Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

GEGENÜBER

GEGENÜBER

Regie Jan Bonny
Kinostart 11.10.2007

Kritiken • GEGENÜBER

15. Oktober 2007 | GEGENÜBER • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Alexandra Seitz handelt GEGENÜBER "nicht einfach nur von einer gewalttätigen Beziehung zwischen zwei Eheleuten, in welcher der Mann nicht der Täter, sondern das Opfer ist. Bonny nimmt dieses Verhältnis zum Anlass, um unterschiedliche Arten der Gewaltausübung zu analysieren: wie sie zusammenhängen, einander bedingen."

12. Oktober 2007 | GEGENÜBER • Kritik • Der Spiegel

Für Christian Buß verwandelt das Filmteam den brisanten Stoff in ein anrührendes Drama über Zorn und Zärtlichkeit. "Dass man hier überhaupt eintauchen mag, ist natürlich die große Leistung von Matthias Brandt und Victoria von Trauttmannsdorff, die jede Schmerzgrenze überschreiten, ohne auch nur einmal billige Gelüste zu befriedigen. Die zwei bewegen sich bei aller Selbstzerfleischung immer wieder traumwandlerisch aufeinander zu. Sie machen das Prügeldrama zur einer eigenwilligen Art von Lovestory: Der geballte Zorn, hier ist er lediglich pervertierte Zärtlichkeit."

12. Oktober 2007 | GEGENÜBER • Kritik • Die Tageszeitung

Unwohlsein prägt den Film durch und durch, schreibt Barbara Schweizerhof. "Die Prügelorgien von Anne und Georg erweisen sich als Exzess, in dem sich auf paradox wohltuende Weise die der Beziehung inne wohnende Ambivalenz entlädt. Tatsächlich nämlich wird in Brandts Darstellung des geschlagenen Ehemanns sichtbar, dass er sich gerade dort als endlich stark erlebt, wo er seine prügelnde Frau stumm erträgt. Und Victoria Trauttmannsdorff zeigt an ihrer Anne, dass sie ihrem Georg genau diesen Triumph nicht können kann und deshalb weiterschlägt."

11. Oktober 2007 | GEGENÜBER • Kritik • Der Tagesspiegel

Das hässliche Thema zeigt der Regisseur für Christina Tilmann in aller kompromisslosen Härte. "Das eigentlich Schreckliche an Bonnys Film ist, dass es zwischen den beiden durchaus Momente der Zärtlichkeit gibt. Gerade die Liebe und das Gefühl, einander schonen zu wollen, erweisen sich als unheilvoll, weil sie die beiden stumm aneinanderbinden und verhindern, dass Dinge geklärt werden, die geklärt werden müssen. Die Diagnose, die Bonny dieser Ehe stellt und durch die Gewaltexzesse nur akzentuiert, gilt in Abstufungen für viele Beziehungen, in denen Schonung bloß Bequemlichkeit und Angst vor Konsequenzen heißt."

09. Oktober 2007 | GEGENÜBER • Kritik • film-dienst 21/2007

GEGENÜBER wird laut Horst Peter Koll von zwei vorzüglichen Hauptdarstellern getragen. Der Regisseur führt "sensibel, zugleich aber unbarmherzig und unausweichlich in diese vor der Umwelt von Georg und Anne sorgsam verborgenen emotionalen Grenzbereiche – dahin, wo es richtig weh tut, auch physisch. ... Was er bietet, ist eine Fülle an feinen Beobachtungen, die sich aus der einfachen Spielhandlung destillieren lassen und in der Summe einen tragischen Lebensentwurf umschreiben, der einem in manchem Detail beklemmend vertraut erscheint, auch wenn die extreme dramaturgische Zuspitzung ausbleibt."

20. September 2007 | GEGENÜBER • Kritik • critic.de

Viele Szenen waren für Maurice Lahde nur schwer erträglich. "GEGENÜBER findet nichts dabei, den Zuschauer emotional zu packen. Mit der stilisierten Kälte und Distanz der Berliner Schule hat er nicht viel gemein, es ist ein, wenn man so will, altmodisch psychologischer Film. Auch stilistisch wirkt er vergleichsweise "traditionell" mit seinen trostlosen, schlecht beleuchteten Schauplätzen – Plattenbauten, Spielhöllen, Autobahnbrücken –, der leicht nervösen Kamera, den durch Türrahmen gefilmten, in engen Räumen eingefangenen Figuren. ... Doch eben auch darin ist GEGENÜBER ein sehr reifes Werk, dass er souverän und ohne viel Aufhebens auf erprobte Mittel zurückgreift, nicht stilversessen, aber stets stilsicher."

24. August 2007 | GEGENÜBER • Kritik • kino-zeit.de

Das Ganze ist stellenweise so unfassbar, dass Katrin Knauth schreien möchte. "Bis zum Ende folgen Schlag auf Schlag gelungene Szenen, grandios inszeniert und gespielt, mit solch einer Wucht – das muss man sich einfach ansehen. Das ist kein dusseliges Gefühlskino, hier wird knallhart auf Psychologie gesetzt. ... [Der Regisseur] geht mit einer unglaublichen Härte an seinen eigenen Stoff. Schonungslos und mit raffinierter Genauigkeit beschreibt er den Zustand einer gescheiterten Ehe. Für zarte Gemüter ist das nichts, wer aber im Kino aufgerüttelt werden will, sitzt in GEGENÜBER genau richtig."

15. August 2007 | GEGENÜBER • Kritik • programmkino.de

Der Schock über alles, was sich hinter der Fassade einer nicht glücklichen, aber normalen Ehe abspielt, ist eindringlicher, als Günter H. Jekubzik vorher geahnt hat. "Bis zum offenen Ende folgen Schlag auf Schlag gelungene Szenen, die verzweifelte Verstrickung in ungesunde Abhängigkeiten kann vielleicht zerrissen werden, der erschreckte Blick hinter die Fassade einer ganz normalen Ehe wirkt jedenfalls nach. Ein Muss für alle, die Gefühlskino nicht als Flucht vor hässlichen, aber echten Gefühlen sehen."

24. Mai 2007 | GEGENÜBER • Kritik • artechock.de

Für Furore sorgte der Film laut Rüdiger Suchsland. "Dieses Debüt eines Kölner Filmstudenten ist ein überaus ungewöhnliches Drama, das hinter der Fassade normaler ehelicher Abnutzung eine Hölle freilegt. Matthias Brandt glänzt einmal mehr in der überaus facettenreichen Darstellung eines schwachen "starken Mannes", und auch Viktoria Trauttmannsdorff besticht mit Intensität. Eine nervöse Handkamera spiegelt seelische Zersplitterungen."

22. Mai 2007 | GEGENÜBER • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala schätzt den Film: Er setzt "auf Psychologie statt auf bloße Soziologie – und gründelt mit fantastischen Schauspielern bedrängend tief in den Ambivalenzen einer verbrauchten Ehe."

21. Mai 2007 | GEGENÜBER • Kritik • Der Spiegel

Hier herrscht der reine Seelen- und Körperhorror, stellt Wolfgang Höbel fest. "Bonny hat Mut zur Härte, aber nicht zur Lücke; und so findet er oft nur mickrige Bilder für dieses Drama, das mit unangemessenem Fleiß auserzählt wird bis ins letzte psychologische Detail. Dass es, um tolles Kino zu machen, auf den Blick ankommt und nicht nur auf den Erzählstoff, das kann man an GEGENÜBER schulmäßig nachbuchstabieren."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,40486