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FATA MORGANA

FATA MORGANA

Regie Simon Groß
Kinostart 16.08.2007

Kritiken • FATA MORGANA

17. August 2007 | FATA MORGANA • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen beklemmenden Psychothriller sah Christina Tilmann. "Unreife und Kommunikationsunfähigkeit hat der Regisseur bei den Protagonisten als Kern des Unheils diagnostiziert. Schon in dem lastenden Schweigen, in den nicht ausgesprochenen Vorwürfen, im lauernden Beobachten und der Unfähigkeit zur zärtlichen Geste lauert das Scheitern. Der Fremde ist nur noch der Katalysator, der die Katastrophe auslöst."

16. August 2007 | FATA MORGANA • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz hat sich von den Darstellern überzeugen lassen. Der Regisseur "verfügt über eine erstklassige Besetzung - sie trägt sein minimalistisches Konzept. Zielcke, deren Figur in der etwas undankbaren Rolle der Vermittlerin zwischen den Männern steckt, mischt Neugier mit Vertrauen und strahlt gelassene Zuversicht noch in der Verunsicherung aus. Anglades Fremder schillert zwischen spöttischer Coolness, schüchterner Freundlichkeit und lauernder Bedrohung. Während Schweighöfer als beflissenes Rettungsopfer genauso eindringlich wirkt wie als eifersüchtiger Wüterich oder sich von den Rändern her auflösendes Nervenbündel."

16. August 2007 | FATA MORGANA • Kritik • Jungle World

Jürgen Kiontke entdeckt in dem psychologischen Drama die Möglichkeiten der Rezeptionsschulung.

16. August 2007 | FATA MORGANA • Kritik • artechock.de

Versandet ist der Film für Rüdiger Suchsland. "Gut aussehen tut FATA MORGANA auf den ersten Blick schon - nur hat er leider absolut nichts zu sagen, ist reine leere Form mit Charakteren ohne Charakter, offenkundig allein dazu entstanden, dass der Regisseur eine nette Visitenkarte hat und die Produktionsfirma einen Arbeitsnachweis fürs Finanzamt. ... Groß benutzt Versatzstücke des Suspense-Kinos, doch es gelingt ihm nicht, sie zu einem Ganzen zusammenzufügen. Stattdessen enttäuscht er gerade auch die Erwartungen von Genre-Fans, weil er sich nicht zwischen einem Horror-Film und einem realistischen Thriller entscheidet. Der Film wird immer unglaubwürdiger. Und das Ende ist einfach nur verwirrend und unlogisch, in der Konsequenz abstrus und ärgerlich."

16. August 2007 | FATA MORGANA • Kritik • Der Schnitt

Eine bemerkenswerte Langatmigkeit hat Sebastian Gosmann ausgemacht. "Für den Kinogänger ziehen sich die Minuten hin wie für Daniel und Laura die Tage. Das auf der Leinwand gegebene Zeichen zur Weiterfahrt hat für ihn bald etwas Unheilvolles, denn Weiterfahren bedeutet, sich mal wieder den gediegenen Landschaftsaufnahmen hingeben zu müssen, deren Attraktivität ihn schon seit den letzten gut tausendfünfhundert Kilometern nicht mehr zu beeindrucken vermag. Und im Innern des Jeeps: eisiges Schweigen. Dicke Luft, die nicht abgelassen wird."

13. August 2007 | FATA MORGANA • Kritik • film-dienst 17/2007

Esther Buss reflektiert anfangs über Wüstenfilme, um zum Schluß festzustellen: In FATA MORGANA "entwickelt die Wüste in keinem Moment eine hypnotische Qualität. Kaum einmal lässt die Kamera von den Figuren ab, anstatt sie in die Weite einer Totalen zu entlassen oder sie in ihrer ganzen Verlorenheit einzufangen. So bleibt die Wüste nur die opulente Kulisse für ein Paar, das selbst angesichts seines Ausgeliefertseins bis zuletzt zu viel Bodenhaftung hat."

01. August 2007 | FATA MORGANA • Kritik • epd-film 08/2007

Raffiniert wie schlicht nennt Anke Sterneborg den Wüstenthriller. "Ohne dass ihre Lebensgeschichten genauer entfaltet werden, gelingt es Matthias Schweighöfer und Marie Zielke eine Vielfalt von Gefühlsnuancen anklingen zu lassen, und Jean-Hugues Anglade braucht ohnehin nicht viele Worte, um als sinistres Kraftfeld auszustrahlen. Er könnte alles sein, ein Kidnapper, der es auf Lösegeld der Eltern abgesehen hat, ein einsamer Wanderer, der mit naiv unschuldigen Wüstentouristen Katz und Maus spielt, ein Todesengel oder auch die titelgebende Fata Morgana. So ergeben sich aus der ganz einfachen Konstellation und einem ebenso grandiosen wie schlichten Schauplatz eine Fülle von Möglichkeiten, die im Kopf des Betrachters weiterwuchern."

13. Juli 2007 | FATA MORGANA • Kritik • programmkino.de

Den hohen Ambition, die Simon Groß in seinem Debütfilm aufbaut, wird er nicht immer gerecht, stellt Michael Meyns fest. "Die Kunst, Dinge offen zu lassen, eben nicht alles genau zu erklären, sondern der Phantasie des Betrachters zu überlassen ohne sich in Beliebigkeit zu verlieren, ohne ins abstruse abzudriften, gehört zu den schwierigsten Stilmitteln des Kinos. Nicht immer vermag Simon Groß diesen schmalen Weg zu meistern, doch allein der Versuch, über konventionelle Erzählweisen hinauszugehen, ist beachtenswert. In Verbindung mit dem offensichtlich vorhandenen Gespür für atmosphärisch dichte Bilder lässt für die Zukunft dieses jungen Regisseurs einiges erwarten."

11. Juli 2007 | FATA MORGANA • Kritik • critic.de

Marcus Wessel ist von dem kruden Finale enttäuscht. "Statt am Ende für den großen Paukenschlag zu sorgen, entschied sich Groß dazu, den ohnehin dünnen Plot in ein offenes, reichlich krudes Finale zu überführen, das nur neue Fragen aufwirft. ... [Die Verärgerung] ist verständlich, stößt die Auflösung doch jeden Zuschauer, der in der Hoffnung auf eine halbwegs befriedigende Erklärung gedanklich vorher nicht längst ausgestiegen ist, vor den Kopf. Groß suggeriert über die Installation des Fremden und den vor allem von Daniel artikulierten Fragen nach dessen Identität, dass man eine abschließende Antwort erwarten darf. So aber stellt sich lediglich das Gefühl ein, knapp 90 Minuten lang hingehalten worden zu sein."

01. Juli 2007 | FATA MORGANA • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich ist enttäuscht: "Ähnlich wie seine Protagonisten auf ihrer ziellosen Fahrt durch die beängstigend schöne Einöde, findet Groß keine klare Richtung, mäandert zwischen Nicolas Roegs WALKABOUT und dem Horror von WOLF CREEK. Dass er dennoch den renommierten "Förderpreis Deutscher Film" gewann, offenbart die Schwäche der Konkurrenz: Der 25. Filmfest-Jahrgang gehörte nicht dem Nachwuchs, sondern den Rückkehrern."

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