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OBABA

OBABA

Regie Montxo Armendáriz
Kinostart 21.06.2007

Kritiken • OBABA

21. Juni 2007 | OBABA • Kritik • Berliner Zeitung

Für Catherine Newmark überträgt der Regisseur die Selbstbefragung des Buches auf das Medium Film: "Die Chronistin der Geschichten, die sich und ihre Wahrnehmung zunehmend auch selbst in Frage stellt, ist bei ihm Lourdes mit ihrer Videokamera. Ein bisschen spürbar bleibt immer, dass es sich hier um eine Literaturverfilmung handelt, die in ihrer Aneinanderreihung verschiedener Geschichten nicht ursprünglich für das bewegte Bild gedacht war. Der Mischung aus wehmütiger Vergangenheitsschau, präzisen kleinen Beobachtungen und nur angedeuteten Unerklärlichkeiten entzieht man sich trotzdem nur schwer."

21. Juni 2007 | OBABA • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen skurrilen Kleinkosmos hat Verena Friederike Hasel ausgemacht. Wer "Meta-Überlegungen mag, wird Gedankenmaterial finden in diesem Film – genau wie Lourdes in Obaba reichlich Bildmaterial findet. An dem Versuch, daraus eine Geschichte zu bauen, scheitert sie; ähnlich ist es Armendáriz selbst ergangen. Episodisch und unstrukturiert erzählt er aus der bunten Welt, die Lourdes mit der Kamera aufstöbert ... Einige dieser Geschichten wären es wert, zu Ende erzählt zu werden, doch Armendáriz tippt sie nur an und springt zur nächsten."

21. Juni 2007 | OBABA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Kongenial subtil nennt Heike Kühn die Verfilmung. "Zurück in der Stadt, wird Lourdes von ihrem Professor belehrt, dass das Leben keine kunstvollen Wendungen bereit halte, sondern vom Künstler mit Absicht und Tiefe aufgeladen werden müsse. Doch Armendáriz' auf ebenso komische wie mythische Weise vertrackter Film behauptet das Gegenteil: Stop making sense - und alle Geschichten entfalten eine Ambivalenz, die das gut Gemeinte und künstlerisch Wertvolle bei weitem übertrifft. Allerdings ist diese Magie des Realen nicht umsonst zu haben."

21. Juni 2007 | OBABA • Kritik • artechock.de

Für Rüdiger Suchsland demonstriert OBABA einmal mehr die ganz gewöhnliche Stärke des spanischen Gegenwartskinos. "Zugleich ist dies eines der seltenen Beispiele für einen originär baskischen Film. Wer OBABA in der Originalfassung sieht, wird erstaunt sein, über die Rauheit und Fremdartigkeit dieser Sprache. ... Kameramann Javier Aguirresarobe (THE OTHERS) entdeckt uns den Facettenreichtum des Dunklen, und die durchweg guten Darsteller, unter ihnen Peter Lohmeyer als deutscher Ingenieur, machen den Film zu einem sehenswerten Erlebnis."

14. Juni 2007 | OBABA • Kritik • critic.de

OBABA ist für Maurice Lahde eine Art Einführung in die Grundbedingungen mythischen Erzählens. "Dass immer irgendein Puzzleteil fehlt oder nicht passt, Fakt und Fiktion in der Erinnerung oft untrennbar verschmelzen – diese Einsichten stürzen Lourdes nicht rettungslos in Düsternis und Verwirrung wie die Helden Lynchs, sondern scheinen sie mit dem Dorf und seinen seltsamen Einwohnern zu versöhnen. Am Ende geht sie dem Leben außerhalb Obabas ganz freiwillig verloren. Was den ohnehin eher einlullend-melancholischen als düsteren Film zuletzt allzu arg nach Weltflucht und Nostalgie schmecken lässt."

Februar 2007 | OBABA • Kritik • critic.de

Annegret Wiemann beschäftigt sich mit den Werken des Autors Bernardo Atxaga.

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