder Spike Lees authentisch den Mood und Rhythmus dieser Metropole wiedergibt. Vor dieser Kulisse erzählt Binder eine zwischen entwaffnend komischen und dramatischen Momenten fein ausbalancierte Geschichte. Schnell wird deutlich, wieviel Wert der ebenfalls in einer Nebenrolle agierende Regisseur auf die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere legt. ... Trotz aller von Mike Binder zu verantwortenden Qualitäten, ohne Adam Sandler wäre DIE LIEBE IN MIR nicht derselbe Erfolg gewiss."

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