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SÖHNE

SÖHNE

Regie Volker Koepp
Kinostart 31.05.2007

Kritiken • SÖHNE

02. Juni 2007 | SÖHNE • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Hans-Jörg Rother wäre Volker Koepp "nicht der unermüdliche Spurensucher deutscher Beziehungen zum Osten, wenn er aus dieser dramatischen Familiengeschichte nicht Fingerzeige auf die mögliche Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen gewinnen würde. Aus dem polnischen Findelkind wird ein guter Deutscher, aus dem verloren gegangenen deutschen Jungen ein guter Pole, und die Familien aller fünf Söhne sind längst befreundet. Es ist ein Versöhnungsfilm, der das Pochen auf nationale Besonderheiten ad absurdum führt."

01. Juni 2007 | SÖHNE • Kritik • Berliner Zeitung

Wie in einem Experiment erforscht Voller Koepp, was Heimat für jeden einzelnen bedeutet, schreibt Jan Brachmann. "Plenerts Kamera inszeniert den hohen Himmel über Pommerellen - dem Land zwischen Hinterpommern und Ostpreußen - als übergroße Majestät. Die Kamera liebt, huldigt, ist parteiisch. Wenn man im selben Film die Landschaft um den Bodensee oder bei Heidelberg sieht, dann erstickt der Blick an zu viel Erde. Und der Himmel sieht dort aus, als hätte jemand Cognac in den Äther gekippt. Plenerts Bilder formulieren einen starken Kontrapunkt zur Geschichte des Films. Denn in dieser Dokumentation geht es nicht vordringlich um einen Landstrich. Hier geht es um eine Familie."

31. Mai 2007 | SÖHNE • Kritik • Die Tageszeitung

Für eine politische Agitation in eigener Familiensache oder gar im Sinne der Vertriebenenverbände sind sie 5 Protagonisten nicht zu haben, meint Bert Rebhandl. "Der Film SÖHNE besteht fast ausschließlich aus Interviews und Schauplätzen, ganz sparsam setzt Volker Koepp die wenigen historischen Fotografien ein - das Panorama, das sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bis in die Enkelgeneration hinein dabei entfaltet, ist enorm detailreich und anschaulich und bestätigt den Regisseur als einen der großen Geschichtsschreiber in Deutschland."

24. Mai 2007 | SÖHNE • Kritik • film-dienst 11/2007

Was dem Film fehlt, ist ein starkes emotionales Zentrum, findet Ralf Schenk. "Vielleicht wäre dies die Mutter gewesen, Elisabeth Paetzold, die aber 1998 starb und nur noch mit einem Foto und durch Zitate aus einem Erlebnisbericht von 1947 präsent ist. Die Söhne selbst, die, wenn sie über ihre frühe Kindheit reden, fast nur auf Erzählungen aus zweiter Hand angewiesen sind, wirken eher abgeklärt; sachliche Männer, die ihre Seele nicht unbedingt zur öffentlichen Einsicht freigeben."

30. April 2007 | SÖHNE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Alexandra Stäheli wertet das Dokumentarfilmfestival Nyon aus. "Der unerschütterliche Barde nordostdeutscher Landschaften kehrt auch mit diesem Film wieder in sein Lieblingsgebiet zurück und erzählt die Geschichte einer deutschen Polin, die Ende des Zweiten Weltkriegs aus Danzig fliehen und dabei zwei ihrer vier Söhne auf dem Gutshof zurücklassen muss. Wie sich die Brüder nach Jahrzehnten wiederfinden, entfaltet Koepp in einer nüchternen Bildsprache, die die geschilderten schicksalshaften Ereignisse in eine milde Lakonie taucht."

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