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SALVADOR

SALVADOR

Regie Manuel Huerga
Kinostart 13.09.2007

Kritiken • SALVADOR

15. September 2007 | SALVADOR • Kritik • Berliner Zeitung

Hier übertrifft sich Daniel Brühl selbst, lobt Knut Elstermann. "Daniel Brühl, dessen Mutter Katalanin ist, spricht im Film perfekt Spanisch und Katalanisch und liefert eine seiner bisher schönsten Leistungen. Erst die Zusage dieses europäischen Stars, so erzählt Manuel Huerga in Cannes, wo der Film im vergangenen Jahr lief, machte dieses Projekt überhaupt möglich. Huerga will sich gegen die Entpolitisierung, gegen die historische Amnesie der spanischen Gesellschaft, vor allem unter jungen Leuten, stemmen. Mit dem hoch emotionalen Film setzte er nicht nur Salvador ein Denkmal, sondern auch dessen Schwestern."

14. September 2007 | SALVADOR • Kritik • Die Tageszeitung

War der Tonfall für Andreas Resch im ersten Teil des Film locker-überdreht, wird es im zweiten Teil "nun beinahe rührselig. Da die Figur des Salvador im weiteren Verlauf seltsam konturlos bleibt und man zudem kaum etwas über die politische Situation im Spanien der Siebzigerjahre erfährt, verfestigt sich der Eindruck, der Film genüge sich darin, ein möglichst konsensfähiges Melodram zu sein. Und gerade, weil von dieser zweiten Stunde eine solche Harmlosigkeit ausgeht, wirken die Hinrichtungsbilder am Schluss deplatziert: Sie erscheinen wie der Versuch, mangelnde Ausdifferenziertheit durch einen größtmöglichen Realismus in der Darstellung von Salvadors Tod zu kompensieren."

13. September 2007 | SALVADOR • Kritik • Junge Welt

Daniel Brühl spielt seine erste ernste Rolle, behauptet Tom Dorow: Wider allen Erwartens gestaltet er sie durchaus überzeugend. "Regisseur Manuel Huerga ist um eine dauernde nervöse Spannung in den Bildern bemüht und setzt reichlich Super-Close-Ups und Reißschwenks ein. Die Kamera ist immer ganz dicht bei den Figuren und erzeugt eine Atmosphäre ständiger Bedrohung. Wenn Huerga auch wenig über Salvadors politische Motivation berichtet, zeigt sich die permanente Unterdrückung durch das Franco-Regime aber nicht nur in stimmungsvoller Kameraarbeit, sondern auch in der alltäglichen, willkürlichen Gewalttätigkeit der Guardia Civil. Und in der brutalen Sprache der Staatspolizisten, der das Verbot der katalanischen Sprache gegenübersteht."

10. September 2007 | SALVADOR • Kritik • critic.de

Revolution, Terrorismus und Märtyrertum werden hier als eine historische Konstante gelesen, stellt Sascha Keilholz fest. "Das Warten auf den Tod, die hoffnungslosen juristischen Interventionen, die letzten Stunden – all dies ist sogar in einer recht beklemmenden Intensität, Deutlichkeit und irgendwann fast peniblen Detailgenauigkeit inszeniert. Selbst das von Distanz, beinahe Hass, bis hin zur Freundschaft gewandelte Verhältnis zwischen dem Todeskandidaten und einem Wärter, bis dato als reines Klischeebild in Szene gesetzt, entwickelt in diesen Minuten des Films eine gewisse Dramatik."

05. Juli 2007 | SALVADOR • Kritik • programmkino.de

Die klassische Erzählform ist laut Gary Rohweder dem Film nicht immer dienlich. Der Regisseur "bleibt dabei in grobkörnigen und farbsatten Bildern stets nah an seiner Hauptfigur und reduziert damit seinen erzählerischen Fokus sowie den leicht beengten Handlungsrahmen. Auch das funktioniert, da die Geschichte - vom wahren Leben geschrieben - fesselt und der in Barcelona geborene Daniel Brühl in der Titelrolle den Film zu tragen versteht. Wäre dem nicht so, würde man sicherlich eine Erzählebene, die die politische Situation des Landes und das Wirken Francos transparenter beschreibt, vermissen."

18. August 2005 | SALVADOR • Kritik • Die Tageszeitung

Julia Macher trifft Schauspieler Daniel Brühl bei den Dreharbeiten in Barcelona. Sie sprechen über seine Vorliebe für rebellische Figuren, seine spanische Familie und das Erbe des Bürgerkriegs.

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