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MARIA AM WASSER

MARIA AM WASSER

Regie Thomas Wendrich
Kinostart 26.02.2009

Kritiken • MARIA AM WASSER

28. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • Der Freitag

Leider versinkt der Film in seinem rätselhaften Symbolismus, kritisiert Matthias Dell. Der Regisseur "huldigt einem Symbolismus, der alles mit Überdeutlichkeit schlägt oder ins Reich der Fabel weist. Hier wird das Lamm noch mit Flusssteinen zubereitet und die Orgelpfeifen in Särge verpackt. Es herrscht eine Nachwende-Bitternis, die den Schluss nahelegt, die Mutter, die sich nicht um das Schicksal ihres Kindes kümmert, könnte eine Metapher sein für das Untergehen der DDR, das zu einer Erosion der familiären Beziehungen geführt hat."

26. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • Berliner Zeitung

Die um Märchenmagie bemühte Handlung ist eher verworren als verrätselt, kritisiert Philipp Bühler. "Das schreit nach Entschlüsselung, aber sein Film legt es nicht darauf an. Was genau er eigentlich will, wird im Gegenteil mit fortschreitender Dauer immer unklarer. Wäre MARIA AM WASSER (MARIA AM WASSER Trailer) besser gelungen, würde man ihn in eine Tradition stellen mit den Filmen eines Béla Tarr oder Fred Kelemen. Ihr apokalyptisches Kino aus einem sterbenden Osteuropa, schwer mit Allegorien beladen, füllte ein atmosphärisches Vakuum zwischen Wende und neuem Jahrtausend mit sehr eigenen Bildern."

26. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • Der Tagesspiegel

Nach fünf Minuten hat Kerstin Decker nur noch ein klinisches Interesse am Fortgang der Geschichte. "Mit einem verbissenen Willen zur Originalität, der nur noch vom Kunstwillen des Regisseurs übertroffen wird. Wir bewegen uns ständig auf falschen Fährten, bis sich dem genervten Zuschauer ungefähr folgende Ausgangssituation darbietet."

26. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte vergleicht den Film mit FÄHRMANN MARIA von Frank Wisbar, einem der wenigen Kunstfilme aus der NS-Zeit. "Doch statt der visuellen Poesie des Klassikers mit Sybille Schmitz gibt es nur reichlich Postkartenansichten. Hier gibt es keinerlei Erdung durch einen wie auch immer gearteten Bezug zu einer existierenden deutschen Provinz. Zelebriert wird eine abstrakte Idee von Urtümlichkeit in schweren und noch beschwerlicher gesprochenen Dialogen. Es fehlte nicht viel, um das Ganze ins Absurde zu kippen. Dann würde ein schöner Aki Kaurismäki daraus."

26. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • Junge Welt

Yorikke Schäkel schreibt: "Blödsinn hat Ursachen: Der Film verhandelt unbedeutende Nebenfragen wie Weltfrieden, Prostitution und Glück, er verschiebt Wahrheiten mit der Schönheit großer Lügen. Aus Versehen wurden, auch das ein Novum, tatsächlich Schauspieler besetzt. Und sie transportieren Gedanken und Ideen. Allein Hermann Beyers Auftritte belohnen jeden zahlenden Besucher fürstlich."

24. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • br-online.de

Feinfühlig inszeniert nennt Heidi Reutter den Film. "Die Heimat ist nicht mehr vertraut, die Orte der Kindheit sind ihm fremd geworden. Die DDR gibt es nicht mehr, nur noch die Erinnerungen. Geblieben sind auch die Menschen, die jene Zeit erlebt haben, ihr Schicksal ist für immer verbunden mit der Geschichte. Etwas schrullig und obskur kommt einem das Figurenarsenal vor, das Thomas Wendrich in seinem Film versammelt hat. Marcus, der verlorene Sohn, begegnet dieser fremden, alten Welt mit überraschend sanftmütiger Gelassenheit und findet am Ende die Liebe. Das ist eine schöne Überraschung."

20. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • film-dienst 05/2009

Bei Felicitas Kleiner haben sich die eigenwilligen poetischen Bilder eingeprägt. "Dieser kleine, aber entscheidende Vorspann und die großartige Maria Gruber, deren subtiles, zurückgenommenes Spiel ihrer kantigen Frauenfigur Geheimnis und Würde bewahrt, halten einen davon ab, die Hauptfigur vorschnell zu verurteilen. Es sind vielmehr Einladungen, darüber nachzudenken, welche biografischen Brüche, welche Enttäuschungen und welcher Verlust an Utopien hier stattgefunden hat, welche Leere zurückgeblieben ist, die nicht mit etwas Neuem gefüllt werden konnte."

01. Februar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • filmz.de

Linksammlung bei filmz.de

12. Januar 2009 | MARIA AM WASSER • Kritik • critic.de

Silke Roesler vergleicht den Film mit NOVEMBERKIND. "Im Gegensatz zu dieser für den Zuschauer nachvollziehbaren Tour de Force bleiben Marcus’ Blicke leer, seine Handlungen unmotiviert. Die Gespräche mit seiner Mutter sind distanziert, die Begegnungen mit seinen potentiellen Vätern wirken in ihrer Kälte und Sperrigkeit skurril, fast schon grotesk. ... Thomas Wendrichs erster Langfilm MARIA AM WASSER (MARIA AM WASSER Trailer) nimmt im Gegensatz zu Christian Schwochows Regie-Debüt NOVEMBERKIND keine Fahrt auf. Ebenso wie die Waisenkinder 1983 samt Panzer in die Elbe gestürzt sind, fällt auch Thomas Wendrichs Geschichte förmlich ins Wasser."

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