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EIN FLIEHENDES PFERD

EIN FLIEHENDES PFERD

Regie Rainer Kaufmann
Kinostart 20.09.2007

Kritiken • EIN FLIEHENDES PFERD

20. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • Die Tageszeitung

Jörg Magenau sah einen Spiel-Film in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes, der von der Spielfreude eines großartig harmonierenden Ensembles lebt. In manchen Momenten "kippt der Film aus der Beziehungstragödie ins Komödienhafte weg. Gegen Scherz und Frohsinn wäre nichts einzuwenden, wenn das nicht auf Kosten der Konfliktschärfe ginge. Die Midlife-Krise, wie Rainer Kaufmann sie zeigt, bleibt dann doch eher harmlos und beschränkt sich auf die üblichen Klischees: kein Sex mehr, ewig der selbe Alltag und allgemeine Ermattung. Dass mehr daraus wird, dass wenigstens für Momente die Angst vor einer ganz und gar verfehlten Existenz aufblitzt, ist in erster Linie der Intensität der Schauspieler zu danken."

20. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • Frankfurter Rundschau

Auf die Schwierigkeit, diese Story ins Heute zu übersetzen, reagiert Kaufmann mit wolkiger Beliebigkeit und schlichter Bebilderung, kritisiert Rüdiger Suchsland. "Nie versuchen Regie und Drehbuch, etwas freizulegen. Dem Film fehlen daher Zeit und Ort; die Handlung wurde gegenüber der Novelle um manche düstere Wendung verkürzt und konsequent ins Komödiantische, zum Teil Klamottige gewendet. Das Resultat ist ein biederer, uninspirierter Film, dem es nie gelingt, irgendein Interesse für seinen 30 Jahre alten Stoff zu erzeugen, ihn für die Gegenwart zu aktualisieren."

19. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • Berliner Zeitung

Kongenial verfilmt findet Alexandra Seitzdie Martin Walser-Novelle. EIN FLIEHENDES PFERD braucht den Vergleich mit der Vorlage nicht zu scheuen. "Den derart sanft den filmischen Möglichkeiten angepassten Stoff brauchte Rainer Kaufmann dann nur noch in die Hände verlässlicher Schauspieler zu legen. Schauspieler, die in die Charakterisierung der Walserschen Figuren jenes entscheidende Quentchen Melancholie einfließen lassen, in dem das Drama des bürgerlichen Stillstands zum Ausdruck kommt. Und so ist denn EIN FLIEHENDES PFERD nicht zuletzt als Schauspieler-Film ein reiner Genuss."

18. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • programmkino.de

Schwer wiegen für Michael Meyns die Veränderung an der Handlung. "Trotz mancher fragwürdiger Entscheidung ist EIN FLIEHENDES PFERD – die Begegnung mit selbigem, die "unerhörte Begebenheit", findet sich natürlich auch im Film, hat allerdings nicht den Effekt wie in der Novelle – ein gelungener Film. Von allen vier Protagonisten hervorragend gespielt und ansprechend gefilmt, ist Rainer Kauffmans Film weit mehr als ein leichter Sommerfilm. Und zukünftige Generationen von Deutschschülern werden sich fraglos an Vergleichen zwischen Novelle und Film abarbeiten, deren Unterschiede und jeweiligen Stärken und Schwächen sich an dieser Literaturverfilmung emblematisch festmachen lassen."

18. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel lobt das Darsteller-Ensemble, damit "hatte man großes Glück. Sie alle spielen ihre sehr unterschiedlichen und fein nuancierten Parts einfach fabelhaft (sieht man davon ab, dass Tukur und Noethen in einigen Passagen etwas chargieren). Alles in allem keine überragende, aber sehr brauchbare Verfilmung einer frühen Novelle von Martin Walser."

17. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah eine Literaturverfilmung, die ihre Vorlage liebt, "aber sogleich beherzt plündert, entkernt und mit ein paar strategisch hinzuerfundenen strukturellen und dramaturgischen Elementen klug in die Gegenwart bringt. ... Eine Kamera (Klaus Eichhammer), die ihre Figuren ebenso forschend ergründet wie die trügerisch heitere Bodensee-Landschaft; ja, in Augenblicken tragikomischer Größe nistet sie fast in den zermatteten Faltengesichtergebirgen, während sie bei lächerlichsten Entgleisungen die diskrete Totale bevorzugt. ... Kurzum: ein kohärentes Kunstwerk. Ein tadelloser Film ist dieses FLIEHENDE PFERD, das mit Vergnügen allerlei Disziplinen des nächsten Deutschen Filmpreises entgegengaloppieren dürfte."

17. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • critic.de

Thorsten Funke schätzt das sehr überzeugendes Schauspielerensemble. Der Regisseur "hat Timing und Bildgestaltung so gut im Griff, dass ein sehr kurzweiliger Film entstanden ist. Eigentlich sehenswert wird er aber erst durch die Schauspieler. Das Ensemble aus drei Erfahrenen und einer Neuentdeckung wirft sich gekonnt die Bälle zu - Noethen und Tukur zuzusehen, macht trotz der karikaturenhaften Überzeichnung einfach Spaß. Petra Schmidt-Schaller gibt überzeugend die verführerische Lolita. Und die Blicke, die Katja Riemann als unbefriedigte Ehefrau kreuz und quer über die Leinwand schickt, sind allein das Eintrittsgeld wert."

10. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • film-dienst 19/2007

Eine lichte Sommerkomödie mit dunklen Einschüssen sah Ulrich Kriest. Der Regisseur "setzt auf ironische Distanz, will die unterhaltsame Komödie, nicht die unbehaglichere Variante. Das gelingt ihm mustergültig: EIN FLIEHENDES PFERD ist gediegenes Schauspielerkino mit hohem Unterhaltungswert. Doch der Preis dafür ist hoch. Insbesondere die Prägnanz von Helmuts Figurenzeichnung fällt gegenüber Walsers Novelle deutlich ab."

06. September 2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • kino-zeit.de

Die Adaption funktioniert für Joachim Kurz gut. "Vor allem hat Kaufmann in seiner Verfilmung genau die richtige Balance zwischen Werktreue und eigenem Profil gefunden – hier wirkt nichts aufgesetzt, rezitierend oder verkrampft, wie sonst oft bei Literaturverfilmungen üblich, der Film strahlt vielmehr einen natürlichen Charme aus, dem man sich nur schwer entziehen kann. Das liegt vor allem an einem glänzend aufgelegten Ensemble, das einfach prima harmoniert. Der einzige Kritikpunkt in einer ansonsten rundum gelungenen Inszenierung sind lediglich manche Dialogpassagen, die dann doch ein wenig sehr bemüht daherkommen."

2007 | EIN FLIEHENDES PFERD • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Julian Hanisch kehrt der Regisseur zum wohltemperierten, manchmal erotisch erhitzten Lustspiel zurück. "Beim double dating brechen vergessene Begierden auf, wobei der Film seinen Humor aus dem Kampf zweier Gockel bezieht. Auf der einen Seite das grantige Graugesicht des Intellektuellen (Ulrich Noethen); auf der anderen Seite die Stimmungskanone (Ulrich Tukur), die man gerne zur Explosion bringen würde, damit sie endlich verstummt."

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