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FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND

FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND

Regie Dominik Reding
Ben Reding
Kinostart 06.12.2007

Kritiken • FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND

08. Dezember 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • Berliner Zeitung

Die Zwillinge Dominik Reding und Benjamin Reding machen Filme, die auffallen. Regine Sylvester spricht mit den beiden.

08. Dezember 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt nennt FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND ein Bildpuzzle mit Musik. "Diese Unterhaltung ist aber alles andere als das, was wir vom Fernsehen gewohnt sind. Eine Unterhaltung mit dem Herzblut der Reding-Zwillinge. Pathos! Ihnen ist es ernst, die Stationen zu zeigen, auf denen der Held Bastian sich bekehrt. Das Ende ist nicht ein Gloria, sondern ein langsames Verschwinden im Winterlicht, im Regen, im Dämmern, auf einsamer Heide, nass, allein. Te absolvo. Lukas Steltner hat ergreifend gespielt. Jetzt ist er ergriffen."

06. Dezember 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • Berliner Zeitung

Als Ausnahmefilm bezeichnet Julia Teichmann FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND. "Lustvoll hauen die Brüder Dominik und Benjamin Reding hier auf den Tisch und lassen in ihrer neuen Regiearbeit "Für den unbekannten Hund" Farben, Licht und Elemente mit expressionistischer Wucht über die Leinwand donnern. Gleichzeitig erzählen sie aber auch einfach und stringent eine Geschichte - die Geschichte der Läuterung eines sehr im Hier und Jetzt verankerten, jungen Mannes. Nur wählen sie dafür ein fremdartiges, archaisches, filmisch weitgehend unerkundetes Milieu: das der wandernden Handwerksgesellen."

06. Dezember 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • Jungle World

FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND schrammt zwar hart am Kitsch vorbei, beeindruckt aber durch seine Authentizität, schreibt Jürgen Kiontke. "Reding-Figuren sprechen nie nur zu ihren Part­nern auf der Leinwand, sie sprechen immer auch fürs Publikum. So ensteht eine theatra­li­sche Atmosphäre. Der Reding-Film ist an­ge­wand­te Strasberg-Schule, aber eben nicht allein ­method acting, die Methode, mit der die Eindring­lichkeit einer schauspielerischen Darstellung durch die Identifikation des Schauspielers mit der Rolle gesteigert wird. Sondern vielmehr: method directing. Die Regis­seure knien sich in den Stoff, leben damit, werden Teil von ihm. Das Ergebnis ist: Jede Szene ist ein Standbild, und kein Bild wird zurückgelassen."

06. Dezember 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Christiane Peitz setzen die Regisseure erneut auf Stil-Anarchie. "Ihr ohne Fernsehbeteiligung selbst produziertes Roadmovie ist ein wilder Psychotrip, eine extrem explosive Mischung: rüde Typen, wüste Schnitte, Knallfarben und Pyromanie, Mittelalter und Apokalypse, Händel und Heavy Metal. Hardrock gegen rechts: Das scheppert, schreit und flüstert auch mal ungelenk. Die virtuose Schmuddelästhetik und Querfeldein-Dramaturgie bringt es mit sich, dass man der Story manchmal kaum folgen kann."

08. Oktober 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • kino-zeit.de

Wer wenig über die Wanderschaft der Gesellen weiß und sich dafür interessiert, ist in diesem Film gut aufgehoben, glaubt Katrin Knauth. Nur wenige der Laiendarsteller "hatten vorher Schauspielerfahrung, was dem Film leider auch nicht zugute kommt. Gerade weil sie keine Erfahrung haben, wirken die Dialoge häufig sehr aufgesetzt und theatralisch. Man merkt es ihnen an, dass sie letztendlich nicht sich selbst spielen mussten wie die Laien in KARGER von Elke Hauck oder SEHNSUCHT von Valeska Griesbach, sondern sich in eine gänzlich neue Rolle hineinzufinden hatten. Festus nimmt man zwar den Steinmetz in seiner ganzen körperlichen Haltung ab, aber wie er spricht, das wirkt stellenweise arg aufgesetzt."

25. September 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • critic.de

Ein bildgewaltiges Drama um Schuld und Sühne sah Marcus Wessel. Die Filmemacher "wollten eine epische Geschichte erzählen, die Fragen aufwirft, gleichzeitig dem Zuschauer aber keine belehrenden Antworten aufdrängt. Das ist ihnen gelungen, weil sie jeder einzelnen Figur zu jedem Zeitpunkt mit Respekt begegnen und auf plakative, einfache Lösungen und Kategorisierungen nach dem Schubladenprinzip verzichten. Hier gibt es kein Schwarz und kein Weiß. Eher bewegt sich Für den unbekannten Hund die meiste Zeit über in der Grauzone zwischen diesen Extremen in einer Welt, die uns seltsam fremd erscheint."

18. September 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • Die Tageszeitung

Für Wilfried Hippen zeigen die beiden Regisseure den Mikrokosmos "mit einer Bildgewalt, die im deutschen Kino selten ist. Da wird mit schreienden Farben gearbeitet, die Elemente Feuer und Wasser züngeln und spritzen als Leitmotive immer wieder spektakulär von der Leinwand herunter, und bei der ausgeklügelten Kranfahrt hinauf zu den Arbeitenden auf einer Kirche stockt einem der Atem. Manchmal hat man das Gefühl, die beiden Brüder wollten sich gegenseitig übertreffen, indem sie die Szenen jeweils noch radikaler, noch eigenwilliger, noch expressionistischer inszenierten. Doch lenkt dieser extrem ausgeprägte Wille zum Stil nicht von der eigentlichen Geschichte des Films ab."

29. Juni 2007 | FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND • Kritik • programmkino.de

Die Strapazen der Wandergesellen konnte Oliver Zimmermann regelrecht nachempfinden. "Die Anstrengungen der Tippelei stehen dann auch im Vordergrund des Dramas. Die Stimmung schwankt dabei zwischen romantischer Verklärung und ernüchternder Realität. Der Mord bildet hingegen nur einen Rahmen, um in die Handlung einzusteigen. Den Film kennzeichnet bei alldem eine surreale, beinahe märchenhafte Atmosphäre. Alles erscheint ein wenig entrückt, verträumt und mittelalterlich ... Entstanden ist eine reizvolle Hommage an die Wanderjahre, ohne die Gegenwart zu beschönigen."

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