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THE NAMESAKE

THE NAMESAKE

Regie Mira Nair
Kinostart 07.06.2007

Kritiken • THE NAMESAKE

06. Juli 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Berliner Zeitung

Ein Hohelied auf die Macht der Familie singt dieser wundersame Film, meint Harald Jähner. Die Regisseurin "besitzt ein einzigartiges Vermögen, differenzierte Stimmungen in packenden Bildern zu inszenieren. Schließlich erlebt man die ganze Schönheit und Tiefe dessen, was man üblicherweise Ehetrott nennt. ... Ihr Film [ist] Teil einer weltweiten Revision der Familienkritik, die mit der Moderne einherging. Auch hier spürt man das Pendel der Geschichte zurückschlagen im Versuch, ohne spießigen Muff die Bindungskräfte der Familie neu zu sehen, so wie es in Deutschland durch Frank Schirrmachers Buch "Minimum" populär geworden ist."

09. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof stellt fest: "Die arrangierte Ehe, so zeigt uns Mira Nair und so beschreibt es Jhumpa Lahiri im zugrunde liegenden Roman, ist keinesfalls das merkantil-pragmatische Gegenteil einer Liebeshochzeit, nein, sie ist ein Langzeitprojekt, das gerade wegen der Klarheit der Startbedingungen oft besser funktioniert als das auf Verliebtheit gründende Modell. ... Die schwierige Aufgabe, dreißig Romanjahre in zwei Stunden Film zu übersetzen, bewältigt Nair nicht wirklich befriedigend. Nur für Momente findet der Film seinen Rhythmus; er beginnt wie ein Epos und endet wie eine Kurzgeschichte. Worin sich auf seine Weise der Übergang von Tradition zu Moderne zeigt."

07. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Berliner Zeitung

Marli Feldvoß unterhält sich mit der Regisseurin über den Kampf der Kulturen.

07. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Verena Friederike Hasel dominiert das Grobe. "In ihrem Film folgt Mira Nair der découpage classique so sehr, dass man sich mitunter eine bollywoodeske Sing-und-Tanz-Einlage aus dem Nichts herbeiwünscht, nur damit die artige Narration kurz bricht. Stattdessen bebildert die Regisseurin 122 Minuten lang eine immerselbe Botschaft: So lange du dein Herz, deine Familie nicht verlierst, kann dir nichts Böses widerfahren. Das ist wohltuend, sicher, aber auch langweilig – und so geschieht recht wenig auf dieser äußeren Reise, der die innere fehlt."

07. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Der Tagesspiegel

Martin Schwickert spricht mit der Regisseurin Mira Nair über ihre Heimaten Amerika, Afrika und Asien – und die Chance der Globalisierung.

07. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Neues Deutschland

Caroline M. Buck stellt fest: "Von der Farbenpracht des Bollywood-Kinos ist das bei Nair wie bei Lahiri etwa so weit entfernt wie eine Eddie Murphy-Komödie von den Tagen und der Ästhetik des Stummfilms. Ganz ruhig und undramatisch und mit viel Verständnis für die Ambitionen und Nöte aller Beteiligten erzählen sie von der einen arrangierten Ehe, die noch im heimischen Brauchtum wurzelt und deshalb gelingt, und der anderen, die in der jüngeren Generation nur noch auf vergleichbaren Erfahrungen schwieriger Identitätssuche fußt und deshalb scheitert."

06. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Michael Kohler kehrt die Regisseurin zur kleinen Form zurück. "Es gibt wenig in Mira Nairs gesamtem Werk, das an die natürliche Eleganz heranreicht, mit der sie die frühen amerikanischen Jahre der Gangulis inszeniert. In seinen besten Momenten hat dieser Film das nüchterne Pathos einer Pioniergeschichte, in der allein die Größe der Anstrengung das Happyend verbürgt. Dazu genügen wenige Blicke und Gesten, etwa wenn der liebenswert zurückhaltende Ashoke seine Frau mit dem American Way of Life vertraut macht. ... Dass dies nicht auch auf deren Glaubwürdigkeit zurückfällt, spricht vor allem für die darstellerische Souveränität von Tabu und Irrfan Khan. Obwohl sie sich kaum jemals berühren, bleibt ihre Romanze das Herz des Films."

05. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • film-dienst 12/2007

Mitunter etwas schematisch ist der Film für Ulrich Kriest. "Vergleichbare Spannungen durchziehen sämtliche Interieurs, die wie die Figuren einen Katalog von Möglichkeiten (großbürgerlich, modernistisch, studentisch, etabliert) abdecken (sollen). Vieles bleibt in der Schwebe, wobei nicht deutlich wird, ob dies Stärke oder Schwäche des Films ist. Nair widmet sich der psychologischen Binnenperspektive der Immigration, blendet aber die Reaktionen der hegemonialen Kultur auf das Fremde fast völlig aus. Der Terrorismus, der integral für die aktuelle Beschäftigung mit dieser Problematik scheint, bleibt außen vor."

04. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • critic.de

Beeindruckend findet Hannes Brühwiler die Weigerung der Regisseurin, ein Urteil zu fällen. "Weder eine falsche Nostalgie noch das Anprangern einer angeblich wertelosen Jugend finden im Film Unterschlupf. ... Fern vom Kitsch des Bollywood-Kinos wird Indien als leicht chaotischer mit Menschen überfüllter Ort dargestellt. Die amerikanischen Vororte wirken dagegen ruhig und überschaubar. Der Sprung mit nur wenigen Einstellungen vom warmen Kalkutta ins trostlose winterliche New York ist nicht nur ein Schock für Ashima, sondern auch für die Zuschauer. Die Einfachheit, mit der nicht nur dieser Wechsel, sondern auch die restliche Geschichte erzählt wird, macht THE NAMESAKE zu einem Film, dessen Melancholie und unaufgeregte Erzählweise tief beeindrucken."

04. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • br-online.de

Margret Köhler hat sich keine Sekunde gelangweilt: Sie verfolgte "gespannt die Entwicklung der Figuren, ihre inneren und äußeren Kämpfe, nimmt teil an ihrer Ambivalenz und lächelt über ihre Widersprüchlichkeit und Schwächen, die sie so liebenswert machen. Menschen, die sich aufreiben und auflehnen, sich fast verlieren, um zwei Kulturen und Lebensweisen in Einklang zu bringen. Kein knallbunter Bollywood-Schinken mit falschen Gefühlen, sondern ein vielschichtiger Blick auf die Suche nach Heimat, die jeder zum Überleben braucht. Ob er es sich eingesteht oder nicht."

01. Juni 2007 | THE NAMESAKE • Kritik • Der Spiegel

Birgit Glombitza unterhält sich mit der Regisseurin Mira Nair über ihre eigenen Erfahrungen als globale Nomadin.

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