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DU BIST NICHT ALLEIN

DU BIST NICHT ALLEIN

Regie Bernd Böhlich
Kinostart 19.07.2007

Kritiken • DU BIST NICHT ALLEIN

23. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • Der Spiegel

Leichthändig nennt Christian Buß die Tragikomödie. "Der stille Terror der Arbeitsagentur, so präzise und unpolemisch wurde er bis jetzt in kaum einem anderen Spielfilm in Szene gesetzt. Da sieht man gerne über die Schwachstellen in dem Ensemblewerk hinweg. Die Figuren sind in ihrer Psychologie nicht immer wirklich ausgefeilt, dramaturgisch werden ihre Schicksale zuweilen recht grob miteinander verquickt; die zaghafte Annäherung der Wellineks gegen Ende wirkt zum Beispiel ein wenig erzwungen. Aber wie Bernd Böhlich in seinem ersten Kinofilm die gesellschaftliche Vertikale ausmisst, das zeugt von Feingefühl und subtilen Witz."

20. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • f-lm.de

Christoph Cöln bescheinigt dem Regisseur ein ausgezeichnetes Gespür für den tragikomischen Blick. "Er zeigt das Deprimierte, aber auch die gleichmütige Gelassenheit mit der die Menschen ihrem Schicksal gegenüber stehen. Wie sie ertragen und nicht locker lassen. Wie sie sich selbst eine Schwarzwaldtapete auf die Balkonwand malen, weil sie das schön finden und sich Urlaub nicht leisten können. Dass Böhlich dabei nie in verklärende Sozialromantik verfällt, dass seine Helden trotz ihrer Unzulänglichkeit eine fast wohltuende Würde behalten ist die Stärke des Films. ... Die Schwere der Lebensumstände, die der Film schildert, korrespondiert dabei mit der Leichtigkeit, dem richtigen Gespür für die Distanz der Kamera."

19. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal steht DU BIST NICHT ALLEIN "in der Tradition des neuen deutschen Heimatfilms: Es ist ein Kino der bescheidenen Milieus und kleinen Leute, das den Realismus gleichsam metaphysisch überwindet - durch die Perspektiven, die es seinen Figuren eröffnet. ... [Der Regisseur stellt alle] Fragen in einer angenehm unaufgeregten, ja stillen Weise. Manchmal wünscht man sich mehr Bosheit, stärkere Zuspitzung, auch mehr visuelle Kühnheit. Andererseits: Was würde das bewirken? Dass man sich als Zuschauer geschützter fühlt ... Die Lebenszugewandtheit, die diesen Film auszeichnet, die ist das Wertvollste."

19. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • Die Tageszeitung

Claudia Lenssen nennt den Film eine Milieukomödie mit glänzenden Miniaturen und Wohlfühleffekten. "Bernd Böhlichs Film mit dem ranschmeißerischen Titel ist ein mit kräftigen Farben ausgemaltes Porträt Berliner Verlierer und Stehaufpuppen, eine milde und menschliche Milieukomödie über schlimme Verhältnisse und Herzen auf dem rechten Fleck. Plattenbautristesse wird hier als Episodenstück über Alltagsskurrilitäten, Würde und Hoffnung erzählt. ... Glänzend sind die Miniaturen in dieser Komödie. Leider wird die dahinter lauernde Tragik mit einem gefälligen "Alles-wird-gut"-Ende verzuckert."

19. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Sehr kleine, kleingemachte Leute versammelt der Regisseur, schreibt Jan Schulz-Ojala. "Wenn DU BIST NICHT ALLEIN gegen alle Überdeutlichkeit von Symbolen und Situationen, gegen allen mitunter groben Humorismus und auch alle Sentimentalität seine schimmernden Augenblickchen hat, dann sind sie den hemmungslos berlinernden Katharina Thalbach ("Um eins is Mittach!") und Axel Prahl ("Det is Paföng!") zu verdanken; die beiden kompakten Kraftpakete des deutschen Films geben, so vor der Kamera erstmals zusammengeführt, das prototypische postzillesche Hauptstadtehepaar."

19. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat sich von dem Film überzeugen lassen: "Böhlich hat sich eine Menge einfallen lassen, sein Sozialdrama ins Metaphorische zu heben. Dass Frau Moll nicht schwimmen kann, dies aber am Filmende lernen muss, ist ein durchsichtiges Bild. Andere Ideen aber tendieren zum Surrealismus: Etwa wenn Frau Moll erkennen muss, dass das Gebäude, das sie so gewissenhaft schützt, nichts enthält als Luft. Hier liegt der Schlüssel zu einem sozialen Kino, das sich nicht im Realismus verheddert. Und auch dann noch interessiert, wenn man wieder dem Aufschwung huldigt."

19. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • Neues Deutschland

Der Film bietet laut Caroline M. Buck eine praktische Anleitung zum Überleben mit Hartz IV.

18. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • Der Schnitt

Laut Ekaterina Vassilieva bietet der Film bereits gewohnte symbolträchtige Kulissen für die Visualisierung der gescheiterten Hoffnungen, der Sehnsucht und Vereinsamung. "Das Pathos, mit dem uns der Film, trotz der komödienhaften Einlagen, sein Thema präsentiert, erinnert jedoch unfreiwillig an das firmeninterne Ritual [Motivationstraining unter dem Thema "Du bist nicht allein!"], das genau denselben Begriff der Solidarität ausbeutet, mit dem der Film seine Zuschauer berühren möchte.

14. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel nennt einige Gründe, warum ihm die Hauptfiguren ans Herz gewachsen sind. "Ganz sicher hängt es mit Böhlichs Verständnis von Film zusammen. Er verzichtet auf eine pauschale Systemkritik und klassenkämpferische Parolen, wie sie in ähnlichen Milieustudien oftmals wenig subtil vorgetragen werden. Sein Film gibt sich vielmehr heiter, versöhnlich, zukunftsgewandt. Er operiert mit Witz statt mit der sozialen Brechstange. Das weckt Erinnerungen an Andreas Dresens SOMMER VORM BALKON und füllt den titelgebenden, von Roy Black gesungenen Schlager mit neuer Frische und Vitalität."

14. Juli 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • programmkino.de

Wunderbar hat der Regisseur dem Leben einiges abgeschaut, meint Thomas Engel. Die Berliner Stadtviertelgeschichte "ist alltäglich, menschlich normal und verständlich, komisch, aber auch melancholisch. Den Namen Bernd Böhlich, der sowohl das Drehbuch schrieb als auch Regie führte, wird man sich merken können. Sein Film ist ein guter Markstein in der derzeit qualitativ aufstrebenden Tendenz des deutschen Films. Es ist ein wenig der Andreas-Dresen-Stil, was hier keineswegs abwertend, sondern eher als Kompliment gemeint ist."

14. Juni 2007 | DU BIST NICHT ALLEIN • Kritik • critic.de

Mit hervorragenden Schauspielern und leisen Zwischentönen erzählt der Regisseur laut Birte Lüdeking seine sommerliche Tragikomödie von kleinen Gesten, größeren Sehnsüchten und einer stürmischen Midlife-Liebe in Zeiten der Arbeitslosigkeit. "Eine bittere Zustandsbeschreibung, die allerdings beinhaltet, dass es nur noch aufwärts gehen kann, hat man den Nullpunkt erst mal erreicht. Dass ein Neubeginn jederzeit, für jeden, eine Möglichkeit darstellt, ist die Vorstellung, die DU BIST NICHT ALLEIN mit auf den Weg gibt."

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