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DIE BAND VON NEBENAN

DIE BAND VON NEBENAN

Regie Eran Kolirin
Kinostart 31.01.2008

Kritiken • DIE BAND VON NEBENAN

02. Februar 2008 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Resch nennt DIE BAND VON NEBENAN eine schöne Komödie. "In langen, sorgfältig komponierten Einstellungen fängt der Film jene Überraschung ein, die einsetzt, wenn man plötzlich herausfindet, dass die Menschen, denen man gerade begegnet ist, vollkommen anders sind, als man sie sich vorgestellt hat. Gleichzeitig, und das ist sehr angenehm, soll hier nichts über die Israelis oder die Ägypter ausgesagt werden. Vielmehr steht jede Figur für sich und kann deshalb auch nicht auf ein Klischee heruntergebrochen werden."

31. Januar 2008 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Berliner Zeitung

Nüchtern, still und rätselhaft beginnt der Film für Jan Brachmann. "Slapsticknummern der Hilflosigkeit, des Verklemmt-Seins, der Sprachbehinderung reihen sich nun aneinander, oft so traurig, dass das Lachen der einzige Ausweg ist. ... Der Ausnahmezustand, in den die Band und ihre Gastgeber geraten, ist für fast alle ein Moratorium in einem irgendwie misslungenen Leben. Auswege aber werden nicht gefunden, nur Freiräume für Geständnisse und Selbsteinsichten."

31. Januar 2008 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Der Tagesspiegel

Mit zärtlicher Ironie und einem wunderbar unaufdringlichen Erzählton inszeniert Regisseur Eran Kolirin das israelisch-ägyptische Zusammentreffen in der warmen Sommernacht, stellt Martin Schwickert fest. "Dass man nicht die gleiche Sprache spricht, erschwert und vereinfacht die Sache gleichermaßen. Mit seiner ökonomischen Dialogführung, den präzise komponierten Bildern und dem sensiblen Blick auf die Figuren erweist sich Kolorin in seinem Kinodebüt als ein äußerst vielversprechender Filmemacher, der die minimalistische Erzähltradition des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki erfolgreich ins israelische Kino adaptiert."

31. Januar 2008 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Das neue israelische Kino ist ganz groß im Kleinen, schreibt Heike Kühn. "Alle Schauspieler in diesem mit Preisen überhäuften Film folgen der Tradition der beiläufigen Gesten, die Witz und Pathos so schön vereinen. Doch Tewfiqs Mienenspiel, aus dem tragische Höflichkeit und die Maskenhaftigkeit der Lebenslüge sprechen, ist unübertroffen: Sasson Gabai, ein bekannter israelischer Film- und Theaterschauspieler, verleiht seiner Figur die Würde einer aussterbenden Dinosaurier-Art."

31. Januar 2008 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Neues Deutschland

Für Caroline M. Buck ist der Film eine Polit-Utopie in privatem Gewand, ein melancholisches Märchen voll Humor und Humanität. "Dabei vermeidet Kolirins Spielfilmdebüt jede vereinfachende Sentimentalität: Die Figuren seines Films haben persönliche Verluste erlitten und Lebensträume begraben, egal, auf welcher Seite des Nahostkonflikts sie geboren wurden, und das hat nicht unbedingt die jeweils andere Seite verschuldet. Aber während es die Ägypter des Films nur temporär an diesen Ort am Ende der ihnen bekannten Welt verschlagen hat, ist für die Israelis von Beit Ha-Tikva die Stagnation in der geopolitischen und kulturellen Sackgasse längst zum Alltag geworden."

31. Januar 2008 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Der Spiegel

Laut Daniel Sander muss man den Film einfach mögen. Es "hätte ein kitschiges Rührstück zum Thema Völkerverständigung werden können oder dumpfer Klamauk, der die gegenseitigen Vorurteile gegeneinander antreten lässt. Doch DIE BAND VON NEBENAN will einfach nur eine kleine, feine Geschichte erzählen, verzichtet auf die großen Gesten und die billigen Lacher und spinnt stattdessen mit viel Finesse eine melancholische Komödie voller liebenswerter Figuren, die nur ganz nebenbei und damit viel effektiver auf das mögliche Miteinander zweier verfeindeter Nachbarvölker hinweist, mit leicht trauriger Ratlosigkeit, aber auch nicht ohne einen Anflug von Hoffnung."

30. Januar 2008 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • film-dienst 03/2008

Hans Messias sah einen bescheidenen "Film, der seine kleine Geschichte nicht über Gebühr strapaziert, sondern sie als verhalten melancholische Komödie präsentiert, deren pointierter Witz sich eher nebenbei entwickelt ... Wer brüllende Komik erwartet, ist in Kolirins Film, der sich eher an aus dem Augenblick heraus geborenen Witzen à la Tati orientiert, fehl am Platze. Überhaupt ist die zaghafte Annäherung zweier "traditionell" verfeindeter Nationen, deren Mitglieder sich über universell-menschliche Probleme näher kommen und von ihren Sorgen, Hoffnungen und Träumen berichten, von einer leisen Lakonie geprägt, die auch an frühe Arbeiten von Aki Kaurismäki und Jim Jarmusch erinnert, wobei die Lakonie auch ein Stilmittel sein könnte, das dem knappen Budget geschuldet ist."

06. Dezember 2007 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Laut Bettina Spoerri ist es dem Regisseur gelungen, eine kunstvolle, melancholische Komödie zu drehen. In zwei "Männerfiguren kristallisieren sich die Konflikte zwischen der Generation der Väter und der Söhne – nicht nur in Bezug auf den Umgang mit Frauen, sondern auch, was die Aneignung fremder kultureller Einflüsse anbelangt ... DIE BAND VON NEBENAN konfrontiert diese beiden Lebenshaltungen, die rückwärtsgewandte, bewahrende und die aufbegehrende, lebenshungrige, miteinander, doch der Film entscheidet sich nicht für eine von beiden, sondern pendelt sich in ein respektvolles, tolerantes Nebeneinander ein."

04. Dezember 2007 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Bettina Spoerri ist dem Regisseur Eran Kolirin begegnet, der Auskunft gibt über seinen überraschend erfolgreichen ersten Spielfilm DIE BAND VON NEBENAN.

08. November 2007 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • critic.de

Birte Lüdeking fühlte sich an Kaurismäki-Charakteren erinnert. "Der Autor und Regisseur hat sich mit DIE BAND VON NEBENAN nicht zu viel vorgenommen. Mit der bewussten Begrenzt- und Bescheidenheit seines Debütfilms entwirft er eine wirkungsvolle kleine Geschichte von großer Menschlichkeit und entführt den Zuschauer für knappe eineinhalb Stunden in eine erstrebenswerte Wunschwelt. Nach dem Abspann erscheint diese leider etwas zu schön, um außerhalb des Kinosaals wahr zu sein. Die babyblaue Band ist eben kein Dauergast."

07. November 2007 | DIE BAND VON NEBENAN • Kritik • programmkino.de

Gary Rohweder ärgert sich über die verpasste Oscar-Nominierung. "Eine Kleinkarierte wie ärgerliche Entscheidung, welche die Bedeutung des Films jedoch nicht zu schmälern vermag. Denn wenngleich man ihm eine entsprechend große Aufmerksamkeit gewünscht hätte, wirkt der Film auch ohne diese. Es ist keine große Geschichte und doch fesselt sie. Es sind keine großen Bilder und doch verfehlen sie ihre Wirkung nicht. Es ist kein großes Kino. Es ist ein kleiner aber feiner Film. Ein Beitrag zur Völkerverständigung, der durch viel Gefühl, leisen Humor und angenehme Zurückhaltung auch hierzulande viele Herzen gewinnen dürfte. Und das ist und bleibt wichtiger als jeder Filmpreis."

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