GARAGE

film-zeit Film: GARAGE
Regie Lenny Abrahamson
Kinostart 12.03.2009
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Inhalt • GARAGE

Eine alte Tankstelle im Herzen Irlands ist Josies Reich. Hier arbeitet und lebt er seit 20 Jahren. Als sein ehemaliger Klassenkamerad und jetziger Chef Tom Gallagher den jungen David mitbringt, damit der ihm hilft, ist Josie hoch erfreut. Seine zaghaften und teils hilflosen ersten Schritte in Sachen Freundschaft haben jedoch unerwartete Folgen ...

Kritiken • GARAGE

12. März 2009 | Kritik • Berliner Zeitung

Die Melancholie von GARAGE resultiert aus warmem Licht und dem Vergehen von Zeit, entdeckt Philipp Bühler. "Man könnte auch empathische Komödie dazu sagen, verlöre dabei aber die körperliche Dimension dieser Verliererporträts. Die Dubliner Junkies Adam und Paul agierten so ähnlich wie Laurel und Hardy auf Crack: Jeder Gegenstand, den sie zu klauen beabsichtigten, wandte sich gegen sie. In GARAGE führt Josie, von Pat Shortt unglaublich präzise und einfühlend verkörpert, einen stillen Kampf mit sich selbst und der Gesellschaft. Das hat viele komische, aber auch traurige Seiten."

12. März 2009 | Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala fordert der Film "Geduld. Und belohnt sie: mit einem fantastischen Hauptdarsteller, der aus nichts alles zu machen versteht. Mit präzis erträumten Szenen, deren Protagonisten, auch die jungen, sich allenfalls im Zweistundenkilometertempo fortbewegen. Und einem Schluss, der über jede Grenze geht."

12. März 2009 | Kritik • Berliner Morgenpost

Eberhard von Elterlein filmt "das tägliche (Über-)Leben eines Außenseiters, einfühlsam, ohne sentimental zu wirken, mit großer Liebe zur Hauptfigur und noch größerem Gespür für absurde Situationen. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt hier immer ein wissendes Gelächter. Und für dieses sorgt auch Pat Shortt: Irlands größter Komiker stattet seinen Josie mit tapsiger Herzenswärme aus. Dabei ist Regisseur Lenny Abrahamson klug genug, seine kindliche Hauptfigur dann doch mit der bitteren Erwachsenenwelt aus Rendite und Rentabilität zu konfrontieren, in der Josies ruhige Tankstelle keinen Platz findet."

10. März 2009 | Kritik • critic.de

Maurice Lahde mag den Film. "Eigentlich ist Josie eine klassische Nebenfigur. Der prototypische gutmütige Trottel von nebenan, leicht einsetzbar als Sidekick oder für Running Gags. Indem Lenny Abrahamson ihn zum Protagonisten macht, gelingt ihm ein genaues Porträt der Dorfgemeinschaft und der Rolle, die ein solcher Typus darin zu spielen hat. Und obwohl der Film seinen lakonischen Tonfall keinen Augenblick ändert, wandelt sich die anfängliche Belustigung über diesen so unbeholfenen wie einsamen Helden, der mit seinen skurril-begriffsstutzigen Kommentaren für manche Pointe sorgt, bald in Mitleid und schließlich in Beklemmung."

05. März 2009 | Kritik • film-dienst 06/2009

Dank Pat Shortt strahlt Josie einen unermüdlichen, gleichsam Beckettschen Optimismus aus, der bis zum fatalen Ende nicht verglühen will, schreibt Jens Hinrichsen. Mit großer Intensität gestaltet er "die finalen Szenen der Fassungslosigkeit, des stillen Kampfes um eine bereits verlorene Existenz. Unerbittliche "Komik" prägt die Szene, in der Mr. Gallagher zur Kündigung schreitet – von Lenny Abrahamson auf das Bild des auf den Tee wartenden Chefs und den Gegenschuss auf Josie verknappt, der ungeschickt Milchklumpen aus der für Gallagher gefüllten Tasse fingert."

01. März 2009 | Kritik • programmkino.de

Michael Meyns mag den kleinen Film. "Ganz behutsam schildert Lenny Abrahamson dies, in ruhigen Einstellungen erzählt, manchmal etwas klamaukig, was die meist gelungene Balance aus dem Ruder wirft und dazu führt, dass über Josie gelacht wird. Unabsichtlich, auch wenn Hauptdarsteller Pat Shortt in Irland als Komiker berühmt ist. Was umso mehr überrascht, als die subtile, brillante Art und Weise wie er Josie spielt, mit all dessen Ticks, den langsamen Bewegungen und dem leicht abwesendem Blick, vergessen macht, dass man hier einem Schauspieler zusieht."

01. Februar 2009 | Kritik • filmz.de

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