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SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT

SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT

Regie Michael Schorr
Kinostart 31.05.2007

Kritiken • SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT

01. Juni 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • Die Tageszeitung

Wie Dietmar Kammerer meint, begibt sich der Film auf die Suche, was aus Kohls "blühenden Landschaften" geworden und findet die gute, alte Völkerfreundschaft. "Fast sträubt man sich, den Film eine Komödie zu nennen - wie alles andere, so verläuft hier manche Pointe im sächsischen Sand. In diesem Nicht-Vorwärts-Kommen entwickelt der Film allerdings seinen ganz eigenen, melancholischen Charme. Die bissige Satire und die Bloßstellung ist Schorrs Sache nicht. Zwischen seinen mit dicker Feder gezogenen Typenzeichnungen - Rotkohl und Klöße der Familie gegen das Tai Chi des heimgekehrten Sohnes - sucht er nicht den Kontrast, sondern das Verbindende."

01. Juni 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker bekommt hier nicht den Blues beim Zusehen. "In SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT ist nichts mehr lapidar oder poetisch. Der Film ist eine einzige Überanstrengung. Jeder Satz scheint neben sich zu stehen. Es gibt großmannssüchtige Filme, die kritisiert man gern, da tut es nicht weh. Hier schon."

01. Juni 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Etwas lieblos ist der Film für Rüdiger Suchsland. "Das Groteske dieses Plots gibt eine Ahnung von dem Witz dieser Komödie: etwas aufdringlich, mehr schrill als poetisch, wird hier kräftig auf Klischees herumgeritten. ... Doch SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT begeht eine andere Sünde: Er langweilt. Zu lieblos und unaufmerksam ist die Inszenierung, zu gewollt kurios. Bestenfalls funktioniert das alles als Persiflage auf die Umtriebigkeit mancher Zeitgenossen, keinesfalls aber als authentisches Portrait. Für ein wenig poetischen Atem sorgt allein die Kamera von Tanja Trentmann."

01. Juni 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • Der Freitag

Die Provinz sah schon besser aus, meint Matthias Dell. "Auf den ersten Blick scheint sich Schorr auf ein recht erfrischendes Spiel mit dem Klischees einzulassen. Aber je länger der Film dauert, desto deutlicher treten sie hervor ... Schorr verheddert sich, weil die Entscheidung zwischen Komik und Lakonik nicht fallen will. ... In SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT geht es nun zwischen nahe liegendem Slapstick und sanfter Skurrilität so unentwegt hin und her, dass der Betrachter irgendwann das Interesse verliert. Der Film lacht sich selbst kaputt."

31. Mai 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal tritt der Film merkwürdig auf der Stelle. "Die erzählerische Reduziertheit von SCHULTZE GET' THE BLUES ist fataler Nichtdramaturgie gewichen. Die Schauspieler wirken schwach; ja, vielleicht wirken sie schwächer, als sie tatsächlich sind. Das ist schade, und auch die gar nicht wenigen Gags hätten einen Anflug von Timing verdient gehabt. ... Die Bilder des Films sind teils wunderbar sensibel (Kamera: Tanja Trentmann) - umso stärker fällt auf, wie wenig Darstellung und Erzählrhythmus da konkurrieren können. Der Gesamteindruck ist verwirrend."

31. Mai 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • br-online.de

Selten tummelte sich so viel skurriles Personal vor der Kamera, stellt Margret Köhler fest. "SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT hätte ein wunderbarer 90-minütiger Film sein können mit seinen gezielten Gags, dem trockenen Humor und bitteren Witz, den bösartigen Anspielungen auf die Wirklichkeit mit Arbeitslosigkeit, Abwanderung und dem verrückten Projekt "Berzdorfer See". Leider ziehen sich 114 Minuten wie Kaugummi. Und wenn sich am Ende das Tempo steigert, ist es für den Zuschauer viel zu spät. Der ist schon lange ausgestiegen."

24. Mai 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • film-dienst 11/2007

Hans Messias mag den Film: Hier "wird mit Klischees, nationalen wie individuellen, herzhaft gekaspert, muss der größte völkerverbindende Kloß ebenso gekocht wie so mancher Schnaps gekippt werden, um das gemeinsame "Feeling" zu finden. Das ist vor dem Hintergrund der EU und ihrer Osterweiterung eine Satire auf Kleinstaaterei, aber auch eine bissige Auseinandersetzung mit Geschäftemacherei und Abzocke, in deren Verlauf sich ostdeutsche (Blüten-)Träume nur auf den Bankkonten einiger weniger verwirklichten."

24. Mai 2007 | SCHRÖDERS WUNDERBARE WELT • Kritik • critic.de

Die Geschichte entpuppt sich für Sascha Keilholz so flach wie das dargestellte Land. "Innerhalb einer von Fäkalhumor und Brachial-Comedians dominierten Medienkultur auf Zoten zu verzichten, ist begrüßenswert, doch so ganz ohne Pointen kommt ein Film, der sich im Gewand der Komödie präsentiert, nur schwerlich aus. Insofern funktioniert Schröders neue Welt vor allem als Negation ... Gekonnt unterwandert der Film Sehgewohnheiten und weist eine hierzulande selten gesehene Ästhetik auf."

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