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DUNKELBLAUFASTSCHWARZ

DUNKELBLAUFASTSCHWARZ

Regie Daniel Sanchez Arevalo
Kinostart 21.06.2007

Kritiken • DUNKELBLAUFASTSCHWARZ

22. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • Der Freitag

"Obwohl das alles auf den ersten Blick verdächtig nach einem klassischen Almodóvar-Szenario klingt, zeichnet sich der Film nicht hauptsächlich durch die überspitzte Gegenüberstellung von Plot-Skurrilitäten und Melodramatik aus, sondern vielmehr durch den gleitenden Übergang zwischen tragischen und komischen Elementen.", meint Lasse Holler. "DUNKELBLAUFASTSCHWARZ kommt dabei längst nicht so schwermütig daher, wie der Titel vermuten lässt. Ganz im Gegenteil, der Ton der Erzählung ist heiter. Dem 1970 geborenen Regisseur gelingt es unterhaltsam zu erzählen, ohne seine Figuren der Lächerlichkeit preis zu geben."

21. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler lobt die Experimentierfreude des Films. "Die Titelfarbe bezeichnet, laut Pressematerial, einen Seelenzustand. Anhand des Films lässt sich das weder belegen noch abstreiten, aber seine Stärke liegt ohne Frage im Atmosphärischen. ... Durch Mauern und Glas betrachtet Jorge die Welt, erkennt alle möglichen Grenzen, nur nicht die eigenen. In einem solch stimmungsvollen, nicht zuletzt von Licht- und Farbwirkung abhängigen Szenario ist Handlung tatsächlich zweitrangig."

21. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Ines Kappert führt der Regisseur mit unerwarteter Härte "Spaniens Klassengesellschaft vor. Oder vielleicht mehr noch ein Denken, das alle an ihrem angestammten Platz verwahrt sehen möchte und Fluchtvisionen als naiv abtut. Aufgrund der eingesetzten durchaus cleveren Narrations- und Montagetechniken hat man zunächst gar nicht bemerkt, welch geradlinig reaktionäre Denkhaltung dem Plot zugrundeliegt."

21. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • Die Tageszeitung

Jeder Protagonist in diesem Film hängt im Ungewissen zwischen Enttäuschung, Wut, Bedauern, Zögern und Hoffnung, schreibt Wilfried Hippen. "Man merkt schnell und natürlich viel früher als die Filmfiguren selbst, wo ihre Geschichte hinsteuert, und ehrlich gesagt ist sie eh von Anfang an so abenteuerlich konstruiert, dass man sie kaum ernst nehmen kann. Aber seltsamerweise stört dies überhaupt nicht - ja Sánchez Arévalo erzählt so beiläufig und gewitzt, dass man bald das Gefühl bekommt, er zwinkere seinem Publikum zu und mache sich selbst ein wenig über seine eigene Dramaturgie lustig. Aber nie über seine Filmfiguren, die er durchweg mit einem liebevoll wissenden Augen zeichnet."

21. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Ein beeindruckendes Spielfilmdebüt sah Cristina Moles Kaupp. Es "lebt von seinen feinen Nuancen, vom intelligenten Balanceakt auch zwischen Komik und leiser Tragik. Nichts wirkt improvisiert, und der Schnitt beschleunigt sinnig den Krebsgang der Akteure. Die sind durchweg stimmig besetzt, allen voran Antonio de la Torre, der beeindruckend in seniler Bösartigkeit versinkt. Und Quim Gutiérez versteht es, seinen Jorge transparent und verschlossen zugleich zu präsentieren."

21. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • artechock.de

Beeindruckend dicht inszeniert ist der Film für Rüdiger Suchsland. "typisch spanisch in Virtuosität und Einfallsreichtum seiner Inszenierung, und in Stil wie Atmosphäre, in der Mischung zwischen Komödie und Tragik an die Melodramen seines Landsmanns Almodóvar erinnernd. Zugleich wirkt der Film gelassener, etwas weniger überdreht. ... Ein Panorama des Lebens in seinen unterschiedlichen Facetten, unsentimental, suggestiv und klug. Die katholische Religiosität mit ihrer speziellen Variante des Schuldkomplex spielt in dieser "comédie humaine" genau so eine Rolle, wie traditionelle Männlichkeitsideale und die Vor- und Nachteile der Unentschlossenheit."

19. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • film-dienst 13/2007

Für Wolfgang Hamdorf verbindet der Film "virtuos verschiedene Episoden und Handlungsstränge in ihren ganz unterschiedlichen, tragischen, dramatischen, sozialkritischen, komischen und grotesken Stimmungslagen. ... Insgesamt ist dem Regisseur ein brillanter abendfüllender Erstlingsfilm gelungen: ein Film über das Erwachsenwerden, über verwirklichte und unverwirklichte Lebensentwürfe, über die Liebe, die Träume und die Fähigkeit, innere und äußere Sperren hinter sich zu lassen. Sánchez arbeitet dabei virtuos mit konventionellen Erzählmustern und überrascht immer wieder mit ganz neuen Wendungen des scheinbar Vorhersehbaren."

19. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • critic.de

Wie Marcus Wessel feststellt, steht die Schuld-Thematik im Zentrum des Films. Der Regisseur "vertraut auf eine subtile und zurückhaltende Bebilderung, bei der gedeckte Blau- und Brauntöne die Optik des Films dominieren. Die elegante Kameraarbeit weiß, die zumeist jungen, attraktiven Darsteller ins rechte Licht zu setzen, so dass sogar der Sex zwischen Paula und Jorge in einem kalten, nüchternen Besucherraum des Gefängnisses eine sinnliche Erotik versprüht. In den Händen eines weniger begabten Regisseurs liefe Dunkelblaufastschwarz über seine stilvolle Ästhetik vermutlich Gefahr, in ein nett anzusehendes aber oberflächliches Beziehungsstück abzurutschen."

18. Juni 2007 | DUNKELBLAUFASTSCHWARZ • Kritik • br-online.de

Ein Porträt von Großstadtmenschen zwischen Melancholie und Leichtigkeit sah Margret Köhler. "Alle Personen hängen emotional in den Seilen, sind Getriebene und für den Regisseur metaphorisch jenseits einer Glassscheibe gefangen, die sie von ihren Träumen trennt, in die sie hineinrennen und sich wehtun. Ein psychologischer Prozess, der sie irgendwann zum Aufwachen bringt und die Unmöglichkeit von verlässlichem Glück in einer Welt ohne Gewissheiten schmerzhaft erkennen lässt."

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