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28 WEEKS LATER

28 WEEKS LATER

Regie Juan Carlos Fresnadillo
Kinostart 30.08.2007

Kritiken • 28 WEEKS LATER

30. August 2007 | 28 WEEKS LATER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Bert Rebhandl ist der Film "ein klassisches Genrestück: Es gibt ständig neue Mutproben zu bestehen, immer wieder werden Hoffnungen grausam betrogen, und mit dem neuen Ausbruch der Krankheit schwinden die Aussichten auf ein Überleben der Zivilisation in England. Deutlich sind die Parallelen zur Situation im Irak: Da wie dort haben sich die Schutzmächte in eine gesicherte Zone zurückgezogen, während draußen der Terror herrscht. Fresnadillo strapaziert diese politische Lesart aber nicht, er exerziert nur einfach einen extremen Ausnahmezustand in allen möglichen Variationen durch."

30. August 2007 | 28 WEEKS LATER • Kritik • Junge Welt

n 28 WEEKS LATER setzen die Macher alles daran, blutig den Nukleus Familie zu spalten, meint Klaus Charbonnier. "Wir hatten keine Wahl als wegzurennen vor dieser unrettbar verfahrenen Situation, in der man sich höchstens hätte zerfleischen lassen können für nix und wieder nix, so daß wir uns lieber gleich dem Gefühl des erhabenen Adrenalin-Grusels hingegeben haben, als uns auch nur noch einmal nach der um Hilfe bettelnden Frau umzudrehen, wie sie da traurig stand hinterm Fenster. Statt dessen tollten wir wie die Kinder beim Fangen-Spielen über die Sommerwiese vor den Zombies her, untermalt von schweren Rockgitarren und hatten unseren gemeinen Spaß."

30. August 2007 | 28 WEEKS LATER • Kritik • schnitt.de

Daniel Albers kritisiert, dass in der Fortsetzung nur noch das überdurchschnittliche audiovisuelle Design geblieben ist. "Die hier nur noch als ausführende Produzenten involvierten Danny Boyle und Alex Garland (vormals Regie und Drehbuch) haben zugelassen, daß 28 WEEKS LATER von dem schmalen Grat, den der Vorgänger zu balancieren gemeistert hat, in Richtung überdrehten Splatterhorrors abgerutscht ist. Die wesentlich dünnere Story dient hier nur noch als Aufhänger für allerlei blutrünstige Körperzerstückelungsorgien, auch filmtechnisch zerschnitten in fast nicht mehr wahrnehmbare Einzelteile."

30. August 2007 | 28 WEEKS LATER • Kritik • Der Spiegel

Der Horrorfilm hat mehr zu bieten als Schockeffekte: Er zeigt gespenstisch klarsichtig den Zerfall des Gemeinwesens, schreibt David Kleingers. "Ohne in dumpfen Anti-Amerikanismus zu verfallen, zeigt der Film die radikale Auflösung der Ordnung und die brutale Reaktion des Militärs. Bagdad und Kabul könnten tagesaktuelle Partnerstädte sein, doch 28 WEEKS LATER geht in seinem Pessimismus noch weiter. Denn nicht nur der Kontrollapparat versagt, auch Liebe und Solidarität gewähren keinen Schutz. Blutsbande sind hier oft nur eine weitere Schlinge um den Hals, mit der sich die Menschheit selbst die Luft abschnürt. Aber ohne die - vielleicht tödliche - Nähe zum Nächsten geht das Individuum in jedem Fall zu Grunde."

23. August 2007 | 28 WEEKS LATER • Kritik • Die Zeit

Laut Diedrich Diederichsen bedient sich der Film bei bekannten Bürgerkriegsfilmen. "Es geht nicht mehr um allegorisierte Kämpfe zwischen Bevölkerungsteilen, Minderheiten und Klassen, sondern um den Kampf des Prinzips der Sicherheit und der Kontrolle gegen alle, gegen jede Störung, egal, von wem. Das durchdachte Durcheinander von Reißschwenks und greller Überbeleuchtung ist hier kein Special Effect – das Leben selbst zerfällt in spektakuläre Bilder im Ausnahmezustand. Ihre Unordnung, Drastik und Untauglichkeit zur Orientierung ist buchstäblich das Problem der Protagonisten. Überblick heißt Rettung, nämlich Flucht im Hubschrauber."

18. August 2007 | 28 WEEKS LATER • Kritik • film-dienst 18/2007

So abenteuerlich das Szenario auch ist, es macht für Jörg Gerle Sinn. "Formal wird 28 WEEKS LATER wie sein Vorgänger von spröder Kameraarbeit, wirrer Lichtsetzung, gröbkörniger Textur der Bilder bestimmt – und einem suggestiven, durchkomponierten metallenen Score, der nichts mit der üblichen „Terror-Musik“ gemein hat. Einzig das Konzept der wackelnden Handkamera stellt sich mitunter gegen den Film, wenn die Unübersichtlichkeit zu groß wird. Doch der Mut, einen Genrefilm einmal nicht nach gängigen Mustern zu stricken, bleibt respektabel; gerade auch weil er einkalkuliert, als 2schwierig" empfunden zu werden."

04. Juli 2007 | 28 WEEKS LATER • Kritik • critic.de

Vieles ist für Thorsten Funke genauso wie im Vorgängerfilm. Der Regisseur entwickelt keine der Figuren besonders ausführlich, und seine "Geschichte nimmt ja schon bald eine Wendung, nach der es auf Charakter ohnehin nicht mehr allzu sehr ankommt. Das Drehbuch von Rowan Joffe, Regisseur Fresnadillo, Jesús Olmo und Enrique López Lavigne legt die Betonung vielmehr auf die Schicksalhaftigkeit falscher Entscheidungen - und seien sie noch so gut gemeint. ... in ganz auf dieser Linie liegender, wirklich hinterhältiger Plot Twist beschließt 28 Weeks Later und lässt übergroßen Raum für weitere Fortsetzungen, die dann wohl "28 Months Later" und "28 Years Later" heißen mögen."

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