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Regie Ralf Westhoff
Kinostart 03.05.2007

Kritiken • SHOPPEN

03. Mai 2007 | SHOPPEN • Kritik • Berliner Zeitung

Ulrich Seidler freut sich, dass es nun endlich mal einen großen, komischen Schauspielerfilm über Singles und Speed-Dating gibt. "Der Film führt die achtzehn Figuren mit ein paar prägnanten Einstellungen in wenigen Minuten ein, er nimmt also in der Durchführung sein Thema auf: Schnell muss es gehen. Der erste Eindruck muss stimmen, wenn man sich an den Mann oder die Frau bringen will. Umso mehr Zeit nimmt sich der Film bei den Anbahnungsgesprächen, einer optisch und dramaturgisch scheinbar unergiebigen Situation. Kamera und Schnitt versuchen die Strenge mit Variationsfreude aufzubrechen. Das wäre wahrscheinlich überhaupt nicht nötig gewesen, denn die Dialoge sind außerordentlich witzig und die Pointen gut getaktet."

03. Mai 2007 | SHOPPEN • Kritik • Die Tageszeitung

Dirk Knipphals lobt diesen Film gern. "Dass man diesem Film gerne zuschaut, hat viel mit den Schauspielern zu tun. Einige kann man bereits vom Theater, andere von Fernsehproduktionen her kennen - und sie alle strengen sich sehr an, ihren Figuren etwas Eigenes, auch Kantiges zu geben. Das spürt man beim Zusehen. Hier gibt es erfreulich wenig dramaturgisch zurechtgezimmerte Figurenbausteine. Dafür aber diese kleinen Blicke und Gesten, aus denen man sich als Zuschauer dann wie von selbst die ganze Figur zusammensetzt. So kann man in 90 Filmminuten 18 Filmfiguren kennenlernen, man kann sie auseinanderhalten, manche sympathisch, manche langweilig und manche interessant finden."

03. Mai 2007 | SHOPPEN • Kritik • Der Tagesspiegel

"Ein Klischee mag schnell ermüdend wirken, bei 18 Klischees ist Abwechslung garantiert. Das liegt auch daran, dass sich in dieser ernst zu nehmenden Komödie nicht nur 18 Menschen um einen Lebenspartner bewerben – es bewerben sich auch 18 Schauspieler um weitere Rollen. Westhoff hat sich in der Münchner Theaterszene umgeschaut und Darsteller gefunden, die trotz Film- und Theatererfahrung unverbraucht wirken. Sie verfügen über eine so starke Präsenz, dass man nie den Überblick verliert."

03. Mai 2007 | SHOPPEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eine ganze eigene Dynamik hat der Film für Sascha Westphal. "Schon wie Ralf Westhoff den tristen, nichts sagenden Raum mit seinen beiden sich gegenüber stehenden Stuhlreihen inszeniert, hat etwas Atemberaubendes. Diese fast schon abstrakte Szenerie wird zu einem kleinen Welttheater, auf dessen Bühne sich fast all die alltäglichen Dramen unserer Zeit abspielen. Die Möglichkeiten, ein Gespräch zweier Menschen in Szene zu setzen, die sich für ein paar Minuten gegenseitig mustern und verbal abchecken, sind im Prinzip äußerst begrenzt. Aber Westhoff gelingt es, diese Situation durch einen eigenwilligen Schnittrhythmus und eine so freie wie präzise Kameraführung immer wieder aufzubrechen."

01. Mai 2007 | SHOPPEN • Kritik • critic.de

Sonja M. Schultz lobt den Debütfilm: "Autor und Regisseur Ralf Westhoff hat für seine vielstimmige Partner-Parade nicht nur größtmögliche Gegensätze gewählt, sondern vor allem Schauspieler gefunden, die die Figuren mühelos glaubwürdig machen. Ein Großteil des Ensembles rekrutiert sich aus Münchner Theaterdarstellern, was gut zur Bühnentauglichkeit der Vorlage passt. Denn was tut man beim Speeddating? Reden, reden, reden. So gestaltet sich dann auch die gesamte erste Stunde des Films. Die Kamera zeigt dabei leicht variierte halbnahe Einstellungen ihrer Protagonisten."

01. Mai 2007 | SHOPPEN • Kritik • br-online.de

Es wird viel Wahres gesagt in diesem Film, behauptet Heidi Reutter. "Am Überzeugendsten ist er natürlich da, wo es ihm gelingt, das Lebensgefühl seiner Figuren zu vermitteln. Wo sich der Zuschauer einfühlen, wieder finden und sagen kann: Ja, so ist es, dieses Gefühl kenne ich. Regisseur Westhoff ging es nach eigenen Aussagen nicht darum, seine Figuren bloßzustellen: "Man soll über sie lachen, aber man soll sie mögen." Ein hoher Identifikationsgrad ist erwünscht."

26. April 2007 | SHOPPEN • Kritik • film-dienst 09/2007

Oliver Rahayel bescheinigt dem Regisseur, zugehört zu haben. "Er hat den Menschen beim Leben zugeschaut und sich nicht bloß welche ausgedacht wie so viele seiner Kollegen in der Filmautorenzunft. Dabei hat er seine Schauspielprofis fast nicht improvisieren lassen, weil, wie er sagt, das Tempo dabei oft nicht stimmt. Filmisch wirkt SHOPPEN nicht gerade zukunftsweisend, auch wenn nebenbei ein paar nette Ecken von München zu sehen sind, aber der Film überragt die meisten aktuellen deutschen Produktionen, auch die im Fernsehen, gerade in dem, was dort so oft kläglich scheitert: im sensiblen Entwickeln von Charakteren und im respektvollen Umgang mit den Schauspielern."

Februar 2007 | SHOPPEN • Kritik • berlinale.de

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