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2:37

2:37

Regie Murali K. Thalluri
Kinostart 19.07.2007

Kritiken • 2:37

20. Juli 2007 | 2:37 • Kritik • Der Spiegel

Loser, nichts als Loser sah Birgit Glombitza. "Damit uns nichts von all der Scham, der Einsamkeit und der Egozentrik entgeht, lässt der australische Nachwuchsregisseur Murali K. Thalluri seine Jugendlichen in Schwarzweiß-Sequenzen direkt in eine therapeutische Kamera sprechen - bis keine Fragen mehr offen bleiben und sich das ganze ambitionierte Unterfangen frühzeitig selbst entzaubert. ... 2:37 wäre vielleicht nicht mehr als ein redliches, appellhaftes Schülerfilmchen geworden, gäbe es da nicht die in mehrfacher Hinsicht ganz erstaunliche Ästhetik. Die ist in ihrem Stilwillen und in ihren formalen Festlegungen dem blanken Plot haushoch überlegen."

19. Juli 2007 | 2:37 • Kritik • artechock.de

Atmosphärisch nennt Rüdiger Suchsland den Thriller. "Das Gegenteil eines Zynikers und voller Anteilnahme für seine Figuren, ist Thalluri dabei doch ein Erzähler, der weder diese Figuren, noch den Zuschauer schont oder durch Schönfärberei in verlogene Wonnen versetzte. Keine Tugend, die in diesem Film nicht ihre verdiente Strafe erhielte. So viel Mut zum Pessimismus ist, man muss das so sagen, überaus erfrischend, erst recht, wenn er mit so viel Schönheit und schierem Können verbunden ist."

19. Juli 2007 | 2:37 • Kritik • Berliner Zeitung

Lena Schneider entdeckt, worauf es dem Regisseur ankommt: die klaustrophobische Enge eines Alltags zu zeigen. "Trotz der spürbaren emotionalen Nähe zum Thema ist "2:37" nicht sentimental. Die Art, wie die Kamera den Protagonisten folgt, genau hinsieht, ohne sie bloßzustellen, ihnen auf der Toilette beim Weinen oder in einer Abstellkammer beim Kiffen zusieht, zeigt nicht voyeuristische Neugier oder schmelzendes Mitgefühl sondern stille Anteilnahme. Ein wenig ist das so, als sei die Kamera jenes schweigende Gegenüber, das die gebeutelten Protagonisten beim Streunen durch die Enge des Schulgeheges unbewusst suchen."

06. Juli 2007 | 2:37 • Kritik • critic.de

Ein Exploitation-Drama, das es gut meint, sah Birte Lüdeking. Der Regisseur "um eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Leiden seiner Figuren und versucht, ein enthusiastisches bis manchmal drastisches Statement zum Thema Seelenqualen heutiger Teenager abzugeben. Diese heikle Verbindung führt zu zwiespältigen Eindrücken und wachsendem Unbehagen. Thalluris Werk ist auch aufgrund seines handwerklichen Geschicks über eine gewisse Strecke durchaus spannend, es erreicht dies allerdings auf Kosten seiner Figuren. Es möchte sich einerseits auf deren Seite schlagen, instrumentalisiert andererseits aber ihre persönlichen Dramen, um Interesse aufrecht zu erhalten oder Effekte zu erzielen."

30. Juni 2007 | 2:37 • Kritik • programmkino.de

Das Ganze besitzt einen semi-dokumentarischen, beinahe nüchternen Ton, stellt Marcus Wessel fest. "Die aus der Verdichtung auf Ort und Zeit resultierende Überfrachtung mit Problemen geht früher oder später zu Lasten der Glaubwürdigkeit. Für manches, wie die Enttarnung des Obermachos Luke als schwuler Herzensbrecher, bedient sich Thalluri gar bei zu oft gesehenen Klischees. Die Zersplitterung des Plots und das anschließende Wiederzusammensetzen der Teile verleiht 2:37 ebenso wie die langen Steadycam-Fahrten durch das offene, helle Schulgebäude eine stilistische Eleganz, die nicht unproblematisch ist."

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