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ACTRICES

ACTRICES

Regie Valéria Bruni-Tedeschi
Kinostart 17.04.2008

Kritiken • ACTRICES

17. April 2008 | ACTRICES • Kritik • Der Spiegel

Eine charmante und selbstironische Komödie im besten Woody-Allen-Stil sah Jenny Hoch. "Denn so wie stets in den Filmen des Altmeisters, stammen auch ihre Figuren aus privilegierten Verhältnissen und drehen sich mit ihren Neurosen und Ängsten um sich selbst. Der Unterschied ist nur, dass bei Bruni-Tedeschi die derart gemarterten Sensibelchen nicht zum Psychologen gehen, sondern in die Kirche. ... Die Stärke des Films ist, dass es selbst nach der Torten-Schlacht keinen moralischen Sieger gibt. Es gehört zur großen Kunst dieser Schauspielerin und Regisseurin, dass es ihr gelingt, diese Ich-bezogene, überspannte Diva im richtigen Moment trotzdem sympathisch erscheinen zu lassen."

17. April 2008 | ACTRICES • Kritik • Der Tagesspiegel

Herausgekommen ist ein Film, der oftmals erstaunlich direkt ist, schreibt Kerstin Decker. "ACTRICES macht auf phantasievoll-beiläufige Art Ernst mit unserer von Natur aus surrealen Existenz. Kein Mensch lebt nur in einer Wirklichkeit, und die besten Gespräche führt man ja doch mit Menschen, die es nicht mehr gibt. So sitzt Marcellines verstorbener Vater plötzlich neben ihr auf dem Sofa – ihre lebendige Mutter dagegen ist eine (amüsante) Strapaze. Sehr genau ist diese Grenzgängerin Valeria Bruni-Tedeschi, als Marcelline wie als Regisseurin."

17. April 2008 | ACTRICES • Kritik • Frankfurter Rundschau

Das amüsantes Verwirrspiel hat Natalie Soondrum überzeugt. "Mit viel Humor und einem Auge für Details entlarvt Bruni-Tedeschi den großen Star als kleines Mädchen, das alles perfekt machen will, damit Mami sie lieb hat. Sie zeigt die Sucht der Menschen, sich in der Schauspielerin zu spiegeln, ihr aber gleichzeitig die Sonderstellung zu verübeln. Valeria Bruni Tedeschi braucht wenig, um sich in Szene zu setzen. Die scheuen blauen Augen, die hohe und doch rauchige Stimme. Wie sie die Schultern hochzieht - auf der Leinwand hat sie eine schillernde Präsenz."

16. April 2008 | ACTRICES • Kritik • Die Tageszeitung

Als leicht nervend bezeichnet Barbara Schweizerhof das Drama. "Es ist eine Gratwanderung, die Valeria Bruni Tedeschi mit diesem Film eingeht: das Groteske, das Widersprüchliche, das Lächerliche an den Problemen von Marcelline herauszustellen - ohne die Figur ganz der Lächerlichkeit preiszugeben. ... Wie gesagt, derjenige, den man mit in diesen Film geschleppt hat, würde vieles daran auszusetzen finden: angefangen von der übertriebenen Rolle von Noémie Lvovsky als in den schwulen Regisseur verliebte Assistentin bis hin zur stockenden Dramaturgie. Allein dagegen lassen sich besser die Momente bewundern, in denen Bruni Tedeschi das Drama ihrer Frauengeneration in oft merkwürdigen, aber präzisen Bildern einfängt."

05. März 2008 | ACTRICES • Kritik • kino-zeit.de

Laut Peter Gutting changiert zwischen Realität und Fiktion als wäre es das Natürlichste von der Welt. "Kaum eine andere Schauspielerin kann einen fragenden, unsicheren Blick so hinreißend in ihre Augen zaubern wie Valeria Bruni Tedeschi. Kaum eine andere kann so verletzlich wirken, so ausgeliefert an ihre Gefühle, so verwirrt und schüchtern, als wäre sie das verhuschte Mädchen von nebenan. Und das ist nur die eine Seite. Marcelline kann wunderbar trotzig weglaufen und Kränkungen selbstbewusst weglachen. Kurzum: Dass der Film die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle auslotet, macht ihn zu einem Kunstwerk, von dem der verblendete Theaterregisseur nichts versteht."

06. Februar 2008 | ACTRICES • Kritik • critic.de

Laut Michael Kienzl lässt sich der Film keinesfalls auf eine bloße Neurotiker-Klamotte reduzieren. "Die subjektiv verzerrte Perspektive Marcellines, die ACTRICES einnimmt, ist dabei gleichzeitig die größte Stärke und Schwäche des Films. Einerseits entsteht eine ungeheure Dynamik durch die innere Unruhe der Protagonistin, mit der sie von einem Fettnäpfchen zum nächsten hastet. Allerdings ist Bruni Tedeschis Spiel teilweise zu manieriert und die Stimmungsschwankungen der Figur zu wechselhaft, um für den Zuschauer nachvollziehbar zu bleiben. In solchen Momenten kann es passieren, dass die Titelfigur und ihr egozentristisches Weltbild nicht mehr faszinierend wirken, sondern die Nerven des Zuschauers überstrapazieren."

10. Januar 2008 | ACTRICES • Kritik • programmkino.de

Für Michael Meyns ist die Dopplung die größte Schwäche des Films. "Man merkt ACTRICES seine Ambition an auf ungewöhnliche Weise über Frauen um die 40 zu erzählen, in künstlerischen Berufen auch noch, wo mit diesem Alter genau das Loch zwischen jungen, oft auf Attraktivität ausgerichteten Rollen und älteren, Reife verlangenden erreicht ist. Das Ergebnis ist ein oft arg neurotischer, versponnener Film, allerdings voll von schönen, kleinen Momenten, witzigen Dialogen und Szenen und einem unbeschwert aufspielendem Ensemble."

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